Vor Fusion mit Glencore
Xstrata erleidet Gewinneinbruch
publiziert: Dienstag, 7. Aug 2012 / 12:44 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Aug 2012 / 13:30 Uhr
Der Bergbaukonzern musste einen grossen Gewinnrückgang verbuchen.
Der Bergbaukonzern musste einen grossen Gewinnrückgang verbuchen.

Zug - Der Zuger Bergbaukonzern Xstrata hat vor seiner geplanten Fusion mit dem Rohstoffgiganten Glencore einen Gewinneinbruch erlitten. Sinkende Rohstoffpreise schlugen massiv aufs Resultat des weltweit tätigen Unternehmens.

Unternehmertum auf den Punkt gebracht
8 Meldungen im Zusammenhang
Während der Umsatz nur um 7 Prozent auf 15,55 Mrd. Dollar sank, halbierte sich der Betriebsgewinn auf 2,144 Mrd. Dollar, wie Xstrata am Dienstag bekannt gab. Unter dem Strich sackte der Reingewinn auf 2,015 Mrd. Dollar ab. Das ist ein Drittel weniger als im Vorjahressemester.

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres seien vom zyklischen Abschwung der Rohstoffpreise geprägt worden, erklärte Xstrata-Chef Mick Davis in einem Communiqué. Schuld am Preisverfall seien die Schuldenkrise in Europa und die flauere Wirtschaftsdynamik in China.

Preise sinken

Der Preisrückgang alleine zog den Betriebsgewinn von Xstrata um über 1 Mrd. Dollar nach unten. Am stärksten gaben die Nickel- und Bleipreise nach. Auch der Absatz schrumpfte. Überdies schlugen einmalige Kosten negativ zu Buche. Auf der anderen Seite profitierte der Konzern vom Anstieg des Dollars.

Xstrata befinde sich in einer Übergangsphase, erklärte Davis. Mehrere Minen seien erschöpft und stünden kurz vor ihrer Schliessung, während eine Reihe von neuen Abbaustätten erst in Zukunft hinzustossen werde. Zehn grössere Projekte mit tieferen Abbaukosten würden gegen Ende Jahr den Betrieb aufnehmen, elf weitere in den nächsten beiden Jahren, hiess es.

Angesichts der Lage drückte Xstrata auf die Bremse. Im ersten Halbjahr habe man 105 Mio. Dollar Kosten gespart, vor allem im Nickel- und Zinkgeschäft. Im Gesamtjahr 2012 rechne man per saldo mit Kosteneinsparungen von insgesamt 390 Mio. Dollar. Zudem würden 1 Mrd. Dollar an Investitionen verschoben.

Mit den neuen Minen hofft Xstrata rechtzeitig parat zu sein, wenn die Weltwirtschaft wieder zur Erholung ansetzt. Und mittelfristig würden die steigende Nachfrage nach Rohstoffen aus den Schwellenländern, die abnehmende Förderleistung älterer Minen und zunehmend schwierigere Abbaubedingungen die Preise wieder hochtreiben.

Erwartungen übertroffen

Trotz des Gewinneinbruchs hat Xstrata die Erwartungen der Analysten übertroffen. An der Londoner Börse legte die Aktie um 2,1 Prozent zu. Die Semesterzahlen genau analysieren wird der Rohstoffriese Glencore, der Xstrata für 26 Mrd. Dollar übernehmen will, aber mit der Opposition des Golfstaates Katar kämpft.

Dieser hatte Ende Juni als zweitgrösster Aktionär von Xstrata ein höheres Übernahmeangebot gefordert. Zusammen mit weiteren Aktionären wie den britischen Vermögensverwaltern Standard Life und Schroders ist Katar nicht mehr weit von der Schwelle von 16,48 Prozent entfernt, ab der die Opposition die Übernahme an einer Generalversammlung blockieren könnte.

Um eine Einigung zu finden, hatte Xstrata die Abstimmung der Aktionäre bereits vom 12. Juli auf den 7. September verschoben. Glencore ist zwar mit 34 Prozent grösster Aktionär von Xstrata, aber nicht stimmberechtigt. Der Deal wäre der grösste Zusammenschluss in der Branche seit 2007, als der australische Bergbauriese Rio Tinto den Aluminiumkonzern Alcan für 38 Mrd. Dollar übernahm und damit zugleich eine neue Rekordmarke setzte.

«Wir sind gut aufgestellt als Unternehmen, um gemeinsam mit Glencore ein wirklich grosses Bergbauunternehmen zu schaffen», erklärte Xstrata-Chef Davis. «Und sollte es dazu nicht kommen, sind wir ebenfalls gut aufgestellt als Xstrata, um alleine weiterhin den Wert für unsere Aktionäre zu steigern.»

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zug - Die unabhängigen Xstrata-Direktoren haben den Aktionären ihres Bergbaukonzerns die aufgebesserte Glencore-Offerte zur Annahme empfohlen. Sie stellen aber die ... mehr lesen
Xstrata empfiehlt seinen Aktionären die aufgebesserte Offerte zur Annahme. (Archivbild)
Glencore werden Umwelt- und Menschenrechtsvergehen sowie Korruptionsanfälligkeit vorgeworfen. (Symbolbild)
Winnipeg/Bern - Der Schweizer Rohstoffgigant Glencore steht vor dem Kauf des kanadischen Getreidehändlers Viterra. Glencore ... mehr lesen
Zug - Rund 300 Personen haben am Mittwochabend bei einer genehmigten Demonstration in Zug gegen die Zuger Unternehmen Xstrata und Glencore demonstriert. Bei der anschliessenden Kundgebung riefen verschiedene Redner zur Solidarität mit den Opfern der Rohstoffmultis auf. mehr lesen 
Melbourne - Australiens Wettbewerbshüter haben dem Rohstoffhandelsriesen Glencore die 26 Mrd. Dollar schwere Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata genehmigt. Der geplante Zusammenschluss hätte keine negativen Auswirkungen auf den australischen Markt für Kohle, Kupfer, Nickel und andere Metalle, erklärte die Kartellbehörde am Donnerstag. mehr lesen 
Doha - Katar gefährdet in letzter Sekunde den Zusammenschluss der Rohstoff-Giganten Glencore und Xstrata. Mit einer überraschenden Preis-Nachforderung stellt der Staatsfonds des schwerreichen Ölemirats eine hohe Hürde für das 26 Mrd. Dollar schwere Geschäft auf. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Lima - Bei Protesten gegen das Schweizer Bergbauunternehmen XStrata in Peru sind zwei Menschen getötet und etwa 50 weitere verletzt worden. Hunderte Demonstranten blockierten in der Provinz Espinar in der südlichen Region Cusco die Strassen mit Baumstämmen und Steinen. mehr lesen 
Washington/Bern - Der Bergbaukonzern Xstrata steht wegen angeblicher Umweltdelikte und Falschdeklaration von exportierten Mineralien bei seiner argentinischen Tochter «Minera La Alumbrera» im Visier der lokalen Behörden. Xstrata verweist auf frühere Untersuchungen und gibt sich gelassen. mehr lesen 
Baar ZG - Der weltgrösste Rohstoffhändler Glencore mit Sitz im Kanton Zug und der britisch-schweizerische Bergbaukonzern ... mehr lesen
Eine Fusion sei ein «logischer nächster Schritt».
getAbstract präsentiert via Internet Zusammenfassungen herausragender Wirtschaftsbücher
Unternehmertum auf den Punkt gebracht
Die Zentrale von Rosneft am Ufer der Moskwa.
Die Zentrale von Rosneft am Ufer der Moskwa.
Preisverfall zehrt an Gewinn  Moskau - Russlands grösster Ölproduzent Rosneft bekommt den Preisverfall beim wichtigen Rohstoff schmerzlich zu spüren. Im abgelaufenen Vierteljahr brach der Gewinn um 22 Prozent auf 134 Milliarden Rubel (1,97 Milliarden Franken) ein. 
Auch Swiss betroffen  Frankfurt - Trotz Protesten der Reisebranche hält die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss ...  
Es geht um Buchungen über Reservierungssysteme.
Diese Ventilatoren «Satrap style windy» weisen einen Defekt auf.
Kurzschluss-Gefahr  Bern - Coop ruft den Ventilator «Satrap style windy» zurück, weil das Gerät einen Defekt am Verbindungskabel vom Standfuss zum ...  
Green Investment Uneinigkeit  Bern - Der Wind bläst, und die Energie wird nicht genutzt: Das kritisiert die Vereinigung zur Förderung ...  
Suisse Eole stört sich daran, dass in der Schweiz die Windenergie nicht wirklich genutzt wird - die Gegner sehen die Energieproduktion als ein Eingriffen in die Natur.
Titel Forum Teaser
  • LinusLuchs aus Basel 116
    Gefahr aus der anderen Galaxie Dem Nachrichtendienst des Bundes und der National Security Agency wird ... Mo, 24.08.15 15:22
  • LinusLuchs aus Basel 116
    Resistente Männerklüngel Es lohnt sich doch immer wieder, die Quelle aufzustöbern. Zum Beispiel ... Fr, 21.08.15 14:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1486
    Ist ein wenig missverständlich dieser Bericht vom BAFU. Es geht hier um die regenerativen Ressourcen, ... Mi, 12.08.15 11:01
  • PMPMPM aus Wilen SZ 203
    Durchaus gute Idee, aber... ...wie genau will man dann die zu erwartende extreme Franken-Aufwertung ... Mi, 12.08.15 10:02
  • keinschaf aus Wladiwostok 2721
    Muss... vorher schon sauviel in die Hosen gegangen sein, dass man überhaupt auf ... Di, 11.08.15 13:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3269
    Der... Traum der Grünen von einer CH mit 12 Millionen Einwohnern geht offenbar ... Di, 11.08.15 12:58
  • Kassandra aus Frauenfeld 1486
    Alles schon mal dagewesen! Mit den Griechen ist es schon immer schwer gewesen, etwas Rechtes in ... Mo, 10.08.15 00:19
  • jorian aus Dulliken 1623
    Paris ist das Ziel! Interessant was Herr Varoufakis da von sich ... So, 02.08.15 16:36
Suisse Eole stört sich daran, dass in der Schweiz die Windenergie nicht wirklich genutzt wird - die Gegner sehen die Energieproduktion als ein Eingriffen in die Natur.
Green Investment Windenergie-Vereinigung prangert Umweltverbände an Bern - Der Wind bläst, und die Energie ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Wettbewerb
Unvergessliche Momente auf der OCHSNER SPORT CLUB Fanbank.
Hautnah dabei  OCHSNER SPORT CLUB bringt dich hautnah an die Stars der Super League.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
26.08.2015
synchrobreathe Logo
26.08.2015
HIMALAYAN HIGHEST LADAKH MTB RACE Logo
26.08.2015
26.08.2015
PALAEOLOVE Prehistoric and Neontological Design Logo
26.08.2015
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 18°C 27°C sonnig und wolkenlos bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Basel 15°C 28°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 21°C 30°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 18°C 32°C sonnig und wolkenlos bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 17°C 32°C sonnig und wolkenlos bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 16°C 32°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 19°C 30°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten