Mitten im grössten Streik
Hoffnung auf Schlichtung bei der Lufthansa
publiziert: Freitag, 7. Sep 2012 / 13:18 Uhr
Bewegung kommt in den Tarifkonflikt der Lufthansa.
Bewegung kommt in den Tarifkonflikt der Lufthansa.

Frankfurt/Berlin - Mitten im bislang grössten Streik bei der Lufthansa wächst die Hoffnung auf eine Lösung des Lohnkonflikts mit dem Kabinenpersonal. Europas grösste Fluggesellschaft musste am Freitag weit mehr als die Hälfte ihrer Flüge streichen.

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Rund 100'000 Passagiere sind von dem bislang beispiellosen Ausstand der Flugbegleiter betroffen. Doch es kommt Bewegung in den Tarifkonflikt: Die Kabinengewerkschaft UFO und die Lufthansa haben wieder Kontakt aufgenommen. Nun wurde eine mögliche Schlichtung ins Gespräch gebracht.

UFO-Chef Nicoley Baublies zeigte sich bereit zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch. «Wir sind hier nicht angetreten, um irgendwelche Privilegien durchzuprügeln. Wir sind bereit, Kompromisse zu machen. Es dürfen nur keine faulen Kompromisse sein», sagte er im ZDF.

Weitere Streiks ausgeschlossen

Für die kommenden Tage schloss der Gewerkschafter weitere Streiks nach den drei bisherigen Wellen aus. Die mögliche Schlichtung verglich er mit einer Paar-Therapie: «Da braucht man manchmal einen Therapeuten, der sagt: Jetzt mal runterkommen.»

Die Lufthansa bestätigte eine anvisierte Schlichtung zunächst nicht. Es gebe «zarte Kontakte» mit der Gewerkschaft UFO, sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther. Über den Inhalt der Gespräche habe man Stillschweigen vereinbart.

Lufthansa-Chef Christoph Franz hatte den Streik als «völlig unverhältnismässig» bezeichnet. Die Entwicklung sei «quasi aus heiterem Himmel» nach eineinhalb Jahren Gesprächen gekommen, hatte er am Donnerstagabend im ZDF gesagt.

1000 Flüge gestrichen

Die Lufthansa hat rund 1000 der sonst üblichen 1800 Verbindungen für diesen Freitag gestrichen. Auch 38 Verbindungen aus der und in die Schweiz waren betroffen. «Es ist ein bitterer Tag, wenn über 1000 Flüge gestrichen werden müssen», sagte ein Sprecher.

Im Laufe des Tages könne es immer noch zu kurzfristigen Streichungen kommen. Selbst die Pilotenstreiks aus den Jahren 2001 und 2010 hatten nicht eine derart durchschlagende Wirkung.

Das Restprogramm der Lufthansa besteht wesentlich aus Flügen nicht bestreikter Tochtergesellschaften wie Germanwings. Nur wenige Überseeziele sollen am Freitag von Frankfurt und München angeflogen werden.

Der Streikaufruf ging an rund 18'000 Beschäftigte an sämtlichen Lufthansa-Standorte Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart.

(bg/sda)

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