Lufthansa-Streik in Zürich stark spürbar
publiziert: Donnerstag, 6. Sep 2012 / 16:51 Uhr
In der Schweiz spürt der Flughafen Zürich die Auswirkungen am stärksten. (Symbolbild)
In der Schweiz spürt der Flughafen Zürich die Auswirkungen am stärksten. (Symbolbild)

Zürich/Genf/Basel - Wegen des 24-Stunden-Streiks der Flugbegleiter streicht die deutsche Airline Lufthansa am Freitag mehr als die Hälfte ihrer Flüge, rund 100'000 Passagiere dürften stranden. Auch 38 Verbindungen von und zu Schweizer Flughäfen sind betroffen.

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In der Schweiz spürt der Flughafen Zürich die Auswirkungen am stärksten: 26 Hin- und Rückflüge mit den Destinationen Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und München wurden annulliert. Weiter befinden sich acht Flüge zwischen Genf und Frankfurt sowie vier zwischen Basel-Mülhausen und Düsseldorf auf der von der Lufthansa online veröffentlichten Streichliste.

Passagiere, dessen Flüge abgesagt wurden, wurden teilweise auf andere Maschinen umgebucht. Alternativ können sie kostenlos ihr Ticket umtauschen oder stornieren, wie die Airline auf ihrer Homepage mitteilte.

Die Lufthansa-Tochter Swiss erwartet hingegen keine Einschränkung ihres Flugplans. Der Flugverkehr könne voraussichtlich normal abgewickelt werden, sagte ein Swiss-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Verspätungen seien möglich, gegebenenfalls würden grössere Maschinen eingesetzt, um gestrandete Lufthansa-Passagiere mitzunehmen.

Mehr Züge unterwegs

Der Ausstand wirkt sich auch auf die Flugpläne in den Tagen vor und nach dem Streik aus: Bereits am Donnerstag blieben knapp 50 Maschinen am Boden, für den Samstag fallen mindestens 13 Verbindungen aus.

Für Freitag planten die Konkurrenten Air Berlin und British Airways den Einsatz grösserer Jets. Die Deutsche Bahn stellte sich auf mehrere Tausend zusätzliche Fahrgäste ein. Das Unternehmen teilte in Berlin mit, es werde alle zur Verfügung stehenden Züge bereitstellen.

Eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Fluggesellschaft und Flugpersonal-Gewerkschaft UFO zeichnete sich auch am Vortag des Streiks nicht ab. Der Schaden für die Lufthansa sei jedoch bereits eingetreten - egal ob es tatsächlich zur flächendeckenden Arbeitsniederlegung kommt. Leere Flugzeuge starten zu lassen, mache keinen Sinn, sagte ein Sprecher.

(bert/sda)

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