Verzicht auf Leih-Stewardessen
Erste Zugeständnisse von Lufthansa
publiziert: Freitag, 7. Sep 2012 / 18:52 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Sep 2012 / 19:24 Uhr
Lufthansa-Chef Christoph Franz. (Archivbild)
Lufthansa-Chef Christoph Franz. (Archivbild)

Frankfurt/Berlin - Die Lufthansa und die Flugbegleiter haben eine Schlichtung vereinbart. Die Streiks werden ausgesetzt. Zunächst blieb offen, ob davon bereits die am Freitag begonnenen Streiks betroffen sind. Ein Schlichter wird noch gesucht. Während der Schlichtung gilt Friedenspflicht.

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Das sagte der Chef der Gewerkschaft UFO, Nicoley Baublies, am Freitag in Frankfurt. Im Schlichtungsverfahren geht es nach Angaben von Ufo in erster Linie um die Vergütungsfragen. Parallel dazu sollen aber über alle anderen strittigen Fragen wie Leiharbeit verhandelt werden. «Damit ist die UFO sehr zufrieden», sagte Baublies.

Die Flugbegleiter hatten am Freitag voriger Woche zunächst für mehrere Stunden die Lufthansa am Standort Frankfurt bestreikt und den Arbeitskampf dann schrittweise ausgedehnt. An diesem Freitag kam es dann zum bislang wirkungsvollsten Streik in der Geschichte der Airline.

Keine Leih-Stewardessen mehr

Vor der Vereinbarung einer Schlichtung hatte die Lufthansa bereits eine wichtige Forderung der Streikenden erfüllt. Die Fluggesellschaft kündigte an, künftig keine Leih-Stewardessen mehr auf ihren Berlin-Verbindungen einzusetzen.

Während am bislang grössten Streiktag bei Lufthansa mehr als die Hälfte der 1800 geplanten Verbindungen - davon auch 38 aus der und in die Schweiz - ausfiel, liefen parallel in Frankfurt Sondierungsgespräche für weitere Verhandlungen.

Rund 100'000 Reisende betroffen

Wegen des Streiks musste Europas grösste Fluggesellschaft am Freitag weit mehr als die Hälfte ihrer Flüge streichen, rund 100'000 Reisende waren von dem beispiellosen Ausstand betroffen. Selbst die Pilotenstreiks aus den Jahren 2001 und 2010 hatten nicht eine derart durchschlagende Wirkung.

Chaos gab es aber weder an Flughäfen, Bahnhöfen noch auf den Autobahnen. Es war bereits die dritte Streikwelle nach zwei regional begrenzten Ausständen seit Freitag vergangener Woche.

(bert/sda)

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