Pharma
Ex-Novartis-Chef Vasella kehrt in die Schweiz zurück
publiziert: Sonntag, 28. Feb 2016 / 10:19 Uhr
Im aktuellen Interview gestand Ex-Novartis-Chef Daniel Vasella ein, Fehler gemacht zu haben. (Archivbild)
Im aktuellen Interview gestand Ex-Novartis-Chef Daniel Vasella ein, Fehler gemacht zu haben. (Archivbild)

Zürich - Der frühere Novartis-Chef Daniel Vasella (62) lebt wieder in der Schweiz. In einem Interview mit dem «SonntagsBlick» sagte Vasella, er sei froh, wieder bei den Kindern in der Schweiz zu sein und zahle hier auch Steuern.

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Laut der «Zentralschweiz am Sonntag» wohnt Vasella wieder in seiner Villa in Risch ZG. Von dort hatte er sich Ende Januar 2013 abgemeldet. Vasella wurde 1996 Novartis-Chef. Von 1999 bis 2010 hatte er als Konzernchef und Präsident ein Doppelmandat inne.

Vasella stand bei seinem Rücktritt bei Novartis in der Kritik wegen einer überhöhten Abgangsentschädigung. Im aktuellen Interview gestand er nun ein, Fehler gemacht zu haben. Er habe «völlig unterschätzt», wie explosiv die Stimmung im Umfeld der Minder-Initiative gewesen sei.

«Ich habe nicht begriffen, dass es in der Öffentlichkeit keine Rolle spielte, ob ich meine Entschädigung nun spende - was meiner bekannten Absicht entsprach - oder selber behalte», stellte Vasella gegenüber dem «SonntagBlick» fest. «Es war sicher eine Schwäche von mir, dass ich manchmal provozierte und trotzig bin.»

Der Grund für seine «Sturheit» sei die Verachtung von Heuchelei und von Leuten, die Wetterfahnen seien, so Vasella weiter. Es brauche Menschen, die den Mut hätten, ihre Meinung ehrlich zu sagen. Ob das nun ankomme oder nicht.

«Die letzten drei Jahre waren etwas nomandenhaft, auch wenn wir einen festen Wohnsitz hatten», Vasella. Er fühle sich in der Schweiz zu Hause. «Die Kinder leben hier, wir sind Schweizer», so Vasella.

Der Entscheid zur Fusion von Sandoz und Ciba Geigy zu Novartis vor zwanzig Jahren sei richtig gewesen. Beide Firmen hätten nicht mehr Spitzenplätze eingenommen und seien Gefahr gelaufen, zurückzufallen.

Vasella erklärte, dass er heute keinen Kontakt zu Novartis habe. Sein Büro bei Novartis brauche er selten. Aus diesem Grund habe er gebeten, das Büro nach Rotkreuz ZG zu verlegen, damit er nicht nach Basel müsse.

(asu/sda)

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