Italien verschiebt AKW-Pläne
Frankreichs Atombehörde gegen AKW-Abschaltung
publiziert: Mittwoch, 23. Mrz 2011 / 22:33 Uhr
Umstritten: Das AKW Fessenheim im Elsass.
Umstritten: Das AKW Fessenheim im Elsass.

Helsinki/Basel - Der Präsident der französischen Behörde für Nuklearsicherheit (ASN), André-Claude Lacoste, sieht keinen Grund zum Abschalten französischer AKW. Das sagte er laut der Nachrichtenagentur afp am Tag nach der Forderung der Regierungen der beiden Basel, Fessenheim abzuschalten.

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Lacoste äusserte sich gemäss den Angaben am Halbjahrestreffen der westeuropäischen Nuklearsicherheitsbehörden (WENRA) am Mittwoch in Helsinki. Er habe den Eindruck, die Nuklearanlagen seien sicher: «Würden wir glauben, dass sie gefährlich sind, würden wir sie schliessen», sagte er in englischer Sprache.

Die Kantonsregierungen von Basel-Stadt und Baselland hatten am Dienstag die sofortige Stillegung des «veralteten» AKW Fessenheim gefordert. In dem AKW 35 km nördlich von Basel laufen die zwei ältesten Druckwasserreaktoren Frankreichs von 1977 und 1978. Die Regierungen rügten namentlich die mangelhafte Erdbebensicherheit.

Diese sei der französischen Atomaufsichtsbehörde seit 2001 bekannt. Zudem entspreche die französische Erdbebenrichtlinie für AKW nicht dem aktuellen Stand der Technik.

Italien setzt Atom-Wiedereinstieg für ein Jahr aus

Nach der Katastrophe in Japan hat Italien seine Pläne zum Wiedereinstieg in die Kernenergie für ein Jahr ausgesetzt. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi beschloss am Mittwoch ein entsprechendes Moratorium.

Darüber hinaus wolle sich die Regierung insgesamt 24 Monate Zeit nehmen, um ihre Kernenergie-Strategie genauer zu definieren, hiess es nach einer Sitzung des Kabinetts.

Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Paolo Romani, hatte bereits am Vortag angekündigt, dass Italien die Standortsuche für die Errichtung neuer Atomkraftwerke vorerst stoppen wolle. Italien ist wie Japan ein stark von Erdbeben bedrohtes Land. Die Schäden an den japanischen Reaktoren als Folge des Bebens dort hat in Italien die Diskussion um die Sicherheit der Atomkraft weiter angeheizt.

Ausstieg nach Tschernobyl

Italien war 1987 unter dem Eindruck der Katastrophe von Tschernobyl aus der Kernenergie ausgestiegen. Damals sprachen sich bei einem Referendum 80 Prozent der italienischen Bevölkerung gegen Atomkraft aus. Berlusconi hatte im Juli 2009 im Parlament die gesetzliche Basis für einen Wiedereinstieg gelegt. 2013 hätte mit dem Bau des ersten Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) begonnen werden sollen.

(ht/sda)

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