Euro-Krise zwingt Staaten zur Bankenrettung
Dexia wird verstaatlicht
publiziert: Montag, 10. Okt 2011 / 16:45 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Okt 2011 / 17:24 Uhr
Verschluckte sich am Griechenland-Engagement: Die Bank Dexia.
Verschluckte sich am Griechenland-Engagement: Die Bank Dexia.

Brüssel - Drei Jahre nach der Finanzmarktkrise müssen in Europa wieder Banken gerettet werden. Weil Berlin und Paris erst Ende Oktober ein Gesamtpaket zur Eindämmung der Krise vorlegen wollen, wird der für nächste Woche geplante EU-Gipfel auf den 23. Oktober verschoben.

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Für die Grossbank Dexia wurde in der Nacht zum Montag eine Lösung gefunden: Belgien übernimmt den belgischen Arm der Bank für vier Mrd. Euro komplett. Zudem werden Belgien, Frankreich und Luxemburg gemeinsam weitere 90 Mrd. Euro als Garantien für Risikopapiere stellen, die in eine sogenannte Bad Bank ausgelagert werden.

Dexia hatte sich mit Investitionen in Griechenland übernommen und war ins Taumeln geraten. Schon 2008 musste der Staat der Bank helfen. In den vergangenen Tagen zogen verunsicherte Kunden massenweise Spargelder ab.

Das Geldhaus spielt eine bedeutende Rolle als langfristiger Finanzier französischer Kommunen. Dieser Bereich soll abgespalten und von der französischen Staatsbank Caisse des Depots und der Postbank Banque Postale aufgefangen werden. Für den luxemburgischen Arm und die türkische Tochter Deniz-Bank werden noch Käufer gesucht.

Gipfel verschoben

Angesichts der neuen Bankenkrise und laufender Beratungen wurde der für Mitte Oktober geplante EU-Herbstgipfel um knapp eine Woche nach hinten verschoben. Das Treffen finde nun am 23. Oktober zeitgleich mit dem Gipfel der 17 Euro-Länder-Chefs statt, teilte EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy in Brüssel mit.

In Athen teilte das Finanzministerium am Montag mit, dass bei der Protonbank die griechische Notenbank einspringen werde. Das Geldhaus mit rund 700 Angestellten war ins Wanken geraten, nachdem die Justiz des Landes Informationen nachging, die Bank betreibe Geldwäsche. Jetzt soll die Notenbank Gelder vom 2010 geschaffenen Rettungsschirm in Höhe von 110 Mrd. Euro anzapfen, um dem Haus zu helfen.

Am Wochenende hatten sich Hinweise auf eine radikale Umschuldung Griechenlands verdichtet.

 

 

(fest/sda)

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Wer hört denn schon auf diesen Beat?
:-D
Der schwatzt ständig eine gestampfte Scheibe, das ist altbekannt. Die Banken müssen sich jetzt eben was einfallen lassen, um ihr Prinzip des x-fachen Verleihen desselben Geldes schönzuwaschen. Da sind jetzt Griechenland, das über seinen Verhältnissen gelebt habe und die bösen Sozialschmarotzer eine dankbare Gelegenheit, vom verbrecherischen Eigenhandeln abzulenken.
Die übliche Masche des eben ertappten Gauners: schnell auf jemanden anderen zeigen...
Ideologie hin oder her
Ich finde, das man die Probleme immer ohne Scheuklappen lösen muss. Aber es ist geradezu grotesk, wie gerade immer wieder gewisse Kreise von Ideologie reden und selbst so in ihrem Schema verhaftet sind, dass sie gar nicht bemerken, dass sie selbst die stursten Ideologen sind.
Jetzt gibt es bereits Leute, die drehen die Wahrheit um, dazu gehört auch der Beat Kappeler von der NZZ, der behaupten, die Sozialwerke müssten beschnitten werden, die seien an der Finanzkrise Schuld. Dabei hat doch der Bush im Irak für nichts und wieder nichts Milliarden versenkt, (denen geht es heute keinen Deut besser als unter Hussein) und durch seine verfehlte Wirtschaftspolitik mit dem sinnlosen Häuslebauen erst verursacht. enn nun das keine Ideologie ist, dann weiss ich aber wirklich nicht, was dieser Begriff noch soll.
Es ist doch so, diese Lumpenpolitiker und diese Abzocker lassen sich jetzt vom Staat bedienen. Dieses Pack saniert sich heute an den armen Leuten. Denn wo wrid immer zuerst gespart? Richtig an den Sozialwerken und Renten, am Geld, das sich die armen Menschen selbst zusammengespart haben. Das ist eine Schande! Um das zu sehen, muss man kein Sozi sein, da genügt der einfache Menschenverstand.
Viele überdenken ihre Ideologie
vom neo-liberalen Wahnsinn. Das wird zwar von vielen Seiten noch kräftig geleugnet und abgewiegelt. Z.B. die Weltwoche hatte vor ein paar Wochen einen selten blöden Artikel wo die heute kritischen Neo-Liberalen richtiggehend als Blöd dargestellt wurden.

Die Wahrheit tut weh, sehr weh. Das spüren die Rechtskonservativen, bzw. Neo-Liberalen dieser Welt dieser Tage/Wochen/Monate/Jahre besonders stark. Fragt sich nur wie lange der Schmerz noch anhalten muss, bis auch die härtestens Betonköpfe merken was für eine gefährliche falsche Ideologie der Neo-Liberalismus ist.

Ach und um es den üblichen Verdächtigen vorwegzunehmen: Ich böser böser Sozi ich.
(Das ich in vielen Fragen geradezu SVP Hardliner Linie fahre, dürfen diese jetzt wieder einmal übersehen bei der Beschimpfung)
Test bestanden, Patient ist tot.
Den Stresstest hatte diese Bank mit Bravour bestanden, jetzt ist sie bankrott.
Mein Gott, was machen diese europäischen Politiker blos für ein Theater, nicht zum Aushalten ist das! Man wundert sich schon, dass zur Zeit lauter konservative Regierungen an der Macht sind und nichts auf die Reihe griegen. Die, die sonst doch alles besser wissen wollen.
Man stelle sich das Geheule vor, wenn dieser Mist von Sozialdemokraten angerichtet würde! Ja, die NZZ hat vielleicht doch Recht, als sie kürzlich schrieb: Krise ist, wenn selbst die konservativsten Denker plötzlich doch glauben, Karl Marx habe Recht. (Schrittmacher von der FAZ und allen voran der anerkannte, erzkonservative Oekonom Nuriel Rubini, haben diese Gedanken geäussert.)
Das Kartenhaus stürzt ein
Das Unvermeidliche nimmt seinen Lauf.

Dexia wird verstaatlicht, sprich gerettet. Damit kein Dominoeffekt ausgelöst wird.

Das selbe wird noch ein zwei mal mehr gelingen. Evtl. in Frankreich, Spanien, Italien?

Die Blase wird immer grösser und voluminöser aufgebläht in der Hoffnung die Wirtschaftsleistung der Staaten wird es dann richten.
Eigentlich kann man sich gar nicht vorstellen, dass die Leute an der Macht wirklich so dumm sein können. Vielmehr muss man annehmen, dass noch so viel Zeit geschunden wird wie möglich.

Eines ist klar, sollte es diesen Leuten gelingen am Ende doch noch alles einigermassen zu stabilisieren wird eine neue Finanzplanwirschaft entstanden sein, die von Brüssel diktiert wird. Souveränität der Staaten wird weg sein (ausser DE und FR natürlich die sich Wege eröffnet haben diese zu umgehen).

Das perverse daran: Dies alles werden wir neo-liberalen Politiker zu verdanken haben. Also Politiker die jahrzehntlang die freie Marktwirtschaft wie eine Religion fanatisch durchgesetzt haben und nun langsam alles in eine Wirtschaftsdiktatur umwandeln.

Und wir wählen diese immer noch! Wie dumm sind eigentlich WIR?

PS: Die diversen Demonstrationen gegen die Finanzbranche auf der ganzen Welt wird von den Regierungen schlicht ignoriert und ausgesessen. Die Medien spielen da leider (noch) mit.
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