Talfahrt im Schweizer Aussenhandel etwas gebremst
publiziert: Donnerstag, 22. Okt 2009 / 10:26 Uhr

Bern - Der Schweizer Aussenhandel ist weiter auf Talfahrt, doch der Rückgang war im September etwas weniger stark. Trotz dieser Abschwächung des Abwärtstempos, die für das ganze dritte Quartal gilt, rutscht der Aussenhandel in diesem Jahr tief ins Minus.

Von Januar bis September sanken die Ein- und die Ausfuhren um je einen Sechstel. (Symbolbild)
Von Januar bis September sanken die Ein- und die Ausfuhren um je einen Sechstel. (Symbolbild)
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Von Januar bis September sanken die Ein- und die Ausfuhren um je einen Sechstel, wie die eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Besonders deutlich war der Rückgang mit dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz, mit der EU.

Insgesamt gingen die Exporte in den ersten neun Monaten des Jahres um 15,3 Prozent auf 133,5 Mrd. Fr. zurück. Real, also um die Teuerung bereinigt, betrug der Rückgang 16,7 Prozent. Die Einfuhren verminderten sich um 16,3 Prozent auf 119,0 Mrd. Franken. Real gingen sie um 11,0 Prozent zurück.

Im September sanken die Exporte um 12,4 Prozent auf 15,623 Mrd. Franken. Real lag das Minus bei 15,9 Prozent. Die Importe schrumpften um 15,5 Prozent auf 13,705 Mrd. Franken. Real gingen sie um 10,3 Prozent zurück.

Bei den Exporten fiel das Absatzminus bei rund der Hälfte der Branchen leicht schwächer aus. Bei den Einfuhren verlangsamte sich der Rückgang vor allem bei Rohstoffen und Halbfabrikaten.

Die Handelsbilanz schloss gemessen über die ersten neun Monate mit einem Überschuss von 14,4 Mrd. Franken.

Uhrenindustrie leidet

Die Schweizer Uhrenindustrie leidet weiter stark unter der Krise. Im September brachen die Exporte erneut um über ein Viertel ein. Mit der anhaltenden Schwäche der Branche sind die Exportzahlen mittlerweile auf das Niveau von 2006 abgesackt.

Im September wurden Uhren im Wert von 1,134 Mrd. Fr. exportiert, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FHS) mitteilte. Das ist ein Minus gegenüber dem Vorjahresmonat von 26,1 Prozent. Auf die ersten neun Monate des Jahres gerechnet brachen die Ausfuhren um 25,9 Prozent ein.

(bert/sda)

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