Schneemagel fordert Skigebiete
Den Schnee von gestern zum Schnee von morgen machen
publiziert: Freitag, 15. Jan 2016 / 19:19 Uhr
In der Schweiz können gemäss einer Statistik rund 45 Prozent der Pisten technisch beschneit werden.
In der Schweiz können gemäss einer Statistik rund 45 Prozent der Pisten technisch beschneit werden.

Bern - Auch in Zukunft wird Schneemangel die Skigebiete fordern. Womöglich Abhilfe schaffen kann Kunstschnee sowie Schnee vom vergangenen Jahr aus dem so genannten Snow-Farming. Diese Methode eignet sich allerdings nicht für das Präparieren von grossen Flächen.

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In der Schweiz können gemäss einer Statistik des Verbands Seilbahnen Schweiz rund 45 Prozent der Pisten technisch beschneit werden. «Auf dieses bewährte Instrument setzen die Wintersportorte in der Schweiz weiterhin», sagt der Schneeforscher Robert Bolognesi auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Ein zweites Instrument, das in Wintersportorten gegen fehlenden Schnee angewandt wird, ist Snow-Farming. Dies ist der Fachbegriff für das Aufbewahren von Schnee über den Sommer. Im Folgeherbst, noch bevor neuer Schnee fällt oder produziert werden kann, steht dieser gelagerte Schnee bereits für den Einsatz zur Verfügung.

Zwei verschiedene Methoden

Doch auch Snow-Farming ist nicht die Lösung, mit welcher ganze Skigebiete schneesicher gemacht werden können. Die Methode kann dem Schneemangel aber punktuell entgegenwirken.

Einerseits können Schnee oder Teile eines Gletschers in höheren Lagen mit Vlies abgedeckt werden. In der Schweiz wird dies beispielsweise auf dem Gemsstock oberhalb von Andermatt UR praktiziert: «Bereits seit mehreren Jahren decken wir vor Saisonende den Übergang vom Skigebiet zum Gletscher mit Vlies ab, damit er über den Sommer nicht wegschmilzt und zu Beginn der neuen Saison das Verbindungsstück bereits vorhanden ist», sagt Pistenchef Silvio Schmid von der Skiarena Andermatt-Sedrun.

Die andere Methode wird in tieferen Lagen angewandt. «Dafür wird Schnee an einen Depotplatz gebracht und dort mit Sägespänen oder Sägemehl abgedeckt», erklärt Hansueli Rhyner. Der Experte des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) führt aus, dass dies insbesondere im Hinblick auf Events und Trainings Sinn ergibt.

Dicke Sägemehlschicht notwendig

In der Schweiz findet aber auch diese Methode noch wenig Anwendung. «In Engelberg wird dies bei der Skisprungschanze, in Laax bei der Halfpipe und in Davos auf der Langlaufloipe angewandt», führt Rhyner aus.

Das SLF zeigte 2008 in einem Experiment den konkreten Unterschied zwischen den zwei Varianten auf. Die Untersuchung machte deutlich, dass Vlies zwar vor der Sonneneinstrahlung schütze. Für den Gletscher genüge dies, um ein Abschmelzen zu verhindern. In tieferen Lagen, wo mildere Temperaturen herrschen, müsste die Abdeckschicht den Schnee jedoch auch gegen die wärmere Umgebung isolieren können. Dafür braucht es eine Schicht von vierzig Zentimetern Sägespänen.

Finnische Idee

Grossflächigere Anwendung als in der Schweiz findet das Snow-Farming in Finnland. Von dort stammt auch die Idee: Bereits zu Beginn der 1980er-Jahre wurden Schneemassen mit Sägemehl abgedeckt. Das Experiment war erfolgreich. Ende der 1990er-Jahre etablierte sich das Snow-Farming im Norden. Seither greifen beispielsweise die Loipenbauer des lappländischen Langlauf-Paradies Saariselkä auf grosse Mengen an konserviertem Schnee zurück.

Auch in Österreich wird Schnee auf diese Art und Weise über den Sommer aufbewahrt. Dies vor allem im Tirol, in Kitzbühel und im Salzburgerland. Dass Snow-Farming in der Schweiz künftig verbreitetere Anwendung finden wird, bezweifeln die Experten.

(cam/sda)

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