Nur kurzfristig
Auch Bakbasel prophezeit Schweizer Rezession
publiziert: Freitag, 30. Jan 2015 / 13:36 Uhr / aktualisiert: Freitag, 30. Jan 2015 / 14:53 Uhr
Der Privatkonsum bleibt eine wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft.
Der Privatkonsum bleibt eine wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft.

Basel - Die Frankenstärke wird gemäss den Ökonomen des Konjunkturforschungsinstituts Bakbasel während des ganzen Jahres anhalten. Das Umtauschverhältnis von Franken und Euro werde weiterhin um die Parität schwanken. Die Schweiz falle darum für kurze Zeit in eine Rezession.

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Bakbasel rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,2 Prozent. Eine zentrale Annahme für diese Berechnung ist, dass der Franken 2015 nahe am Gleichstand zum Euro verharrt. In den beiden Folgejahren wird er sich gemäss Bakbasel abwerten. Ein Euro wird dann im Schnitt 1,05 Franken respektive 1,13 Franken kosten.

Im Dezember waren die Ökonomen von Bakbasel noch optimistischer und sagten für die Schweizer Wirtschaft ein Wachstum von 1,9 Prozent voraus. Dass der nun prophezeite Rückgang nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses nicht noch stärker ausfällt, sei einem intakten wirtschaftlichen Umfeld und dem tiefen Ölpreis zu verdanken, schreiben die Ökonomen in der Mitteilung.

Privater Konsum bleibt Stütze

Dieser erhöht zusammen mit der Frankenaufwertung die Kaufkraft der Haushalte, denn die Importpreise werden zurückgehen, wie es hiess. Der Privatkonsum bleibt somit eine wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft, auch wenn Bakbasel davon ausgeht, dass ein Teil der Kaufkraft durch den Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland abwandert.

Hingegen wird die Exportwirtschaft unter dem starken Franken leiden. Die Schweizer Ausfuhren werden gemäss Bakbasel im laufenden Jahr um 1,3 Prozent sinken. Die Unternehmen werden zudem zurückhaltender investieren, weil sie unsicherer sind, wie sich die Konjunktur entwickelt. Zudem sind die Kapazitäten durch Absatzrückgänge weniger ausgelastet.

«Hinzu kommt, dass sich die Attraktivität der Schweiz für Neuansiedlungen weiter verringert, nachdem im vergangenen Jahr bereits die Masseneinwanderungsinitiative den Standort Schweiz belastet hat», schreiben die Ökonomen.

Kurze Rezession

Bereits das erste Quartal 2015 wird schwächer ausfallen als zunächst vorhergesagt, in den Folgequartalen ist mit Rückgängen zu rechnen und ab dem vierten Quartal geht es langsam aufwärts, wie es auf Anfrage hiess. Darum könne momentan durchaus von Rezession gesprochen werden, wenn auch nur von einer kurzen.

Am vergangenen Mittwoch hatte die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich die Prognosen ebenfalls korrigiert und eine kurze Rezession vorausgesagt. Für das Gesamtjahr erwartet sie einen BIP-Rückgang von 0,5 Prozent. Leicht optimistischer sind die Ökonomen der Banken UBS und ZKB, die mit leichten Wachstumsraten rechnen und daher das «R-Wort» nicht in den Mund nehmen.

2016 bleibt das Wachstum gemäss Bakbasel mit 0,9 Prozent noch unterhalb der Potenzialrate. Im Jahr 2017 liege dann ein Wachstumsschub von 3,1 Prozent drin. Bei der Arbeitslosigkeit rechnet Bakbasel mit einem Anstieg bis Ende 2015 auf 3,5 Prozent.

(bert/sda)

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