Aktienkurse brechen ein - UBS-Aktie erreicht Rekordtief
publiziert: Dienstag, 16. Sep 2008 / 17:03 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Sep 2008 / 21:33 Uhr

New York - Die Krisenstimmung an den Börsen weltweit hat auch am Tag nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers angehalten. Finanzwerte verbuchten erneut teils zweistellige Kursverluste.

Die UBS-Aktie liegt derzeit bei 15,18 Franken.
Die UBS-Aktie liegt derzeit bei 15,18 Franken.
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Tief im Minus standen Banktitel, aber auch Versicherer hatten unter der drohenden Pleite des US-Versicherers AIG zu leiden. An der Schweizer Börse sanken die Aktien der Grossbank UBS auf ein Allzeittief. Sie stürzten am Nachmittag um fast 25 Prozent auf 15.18 Fr. in die Tiefe und standen bei Börsenschluss noch 17,2 Prozent im Minus bei 16.64 Franken.

Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re verloren zeitweise knapp ein Fünftel an Wert und notierten zum Schluss 13 Prozent tiefer auf 54.05 Franken. Die Finanztitel rissen den Gesamtmarkt in die Tiefe, der SMI schloss 2,97 Prozent tiefer auf 6732,93 Punkten. Der breite SPI büsste 2,59 Prozent auf 5676,18 Punkte ein.

Auch London im Tief

Auch andere Börsen verzeichneten Kurseinbrüche, die Londoner Börse verbuchte etwa ein Drei-Jahres-Tief, auch asiatische Börsen hatten zuvor teils drastische Kursstürze erlebt.

Zentralbanken in Europa, den USA und Asien pumpten wiederum Milliardensummen in den Markt. Die US-Notenbank (Fed) stellte dem Geldmarkt zusätzlich 50 Mrd. Dollar zur Verfügung, die europäische Zentralbank (EZB) 70 Mrd. Euro.

Kreditpaket für AIG

Ausgelöst wurden die aktuellen Turbulenzen durch die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers am Montagmorgen. Zudem wurde die angeschlagene Bank Merrill Lynch von der Bank of America übernommen.

Für neue Beunruhigung sorgte am Dienstag vor allem der einst weltgrössten Versicherer AIG, der um sein Überleben kämpft und dringend frisches Kapital braucht. Die AIG-Aktien brachen erneut um 70 Prozent ein.

Die drei wichtigsten Ratingagenturen reduzierten ihre Bonitätsnoten für den Konzern. Dies verteuert die Refinanzierung und könnte eine existenzbedrohende Kettenreaktion auslösen.

Einem Zeitungsbericht des «Wall Street Journal» zufolge arbeiten die Banken JP Morgan Chase und Goldman Sachs mit Unterstützung der US-Notenbank fieberhaft daran, für AIG ein Kreditpaket von 70 bis 75 Mrd. Dollar zu schnüren.

(tri/sda)

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Apokalyptische Reiter in der Bahnhofstrasse
Eigentlich geschieht es ihnen ja wirklich recht, diesen arroganten Schlipsträgern von der UBS. Haben jahrelang ihre kleinen Kunden wie ein notwendiges Übel behandelt aber immer versucht, am ganz grossen Rad zu drehen.

Schade nur, dass bei diesem Fiasko auch viele "Unschuldige" betroffen sind:
Pensionskasseneinzahler (d.h. fast jeder in diesem Land), UBS Aktionäre und der Finanzplatz Schweiz allgemein.

Am 4. Juli habe ich einen Kommentar zur Situation der UBS verfasst:

http://www.news.ch/forum/Ueberbordender+Risikoappetit/313544/post1244....

Betreffend der Marktsituation wurden meine kühnsten Vorstellungen bei weitem übertroffen und zwar im negativen Sinn. Ich kann nur jedem raten, der mit der UBS in einer wie auch immer gearteten Geschäftsbeziehung steht, die Konsequenzen daraus zu ziehen.
Spätestens an dem Tag, an dem die apokalyptischen Reiter in der Bahnhofstrasse herumgallopieren, wird es zu spät sein.
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