Umstrittene Boni: Rüge für Finma, UBS und Bundesrat

publiziert: Freitag, 30. Jan 2009 / 17:22 Uhr / aktualisiert: Freitag, 30. Jan 2009 / 21:18 Uhr

Bern - Dass die vom Staat unterstützte Grossbank UBS für das Jahr 2008 nicht vertraglich zugesicherte Boni ausschütten will, hält die Finanzkommission des Nationalrats für verfehlt. Auch die Kommunikationspolitik aller Beteiligten kritisiert sie scharf.

Gemäss Finanzkommission des Nationalrats sind die Bezüge nicht gerechtfertigt.
Gemäss Finanzkommission des Nationalrats sind die Bezüge nicht gerechtfertigt.
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Die «hohen vertraglich nicht zugesicherten Boni» in Höhe von aktuell geschätzten 700 Millionen Franken seien angesichts der UBS-Ergebnisse nicht gerechtfertigt, hielt die Finanzkommission nach ihrer zweitägigen Sitzung in einem Communiqué fest.

Ein gewisses Verständnis sei allerdings für die unteren und mittleren Angestellten angezeigt. Die Streichung variabler und zugesicherter Lohnanteile käme für sie einer massiven Lohnkürzung gleich.

Verwirrung in der Öffentlichkeit

Wegen der grossen Verwirrung um die Boni in der Öffentlichkeit hatte die Kommission Eugen Haltiner, den Verwaltungsratspräsidenten der Finanzmarktaufsicht (Finma), zu einer Aussprache geladen.

Haltiner verwies nach Kommissionsangaben auf den grossen Wettbewerb um Spezialisten bei den Banken. Das veranlasse die UBS zum Entrichten der Boni.

Zudem sei ein Teil der Boni vetraglich zugesicherter variabler Lohnbestandteil. Die vollständigen Fakten zu den Bezügen bei der Bank würden indessen erst am 10. Februar an der Bilanzmedienkonferenz klar.

Merz verteidigt Boni

Finanzminister Hans-Rudolf Merz erklärte in der Sendung «Tagesschau» von Schweizer Fernsehen, wenn die UBS wie andere Banken den 13. Monatslohn als variablen Lohnanteil ausrichte, müsse sie auch zahlen. Die Finma habe vor ihrem Entscheid mit der UBS verhandelt.

Die Kommunikation aller Beteiligten in der Bonus-Angelegenheit erregt im weiteren den Unmut der Kommission. Sie massregelte die Finma, die Grossbank UBS und den Bundesrat für ihre Reaktion auf die Indiskretion in der Presse.

«Absolut ungenügend» sei die Kommunikation der durch den Bund unterstützten UBS nach dem Bekanntwerden der Milliardenboni. Die Finma hätte viel schneller und offener reagieren müssen. Der Bundesrat schliesslich habe «nichts zur Klärung der Fakten beigetragen, sondern die Verwirrung eher noch vergrössert».

(bert/sda)

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Sehe ich auch so
In unserer Firma, (bei dieser geht es richtig Wellig zu weil wir erstens Kunden im Dollarraum hatben und zweitens die meisten Geschäfte noch über die USA laufen), gab es ÄNDERUNGSKÜNDIGUNGEN, für beinahe die ganze Belegschaft. Betroffen war damit das ganze Lohnsystem. Fixverträge wurden zu Befristeten, der 13Monatlohn wurde gestrichen, der Lohn zu 90% Fix und der Rest je nach Geschäftsjahr mit Bonus inklusive den ungefähren Wert des 13ten, ausbezahlt! Der Lohn war fortan nicht mehr steigerbar mit der Teuerungszulage! Diese Änderungen sind schon gut 4Jahre in Kraft. Der Witz ist, es gab trotz der radikalen Umstellung nur wenige die die Firma deswegen verliesen! Die hatten Hochgepokert und erst noch gewonnen weil die Löhne ähnlich deren bei den Banken relativ hoch sind !
Es wird eben auch sehr viel Angstmacherei betrieben und etwas ganz Wichtiges vergessen ! Die Standort oder Arbeitsplatztreue der Schweizer !!
Gratifikation
Ich habe mal für eine Firma gearbeitet, die hatte auch keinen 13. Monatslohn. Bei schlechtem Geschäftsgang war es schon mal so, dass man nichts bekam.

Ferner ist es eine Lüge, dass die Arbeiter abwandern wenn sie keine Boni bekommen. Der ganze Finanzsektor ist ja am Boden, wo wollen die dann hingehen? Etwa nach London Scheishäuser putzen?
Gratuliere !
Dem ist nichts beizufügen, ausser das diese Boni lediglich helfen jene Leute im Kader bei Laune zu halten, welche dann ihre MitarbeiterInnen, auf Grund der schlechten Wirtschaftslage, auf die Strasse stellen !
nichts da
Alles nur Lügen!!

Jeder schiebt nun den schwarzen Peter weiter!! Gopf das ist unser Steuergeld das die UBS da einfach so ungefragt missbraucht hat... mir ist es zu deutsch gesagt sch..egal ob das zum Lohn gehört oder nicht.. was hat die Drecksbank eigentlich das Gefühl?? Während alle den Gürtel enger schnallen müssen, darf die sich eine schöne Zeit mit UNSEREM GELD machen.. so nicht liebe UBS, schade hat man die Bank nicht verrecken lassen.. nicht umsonst heisst die momentane Devise "back to the roots" und sich wieder auf die ursprünglichen Werte besinnen

Dafür sollten Verantwortlichen hart bestraft werden.. am besten wäre es meines Erachtens, wenn die "Staatshilfe" die unser Portemonnaie nur noch mehr belastet, auf Heller und Pfenning zurückbezahlt werden müsste und zwar innert 10 Tagen... wird, das gemeine Fussvolk, sind ja schliesslich nicht der Pestalozzi oder?

und dann all die unfähigen Manager OHNE jegliche Abgangsentschädigung fristlos feuern.. denn die haben die Bank heruntergewirtschaftet (allen voran Ospelt, der seinen Abgang auch noch fürstlich belohnt bekam, dabei war er ja seinerzeit die treibende Kraft beim Untergang der Swiss)
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