UBS: Leuthard fordert sofortige Boni-Transparenz

publiziert: Samstag, 31. Jan 2009 / 11:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 31. Jan 2009 / 13:45 Uhr

Davos - Der politische Druck auf die UBS-Führung wegen den geplanten Milliarden-Boni für das Katastrophenjahr 2008 nimmt zu. Bundesrätin Doris Leuthard fordert, dass die vom Staat aufgefangene Grossbank die Zahlen so schnell wie möglich offenlegt.

Banklöhne müssen sinken: Doris Leuthard.
Banklöhne müssen sinken: Doris Leuthard.
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«Ich bin der Meinung, dass die UBS rasch Transparenz schaffen muss, nachdem der Verwaltungsrat die entsprechenden Entscheide gefällt haben wird», sagte die Finanzministerin in einem Interview in der «Berner Zeitung». «Diese Information sollte noch vor der Bilanzkonferenz vom 10. Februar erfolgen. Dann wird vielleicht auch alles erklärbarer und transparenter.»

Das sei in einer solchen Situation wichtig. «Die Leute auf der Strasse müssen wissen, wie viel die UBS-Banker an Fixlöhnen und an variablen Entschädigungen bezogen haben. Und zwar schnell», sagt Leuthard.

Nur ein kleiner Teil der variablen Entschädigung seien Boni im klassischen Sinn, also eine Gewinnabschöpfung. Im variablen Lohnanteil enthalten seien beispielsweise auch die dreizehnten Monatslöhne, Dienstaltersentschädigungen oder umsatzabhängige Entschädigungen.

Aktionärsrechte ausbauen

Leuthard spricht sich in dem Interview gegen Obergrenzen für Banker - wie überhaupt für alle Wirtschaftsbereiche - aus. Allerdings sagt sie auch: «Für mich ist klar, dass die Lohnunterschiede zwischen dem Bankensektor und den übrigen Bereichen zu gross geworden sind. Die Löhne der Banker müssen sinken, das steht für mich fest.»

Allerdings sei es «nicht die Sache des Staates, festzulegen, wie hoch die Löhne des Managements sein dürfen». Dafür seien die Aktionäre zuständig, sagt Leuthard. Deshalb wolle der Bundesrat auch die Rechte der Aktionäre stärken.

Klumpenrisiko

Zur weiteren Zukunft der angeschlagenen beiden Schweizer Grossbanken, für die im Bundesrat direkt Finanzminister Hans-Rudolf Merz zuständig ist, sagte Leuthard, UBS und Credit Suisse stellten von ihrer Grösse her tatsächlich «ein Klumpenrisiko» dar.

(ht/sda)

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Sorry falsch, platziert !
Thema gehört zu Swiss, Danke !
Es war einmal - !!!
SWISSAIR hiess diese Firma damals! Frage : Wie verhielt sich damals unser Bundesrat, als der Stolz der Nation vor die Hunde ging ?? Damals war Unterstützung in der Form wie sie jetzt die UBS bekommt unbekannt! Jetzt zu jammern ist reichlich spät!
Was soll das mit der Gefährdung der Swiss ?? Die Swiss wurde doch nachdem sie erst einmal mit 2Milliarden Franken an Steuergeldern veredelt worden ist an die LH verschachert !! Herr Franzen wollte doch , Zitat: "aus Sch*** Pralinen machen " Lassen wir Herr Franzen doch mal ein bisschen arbeiten !! Boni bekommt er ja auch dafür !!
BR versagt kläglich
sorry aber das BR Leuthard da verlangt ist ein schlechter Witz.. Meiner Meinung nach ist die beste Lösung, ersatzlos streichen oder eben (falls sich die UBS hartnäckig weigert) zurückfordern und zwar innert Wochenfrist.. Nur so kann das Vertrauen (sofern das überhaupt noch möglich ist) vielleicht wiederhergestellt werden.. alles andere ist Oel ins Feuer gegossen.. und VORALLEM setzt mal die verdammte Obergrenze fest.. kein Wenn und Aber.. sonst hört die unermessliche Gier der Manager, die die Bank meines Erachtens durch Misswirtschaft mutwiliig zerstört haben..nie mehr auf.. es gibt keine Entschuldigung für ein solches Verhalten.. wie gesagt ist es unser sauer verdientes Geld das wir da reingesteckt haben und dann finde ich haben wir das Recht darüber zu bestimmen was damit geschieht.. in der momentanen Lage, wo es viele Leute hat, die unfreiwillig in den Abgrund gedrängt werden, sprich zu Sozialfällen werden.. muss auch eine Grossbank wie die UBS endlich mal einen Gang zurückschalten
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    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
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    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
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