Corona-Lockerungen wirken sich aus

Starker Anstieg der Beschäftigung und der offenen Stellen

publiziert: Freitag, 26. Nov 2021 / 17:44 Uhr
Die Beschäftigung stieg im Dienstleistungssektor um 1,4%.
Die Beschäftigung stieg im Dienstleistungssektor um 1,4%.

Bern - Im 3. Quartal 2021 ist die Gesamtbeschäftigung (Anzahl Stellen) in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,5% gestiegen (+1,0% zum Vorquartal). In Vollzeitäquivalenten stieg die Beschäftigung im selben Zeitraum um 1,1%.

In der gesamten Wirtschaft wurden 27 700 offene Stellen mehr gezählt als im entsprechenden Vorjahresquartal (+41,2%). Der Indikator der Beschäftigungsaussichten zeigt ebenfalls nach oben (+3,8%). Dies geht aus den neuen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Gemäss der Beschäftigungsstatistik wies die Schweiz im 3. Quartal 2021 insgesamt 5,213 Millionen Beschäftigte im verarbeitenden (sekundärer Sektor) und im Dienstleistungssektor (tertiärer Sektor) auf. Dies entspricht einer Zunahme von 1,5% (+75 000 Stellen) innert Jahresfrist. Sowohl im sekundären (Industrie und Baugewerbe) als auch im tertiären Sektor (Dienstleistungen) stieg die Beschäftigung um 0,2% (+2000 Stellen) respektive 1,8% (+73 000 Stellen).

Bei den saisonbereinigten Werten stieg die totale Beschäftigung im Vergleich zum Vorquartal um 1,0% an. Im sekundären und im tertiären Sektor ist eine Zunahme der saisonbereinigten Beschäftigung von 1,1% respektive 1,3% zu beobachten. In Vollzeitäquivalenten belief sich das Beschäftigungsvolumen insgesamt auf 4,061Millionen Stellen (+1,1% gegenüber dem Vorjahresquartal). Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten stieg im sekundären (+3000 Einheiten, +0,3%) und im tertiären Sektor (+43 000 Einheiten, +1,4%). 

Positive Entwicklung der Beschäftigung, jedoch immer noch Rückgang im Gastgewerbe

Im sekundären Sektor entwickelte sich die Beschäftigung im «Verarbeitenden Gewerbe» (–700, -0,1%) leicht rückläufig, im «Baugewerbe» entwickelte sie sich hingegen positiv (+2000, +0,5%). Der tertiäre Sektor entwickelte sich je nach Wirtschaftsabschnitt unterschiedlich. Einen Beschäftigungsrückgang meldete wiederum das «Gastgewerbe» (–3000, –1,1%). Das stärkste Wachstum ist bei den «Unternehmensbezogenen Dienstleistungen» zu beobachten (+29 000, +3,5%).

Positive Gesamtbeschäftigungslage in allen Regionen

Im 3. Quartal 2021 zeigte die Entwicklung der Beschäftigung in allen sieben Grossregionen nach oben: Im Jahresvergleich nahm die Beschäftigung zwischen 0,4% (Nordwestschweiz) und 3,2% (Ostschweiz) zu. Einzig im sekundären Sektor verzeichneten vier Grossregionen Rückgänge: Espace Mittelland (–0,2%), Zürich (–0,3%), die Zentralschweiz (–0,7%) und die Nordwestschweiz (–1,3%). Die Genferseeregion (+1,2%), die Ostschweiz (+1,3%) und das Tessin (+2,3%) meldeten hingegen eine Zunahme der Beschäftigten. Der tertiäre Sektor seinerseits wies in allen Grossregionen ein Beschäftigungswachstum aus.

Anzahl offener Stellen steigt weiter

In der gesamten Wirtschaft wurden 27 700 offene Stellen mehr gezählt als im entsprechenden Vorjahresquartal (+41,2%). Die Anzahl offener Stellen stieg sowohl im sekundären als auch im tertiären Sektor um 45,7% respektive 39,7%. Die Quote der offenen Stellen entsprach im Total 1,8%, im sekundären Sektor 2,1% und im tertiären Sektor einem Anteil von 1,7%.

Positive Beschäftigungsaussichten

Im 3. Quartal 2021 repräsentieren die Unternehmen, die den Personalbestand im nächsten Quartal beibehalten wollen, 71,2% der Gesamtbeschäftigung (73,3% im Vorjahresquartal). Diejenigen Unternehmen, die eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl planen, vertreten 11,8% der Beschäftigten (8,3% im Vorjahresquartal), und jene, die einen Beschäftigungsabbau beabsichtigen, 3,7% (6,8% im Vorjahresquartal). Der Anteil jener Unternehmen, welche sich zur Frage nicht geäussert haben, beläuft sich auf 13,3% der 18 000 befragten Unternehmen (11,7% im Vorjahresquartal).
Der Indikator der Beschäftigungsaussichten, der aus diesen Angaben berechnet wird, ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen (1,05, +3,8%).

Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal

Die Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung von gelernten Arbeitskräften haben im Vergleich zum Vorjahresquartal wieder stark zugenommen (34,7%, +5,8 Prozentpunkte).

(fest/pd)

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