Staatsgelder für Start-Ups? Fehlanzeige

publiziert: Freitag, 18. Jun 2004 / 12:34 Uhr

Angesichts schwacher Wachstumsraten sehen Schweizer Experten in Innovationen den Schlüssel zum Erfolg. Der Staat könnte Firmen finanziell unterstützen, wie das etwa Finnland erfolgreich vorführt. Doch diese Idee hat in der Schweiz einen schweren Stand.

Innovationsschmiede Technopark, Zürich.
Innovationsschmiede Technopark, Zürich.
Die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) stellte kürzlich sieben Empfehlungen zur Verbesserung der Innovationspolitik vor. Die Akademie stützte sich dabei auf eine Analyse zum wirtschaftlichen Erfolg Finnlands, wo die Wirtschaft zwischen 1995 und 2001 pro Jahr im Durchschnitt 4,3 Prozent gewachsen ist.

Für den Direktor der Zürcher Stiftung Technopark, Thomas von Waldkirch, ist es unerlässlich auch bei uns einen nationalen Fonds ins Leben zu rufen, um die Start-ups in ihren Forschungs- und Entwicklungsphasen finanziell zu unterstützen: "In dieser Hinsicht besteht in der Schweiz ein grosses Vakuum."

Staat als Investor

Private Investoren zögern, die jungen Unternehmen in dieser Phase zu unterstützen, weil das Ausfallrisiko noch sehr hoch ist. "Der staatliche Fonds in Finnland verfügt über jährlich ungefähr 48 Mio. Franken", erklärt von Waldkirch. Laut ihm würde dieser Betrag auch für die Bedürfnisse von Schweizer Start-ups ausreichen.

In der Schweiz hat einzig die Förderagentur für Innovation (KTI) des Bundes, die 2004 über ein Budget von 100 Mio. Franken verfügt, das Recht Subventionen auszuzahlen.

Das Geld ist aber einerseits nur für Start-ups bestimmt, die im Rahmen öffentlicher Institute forschen. Andererseits sieht es so aus, als würden bei der KTI in Zukunft Budgetkürzungen anstehen. Zum Vergleich: In Finnland wurden 2002 etwa 360 Mio. Fr. Darlehen und Subventionen an Firmen verteilt, die neue Produkte entwickeln.

Sache von Spezialisten

Aber laut von Waldkirch wäre es ohnehin an den Privaten, den Fonds zu speisen. Hier vertritt er die gleiche Linie wie der Westschweizer Investor Alain Nicod, der "befürchtet", der Staat werde sich in privaten Firmen engagieren. Beamte hätten nämlich nicht die Kompetenz, die Projekte auszuwählen und zu begleiten.

Für den Direktor des Technoparks der ETH Lausanne, Jacques Laurent, müsste der Staat zwar das Geld zur Verfügung stellen, aber nicht selber die Rolle des Investors übernehmen. Das sei Sache von Spezialisten.

Auf jeden Fall sei es an der Zeit, "dass in der Schweiz die direkte Finanzhilfe ermöglicht wird, so wie sie in unterschiedlicher Form fast alle westlichen Länder, inklusive USA, kennen". Bis dahin befinde sich die Schweiz gegenüber dem Ausland in einer benachteiligten Position, sagte Laurent. Wichtig sei aber auch, dass der Staat nicht à fonds perdu investiere. Wie die SATW unterstützt er die Forderung, den KTI-Fonds auch für Private zu öffnen.

Zuwenig gute Projekte

Verschiedene Modelle zur Verteilung der Mittel werden inzwischen geprüft. Urs Althaus, verantwortlich für die Start-ups bei der KTI, ist zuversichtlich, dass das eine oder andere bald realisiert wird. Wichtig sei, nach welchen Kriterien die Unternehmen ausgesucht würden.

Nichts von der Ideee hält der Wirtschaftsdachverband economiesuisse: "Der Staat muss sich nicht an die Stelle privater Investoren setzen", sagt Rudolf Walser, Chefökonom bei economiesuisse. "Es gibt genügend Risikokapital in der Schweiz. Was fehlt, sind gute Projekte." Die Start-ups ihrerseits bedauern den "fehlenden Pragmatismus" in der Schweiz. Jacques Laurent kritisiert, dass die Schweizer Privatwirtschaft eben nur solange unterstützt werde, wie das Unternehmen Swissair heisse.

(Jean-Marc Heuberger/sda)

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