Novartis-Interimispräsident bei ThyssenKrupp im Gespräch

Spekulationen um Nachfolge bei ThyssenKrupp

publiziert: Sonntag, 10. Mrz 2013 / 15:27 Uhr
Ulrich Lehner ist derzeit Interimspräsident von Novartis.
Ulrich Lehner ist derzeit Interimspräsident von Novartis.

Düsseldorf - Nach der überraschenden Rücktrittsankündigung von ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme sitzt ein möglicher Nachfolger bereits in den Startlöchern. In Branchenkreisen und Medien fiel auch der Name Ulrich Lehner. Er ist nach dem Abgang von Daniel Vasella derzeit Interimspräsident von Novartis.

3 Meldungen im Zusammenhang
Lehner sei der wahrscheinliche Nachfolger von Cromme, berichtete die Wirtschaftszeitung «Euro am Sonntag».

Der 66-jährige Ingenieur und promovierte Ökonom, ist seit 2008 Mitglied des Aufsichtsrates bei TyssenKrupp. Er hat aber noch zahlreiche andere Mandate in Aufsichts- und Verwaltungsräten.

Neben Novartis und der Deutschen Telekom kontrolliert er die Geschäfte von Henkel und Eon. Bei Novartis übergibt er das Präsidium voraussichtlich im August an Jörg Reinhardt, dem eigentlichen Nachfolger von Daniel Vasella.

Lehner hat nach dem Abgang des langjährigen Novartis-Präsidenten nach der letzten Generalversammlung die Leitung des Gremiums interimistisch übernommen. Zuvor war er Vizepräsident.

Ausserdem ist er Präsident der IHK Düsseldorf. Ein Sprecher von ThyssenKrupp wollte zu dieser Personalie auf dpa-Anfrage keine Stellung nehmen.

Cromme hatte am Freitag überraschend angekündigt, sich zum 31. März vollständig aus dem Unternehmen zurückzuziehen. Hintergrund sind das Milliarden-Debakel der Stahlwerke in Amerika, Kartellverstösse und Korruptionsfälle.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen einen Verlust von 5 Mrd. Euro verbucht. Für die Fehlentwicklungen wurde Cromme, der auch Aufsichtsratschef von Siemens ist, mitverantwortlich gemacht. Auch die Krupp-Stiftung, mit rund 25 Prozent das eigentliche Machtzentrum des Konzern, wird der Manager verlassen.

(asu/sda)

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Die wichtigsten Punkte
meiner Meinung nach sind, der Konzern muss diese Stahlwerke und die Stahlverarbeitung in USA verkaufen und damit die Verluste "eindämmen", sie werden immer noch fürchterlich sein. Dann muss man endlich aufhören dauern die Divisionen umzustellen. Ich bin ja wirklich nur ein ganz kleines Rädchen im gigantischen Ganzen, aber da sah ich nie einen Sinn dahinter. Ständig gehörten wir zu einem neuen Konzernteil. Dann muss dieser ganze Korruptions und Kartellmist aufgearbeitet werden, wenn man das geschafft hat, kann es wieder aufwärts gehen.

Ich hoffe es wenigstens. Es hängen sehr sehr viele Existenzen an diesem Konzern. Was man aber auch sieht ist, dass die Aktionärsdemokratie nicht immer funktioniert......
es geht immer weiter
Untergehen wird ein Konzern dieser Grösse kaum, aber vielleicht wird er ’verscherbelt’, wie so viele andere Unternehmen auch schon. Denken Sie nur daran, dass ThyssenKrupp u.a. aus Thyssen, Krupp und Hoesch entstanden ist; also aus drei Unternehmen wurde eins. So geschah es auch mit Arbed und einigen französischen Stahlwerken, oder mit Hoogovens und British Steel zu Corus und jetzt Tata usw. ThyssenKrupp ist ja nicht nur Stahl, aber Stahl ist ein wichtiges Standbein. Und diese Branche hat z. Zt. ziemlich mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Da kommen interne Probleme alles andere als zur rechten Zeit. Ob Lehner da die richtige Person ist, wage ich stark zu bezweifeln.
Ich weiss, leider
Ich hoffe aber, aus sehr persönlichem Interesse, dass der Konzern die Kurve noch kriegt. Weil auch mein Arbeitgeber auf diesen Konzern angewiesen ist und wir diese Probleme im Moment auch zu spüren bekommen haben und werden. Das Chomme zurückgetreten wurde, war höchste Zeit.
Macht und Gier stehen im Vordergrund
Cromme war ein absoluter Machtmensch. Unter seiner Führung wurden gravierende strategische Entscheide gefällt (z. B. Südamerika), zu welchen er dann nicht stehen konnte und Bauernopfer an seiner Stelle über die Klinge springen liess.

Lehner sitzt im VR und im Vergütungsausschuss von Novartis, einem absoluten Kopfnickergremium, welches nun mit grosser Wahrscheinlichkeit von der Staatsanwaltschaft unter die Lupe genommen wird.
Persönliches Interesse
Wie kommen Sie darauf? Die Köpfe rollen, der Konzern erneuert sich. Warum persönliches Interesse, auf meinen Leibchen steht unter andern ThyssenKrupp.
der Untergang von ThyssenKrupp scheint besiegelt zu sein
Da kann ich nur sagen, vom Regen (Cromme) in die Traufe (Lehner). Es wird nicht mehr lange dauern, bis ThyssenKrupp als eigenständiges Unternehmen von der Bildfläche verschwindet.
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