SNB-Vize warnt vor «Business as usual»

publiziert: Samstag, 26. Sep 2009 / 08:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Sep 2009 / 10:58 Uhr

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat davor gewarnt, angesichts der Stabilisierung der Wirtschaft und der Banken auf Reformen im Welt-Finanzsystem zu verzichten und in der Bankenaufsicht alles beim Alten zu lassen.

Gemäss Philipp Hildebrand versuchen verschiedene Finanzinstitute alte Strukturen zu bewahren. (Archivbild)
Gemäss Philipp Hildebrand versuchen verschiedene Finanzinstitute alte Strukturen zu bewahren. (Archivbild)
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Die Banken müssten mehr Kapital und mehr Liquidität halten, um künftige Krisen auch ohne staatliche Hilfe meistern zu können, erklärte SNB-Vizepräsident Philipp Hildebrand am Freitag auf einer Bankenkonferenz der Federal Reserve Bank of Chicago.

Gewisse Teile der Finanzindustrie seien offenbar geneigt, einfach zum «Business as usual» der Vor-Krisenzeit zurückzukehren. Politik und Aufsichtsbehörden dürften das nicht zulassen, erklärte Hildebrand laut vorab verfügbarem Redetext.

Es dürfe nicht passieren, dass «wir vergessen, wie schlimm die Krise war und dann Opfer der Lobbyarbeit einer mächtigen und sich erholenden Industrie werden», sagte Hildebrand in der in English gehaltenen Rede.

Ausreichende Kapitalausstattung

Die Aufsichtsbehörden dürften vor allem den grossen systemrelevanten Banken nicht mehr die jene besorgniserregend tiefe Kapitalausstattung zugestehen, die vor der Krise möglich gewesen sei.

Hildebrand forderte Vorkehrungen, um auch grosse systemrelevante Institute geordnet auflösen zu können. Es dürfe nicht sein und widerspreche auch den Grundsätzen der Marktwirtschaft, dass es eine Bank zu gross und zu sehr international vernetzt sei, um in Konkurs zu gehen.

Eine Lösung setze den politischen Willen voraus, die damit verbundenen technischen Probleme anzugehen und international zu regeln. In diesen Bereich sei in den letzten Jahrzehnten viel Arbeit investiert worden, ohne dass es nennenswerte konkrete Ergebnisse gegeben habe, räumte der Schweizer Zentralbanker ein. Aber wo ein Wille sei, sei auch ein Weg, betonte er.

(bert/sda)

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