Boom geht weiter

Rüstungsgeschäfte blühen weltweit

publiziert: Montag, 19. Mrz 2012 / 07:38 Uhr
USA und Russland sind die grössten Rüstungsexporteure.
USA und Russland sind die grössten Rüstungsexporteure.

Stockholm - Der weltweite Handel mit Waffen boomt weiter. In den vergangenen fünf Jahren erhöhte sich das Volumen der Rüstungsgeschäfte rund um den Globus im Vergleich zum Zeitraum 2002-2006 um 24 Prozent, wie das Stockholmer Friedensforschungs-Institut Sipri am Montag mitteilte.

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Auf die beiden grössten Rüstungsexporteure USA (30 Prozent) und Russland (24) entfällt demnach mehr als die Hälfte der weltweiten Lieferungen.

Auf Platz drei folge Deutschland mit neun Prozent. Die Bundesrepublik exportierte laut Sipri unter anderem U-Boote und Fregatten. Die wichtigsten Absatzmärkte seien Griechenland, Südkorea und Südafrika gewesen. An vierter Stelle stehe Frankreich (8 Prozent), an fünfter Grossbritannien (4).

Auffällig sei der Aufstieg Chinas als Waffenexporteur, sagte Sipri-Experte Mark Bromley der Nachrichtenagentur dpa. Vor allem Pakistan habe chinesische Rüstungsgüter wie Schiffe und Kampfflugzeuge gekauft.

Grösste Waffenimporteure in Asien

Das Nachbarland Indien war laut Sipri im Zeitraum 2007-2011 mit einem Anteil von zehn Prozent der grösste Waffenimporteur der Welt. Hintergrund seien die Feindschaft zu Pakistan sowie interne Konflikte und der Kampf gegen den Terrorismus. Die anderen vier wichtigsten Rüstungsimporteure kommen ebenfalls aus Asien: Südkorea, Pakistan, China und Singapur.

Mit einem Anstieg um 580 Prozent steigerte vor allem Syrien die Waffenimporte seit dem Jahr 2002 deutlich, auch in Venezuela war seither ein Anstieg von 555 Prozent zu beobachten. Sipri zufolge hatte der Arabische Frühling aber nur eine geringe Auswirkung auf den internationalen Waffenhandel.

Das renommierte schwedische Institut wertet Rüstungsgeschäfte im Fünfjahreszeitraum aus, um starke Schwankungen durch einzelne Grossaufträge auszugleichen. Absolute Zahlen legte Sipri nicht vor.

Ende Februar hatte das Institut Daten über die Geschäfte der 100 führenden Waffenkonzerne veröffentlicht. Demnach wurden 2010 Rüstungsgüter im Wert von rund 411 Milliarden Dollar gehandelt.

(bg/sda)

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Der weltweite Handel mit Waffen hat stark zugenommen, wie das Stockholm International Peace Research Institute SIPRI in seinem neuesten Bericht festgestellt hat. Auch die neutrale, humanitäre Schweiz steigerte ihre Kriegsmaterialexporte zum Vorjahr, um 36 Prozent, von 640,5 auf 872,7 Millionen Franken. Wie heissen alle die Firmen in Zürich, in der Schweiz die Rüstungsgüter und Kleinbestandteile für Kriegsgeräte herstellen und exportieren? Wohin exportieren „unsere“ Fabriken der bundeseigenen Rüstungsbetriebe RUAG in der Schweiz und im Ausland ihre Munition, Granaten usw.? Welche Banken finanzieren Rüstungsfirmen und den Waffenexport? Was fabrizieren die Waffenfabriken genau? In welchen Kriegen wurden diese helvetischen Sturmgewehre, Pistolen, Panzerwagen, Flugzeuge, Bomben, Minen, Granaten und Munition eingesetzt? Wie viele Kinder, Frauen und Männer wurden im letzten Jahr durch helvetische Waffen und Munition getötet? Diese Fragen zu stellen ist Tabu. Wir in Zürich beschäftigen uns lieber mit den Sexboxen.

Klar ist: Die Schweizer Rüstungsexporte der letzten Jahre gingen zu einem grossen Teil an Nato Staaten die in Afghanistan, Pakistan, dem Irak, dem Jemen, in Libyen und in Somalia Krieg führten und führen. Auch in das Pulverfass des Nahen Ostens wurden Kriegsgeräte verkauft, an islamische Staaten die Menschenrechte mit den Füssen treten und aktiv dabei waren in Bahrein die Demokratiebewegung mit Waffengewalt niederzuschlagen. Saudi-Arabien beteiligte sich mit Mowag Panzerwagen aus Kreuzlingen und anderen Schweizer Waffen an der Unterdrückung der Proteste in Bahrein. Auch Länder in denen Menschen gefoltert werden waren Kunden der helvetischen Rüstungsindustrie. Indien und Pakistan, Staaten in denen Millionen Menschen im Elend leben und sogar hungern, waren erneut Empfänger von Kriegsmaterial aus der humanitären Eidgenossenschaft.
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