Prognose: Abkühlung der Konjunktur erwartet

publiziert: Dienstag, 13. Dez 2022 / 18:23 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 14. Dez 2022 / 16:46 Uhr
Der weitere Konjunkturverlauf hängt entscheidend vom Gang der Weltwirtschaft sowie von der Energieversorgung ab.
Der weitere Konjunkturverlauf hängt entscheidend vom Gang der Weltwirtschaft sowie von der Energieversorgung ab.

Die Expertengruppe Konjunkturprognosen bestätigt ihre bisherige Einschätzung. Für das Jahr 2023 prognostiziert sie ein deutlich unterdurchschnittliches Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 1,0 %, gefolgt von 1,6 % im Jahr 2024 (Sportevent-bereinigtes BIP). Diese Prognose geht unter anderem davon aus, dass eine Energiemangellage sowohl im laufenden als auch im kommenden Winter ausbleibt.

Im 3. Quartal lag das BIP-Wachstum der Schweiz im Rahmen der Erwartungen, gestützt insbesondere durch die Binnennachfrage. Der private Konsum stieg robust, getragen u. a. von Aufholeffekten der Corona-Krise in den Bereichen Tourismus und Freizeit. Zuletzt haben sich die Konjunkturindikatoren etwas abgeschwächt. Für das laufende 4. Quartal ist von einer unterdurchschnittlichen Entwicklung der Schweizer Wirtschaft auszugehen.

Der weitere Konjunkturverlauf hängt entscheidend vom Gang der Weltwirtschaft sowie von der Energieversorgung ab. Für ihre Prognose geht die Expertengruppe davon aus, dass eine Energiemangellage mit breitflächigen Produktionsausfällen sowohl im laufenden als auch im kommenden Winter ausbleibt. Die Energielage in Europa dürfte aber angespannt bleiben und die Preise für Gas und Strom hoch. Zusätzlich dürften die international hohe Inflation und die Straffung der Geldpolitik die Nachfrage bremsen. In der Summe geht die Expertengruppe für die kommenden zwei Jahre von einer verhaltenen Entwicklung der Weltnachfrage aus. Dies bremst auch die exponierten Bereiche des Schweizer Aussenhandels.

Inflation durch hohe Energiepreise

Die hohen Energiepreise tragen dazu bei, dass auch in der Schweiz mit verhältnismässig hohen Inflationsraten zu rechnen ist. Nach 2,9 % im Jahr 2022 dürfte die Inflationsrate 2023 bei 2,2 % zu liegen kommen (Prognosen von September: 3,0 % respektive 2,3 %). Von entsprechenden dämpfenden Effekten auf die Konsumausgaben ist auszugehen; gleichzeitig dürften steigende Zinsen international die Investitionstätigkeit dämpfen.

Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Expertengruppe für das Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum in der Schweiz von 1,0 % (Prognose von September: 1,1 %), nach 2,0 % im Jahr 2022 (unveränderte Prognose). Damit würde sich die Schweizer Wirtschaft schwach entwickeln, ohne aber in eine schwere Rezession zu geraten. Die konjunkturelle Abkühlung dürfte sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar machen und die Arbeitslosigkeit allmählich steigen lassen. Nach 2,2 % im Jahresdurchschnitt 2022 würde die Arbeitslosenquote 2023 bei 2,3 % zu liegen kommen.

Nach einem angespannten Winter 2023/24 sollte sich die Energielage in Europa im weiteren Verlauf allmählich normalisieren. Gleichzeitig sollten die Inflationsraten global zurückgehen und die Weltwirtschaft graduell an Schwung gewinnen. Dann würde auch in der Schweiz eine Erholung einsetzen. Die Expertengruppe prognostiziert für das Gesamtjahr 2024 ein leicht unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von 1,6 % bei einer Inflationsrate von 1,5 %. Die Arbeitslosenquote dürfte noch weiter ansteigen und im Jahresdurchschnitt bei 2,4 % liegen.

Konjunkturrisiken

Eine Energiemangellage in diesem Winter ist zuletzt weniger wahrscheinlich geworden. Dagegen sind entsprechende Risiken für den kommenden Winter 2023/2024 in den Vordergrund gerückt. Die Lage könnte sich insbesondere dann zuspitzen, wenn die europäischen Gasspeicher bereits in den kommenden Monaten stark beansprucht würden. Sollte es in Europa zu einer ausgeprägten Energiemangellage mit Produktionsausfällen auf breiter Basis und einem deutlichen Abschwung kommen, wäre auch in der Schweiz mit einer Rezession bei gleichzeitig hohem Preisdruck zu rechnen (Negativszenario*).

Daneben besteht das Risiko, dass sich die Geldpolitik stärker auf die Realwirtschaft auswirkt als angenommen. Die Inflation könnte sich international als persistenter erweisen als bislang unterstellt, womit ein restriktiverer Kurs der Geldpolitik nötig werden könnte. Angesichts steigender Zinsen haben sich auch die Risiken im Zusammenhang mit der global stark angewachsenen Verschuldung erhöht. Die Risiken von Korrekturen an den Finanzmärkten bleiben weiter gross. Im Immobiliensektor bestehen im Inland wie international ebenfalls weiter Risiken.

Rückschläge bei der Pandemie, z. B. aufgrund neuer Virusvarianten, sind nicht auszuschliessen. Stark einschränkende Corona-Massnahmen könnten insbesondere die chinesische Wirtschaft weiter schwächen ? mit Auswirkungen auf die globale Konjunktur.

Möglich ist aber auch eine günstigere Entwicklung als in der Konjunkturprognose unterstellt. Dies etwa, falls sich die Energielage in den kommenden Quartalen glimpflicher als erwartet entwickelt bzw. schneller entspannt. In einem solchen Positivszenario* wäre mit tieferen Inflationsraten und einer robusteren Nachfrage im In- und Ausland zu rechnen.

Medienmitteilung und Tabellen (PDF, 190 kB)
Konjunkturprognose und Szenarien (PDF, 762 kB)

(fest/pd)

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