Post muss «einige tausend Stellen» abbauen

publiziert: Sonntag, 6. Dez 2009 / 15:01 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 6. Dez 2009 / 15:35 Uhr

Bern - Sinkt das Volumen der Briefpost weiter im jetzigen Masse, sind gemäss Post-Verwaltungsratspräsident Claude Béglé langfristig Tausende von Arbeitsplätzen betroffen. Béglé pfeift Post-Chef Michel Kunz wegen dessen Idee von der Einführung einer Briefkastengebühr deshalb nur halbherzig zurück.

Laut Claude Béglé wird der Briefverkehr bis zum Jahr 2015 um 30 Prozent schrumpfen. (Archivbild)
Laut Claude Béglé wird der Briefverkehr bis zum Jahr 2015 um 30 Prozent schrumpfen. (Archivbild)
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Eine Briefkastengebühr sei im Verwaltungsrat zwar nie ein Thema gewesen und sei auch nicht Teil der Post-Strategie. Der Verwaltungsrat werde aber selbstverständlich auch diese Idee prüfen, sagte Béglé in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Kunz hatte in einem Interview mit der «Basler Zeitung» eine Briefkastengebühr zur Diskussion gestellt.

Dieses Jahr habe sich das Tempo des Rückgangs verdreifacht. Bislang habe die Post jährlich ein Minus von 1,5 Prozent hinnehmen müssen, dieses Jahr seien es minus 4,9 Prozent. In der Krise gebe es weniger Werbung, weniger Massen-Mails, mehr B- statt A-Post, und die Leute würden mehr auf E-Mails setzen.

Er gehe davon aus, dass der Briefverkehr bis zum Jahr 2015 um 30 Prozent schrumpfen werde, sagte Béglé. Das würde für die Post zu einem Riesenproblem werden. Wenn die Volumen weiter sänken, gäbe dies langfristig Überkapazitäten.

Auswirkungen werden untersucht

Die Post habe eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die Auswirkungen mit Blick auf einen damit verbundenen Stellenabbau untersuchen soll. Langfristig gesehen könnten laut Béglé «einige Tausend Stellen» betroffen sein.

Zudem bestätigte Béglé eine «Blick»-Meldung, wonach das Poststellennetz weiter ausgedünnt werde und dass von 100 dieses Jahr überprüften Poststellen nur gerade 30 weiterbestehen werden. Trotzdem werde die Post in Zukunft auch die Randregionen gut versorgen. Die Frage der Poststellen sein politisch ein heisses Eisen. Wirtschaftlich seien aber andere Fragen wichtiger.

(bert/sda)

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Wie geht das nur weiter mit der Post? Jetzt wollen dann ja noch private kommen und etwas vom Kuchen.

Ach die Post soll ja auch privatisiert werden. Ich glaube nicht an den service public. Sonder an den Dienst am Geld!
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