Förderung inländischer Arbeitskräfte

Parlament macht Druck

publiziert: Dienstag, 3. Mrz 2015 / 14:10 Uhr
Inländische Arbeitskräfte sollen gefördert werden.
Inländische Arbeitskräfte sollen gefördert werden.

Bern - Der Bundesrat soll die inländischen Arbeitskräfte mit Gesetzesänderungen fördern. Dies verlangt nach dem Nationalrat auch der Ständerat. Er hat am Dienstag zwei entsprechende Vorstösse ohne Gegenstimme angenommen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Eingereicht worden waren die gleichlautenden Motionen von der CVP- sowie der BDP-Fraktion. Beide begründen die Vorstösse mit der Annahme der Zuwanderungsinitiative im Februar 2014. Seither ist in der Verfassung ein Inländer-Vorrang verankert.

Die Wirtschaft habe bisher keine Beweise erbracht, dass sie auf freiwilliger Basis bereit sei, nachhaltig inländische Arbeitskräfte zu fördern. Es brauche deshalb eine fundamentale Umgestaltung des Arbeitsmarktes: Die Bildungspolitik müsse auf die Nachfrage nach Arbeitskräften ausgerichtet werden, und das Potenzial von weiblichen und älteren Arbeitskräften müsse deutlich besser ausgeschöpft werden.

Der Bundesrat setzt auf seine bereits 2011 lancierte Fachkräfteinitiative, mit der ebenfalls besonders die Frauen und ältere Arbeitnehmer gefördert werden sollen. Nach dem Ja zur Zuwanderungsinitiative beschloss der Bundesrat, diese Anstrengungen noch zu intensivieren. Aus der Sicht von CVP und BDP packt die Initiative des Bundesrats die Herausforderung aber «zu wenig konsequent an».

Mehr Dynamik gefordert

«Mir fehlt der Fokus und die Verbindlichkeit», sagte CVP-Ständerat Stefan Engler (GR). «Unter Fachkräfteinitiative verstehe ich etwas Dynamischeres», sagte Anita Fetz (SP/BS) an die Adresse von Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Christian Levrat (SP/FR) sieht insbesondere bei der Einbindung älterer Personen in den Arbeitsmarkt zusätzlichen Handlungsbedarf. Für diese werde es immer schwieriger, sich zu behaupten.

Hannes Germann (SVP/SH) stellte den Numerus clausus, also die Zulassungsbeschränkung für die medizinischen Studiengänge, in Frage: «Damit berauben wir die Jugend ihrer Berufschancen.» Es könne nicht sein, dass die Hälfte der Ärzte im Ausland rekrutiert werden müsse, sagte Germann.

Studienplätze für Mediziner

Wirtschaftsminister Schneider-Ammann erwiderte, die Universitäten hätten zuletzt zusätzliche Studienplätze für Mediziner geschaffen. Ausserdem wies der FDP-Bundesrat darauf hin, dass die Kantone, die sich in einer schwierigen finanziellen Situation befänden, 80 Prozent der Kosten für die Ausbildung tragen müssten.

Der Bundesrat würde zwar gerne an seiner «bewährten» Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik festhalten, zeigte sich aber trotzdem bereit, die Motion anzunehmen. «Wir hören Sie und tun unser Möglichstes», sagte Schneider-Ammann. Der Bundesrat lege «ein Mosaik mit vielen kleinen Steinen», um die inländischen Arbeitskräfte zu fördern.

(bg/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Wer ab Herbst 2015 Human-, Zahn- oder Veterinärmedizin studieren will, ... mehr lesen
Wer Medizin studieren will, muss die Hürde des Numerus Clausus auf sich nehmen.
Christophe Darbellay greift Deutschschweizer FDP-Politiker bwsonders heftig an. (Archivbild)
Bern - Trotz «Schulterschluss» unter den bürgerlichen Parteien geht CVP-Präsident Christophe Darbellay hart ins Gericht mit FDP und SVP. Er kritisiert, dass die bürgerliche ... mehr lesen
Bern - Arbeitgeberpräsident Valentin ... mehr lesen 1
Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt
Pharma-Konzern Novartis habe bereits 2007 ein Programm gestartet.
Bern - Der Schweizerische Arbeitgeberverband und Economiesuisse wollen das Potenzial der inländischen Arbeitskräfte stärker nutzen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. ... mehr lesen
Es fehlt ausgebildetes Pflegefachpersonal in der Langzeitpflege.
Es fehlt ausgebildetes Pflegefachpersonal in der ...
In der Langzeitpflege wird der Personalbedarf besonders stark ansteigen. Doch viele Fachkräfte wandern in den ersten Berufsjahren in den Akutbereich ab, der vielfältigere Entwicklungsmöglichkeiten bietet. mehr lesen 
Die Schweiz zählte 2020 rund 617'000 Unternehmen und knapp 5,3 Millionen Beschäftigte. Nachdem diese Zahlen seit Beginn der statistischen Reihe im Jahr 2011 stetig gestiegen waren, verzeichnen sie nun erstmals einen Rückgang. mehr lesen  
Registrierte Arbeitslosigkeit im Juni 2022  Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Juni 2022 92'511 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 5'493 ... mehr lesen
Die Arbeitslosenquote sank im letzten Monat von 2,1% auf 2,0%.
Mit zunehmendem Bildungsniveau steigt der Anteil der Personen, die an Weiterbildungsaktivitäten teilnehmen.
Weiterbildung in der Schweiz im Jahr 2021  Im Jahr 2021 haben sich 45% der Bevölkerung weitergebildet. Dieser Anteil ist relativ hoch, im Vergleich zur letzten Erhebung vom Jahr 2016 entspricht es jedoch einem Rückgang ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Bewerbungsgespräch
Startup News So bewirbt man sich richtig Gute Bewerbungen öffnen Türen zu guten Positionen. Was ist bei der Bewerbung wichtig und welche Trends sind 2022 zu berücksichtigen?
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Jetzt steht die Kundenarbeit wieder ganz im Fokus.
Publinews Der heutige Tag markiert einen weiteren Meilenstein für die unabhängige Vermögensverwaltung Estoppey Value Investments aus ... mehr lesen
Cola enthält ungefähr halb soviel Koffein wie Filterkaffee.
Publinews Coca Cola ist eines der weltweit beliebtesten Getränke und wird aufgrund seines Koffeingehaltes häufig als Erfrischung oder zur Stärkung getrunken. ... mehr lesen
Bei den meisten Speditionen wird ein Festpreis für die vertraglich vereinbarten Leistungen angeboten.
Publinews Die neue Wohnung ist endlich gefunden und der Vertrag für die alte Unterkunft bereits gekündigt. Jetzt geht es in die Planungsphase für den ... mehr lesen
Elektrofahrzeug
Publinews HYRA: Das flexible Auto-Abo von Volvo  Für viele Unternehmen ist ein Geschäftswagen notwendig, doch besonders in der Anfangszeit ist ein Kauf oder ein Leasing oft nicht möglich. Volvo hat ... mehr lesen
Die G20-Staatschefs auf dem «Familienfoto» in Indonesien 2022.
Publinews Beim G20-Gipfel treffen sich die Staatsoberhäupter von insgesamt 19 Nationen sowie der EU, um gemeinsam über wichtige Themen wie ... mehr lesen
Maschinen können den Menschen (noch) nicht vollständig ersetzen.
Publinews Die Entwicklung ist weltweit zu beobachten: Roboter werden mehr und mehr in Industrien eingesetzt. Damit unterstützen sie die Produktion, ... mehr lesen
Unternehmensgründung geht sogar im Taxi: Man muss nur die Zügel in die Hand nehmen.
Publinews Heutzutage gibt es mindestens ein Smartphone in nahezu jedem Haushalt. Mit dem Gerät werden jedoch nicht nur Nachrichten verschickt, Filme oder Serien ... mehr lesen
Das Ausleihen von Filmen und Videospielen war vor knapp 20 Jahren noch sehr populär.
Publinews Die Welt steht in einem stetigen Wandel, welcher insbesondere durch das technologische Zeitalter beeinflusst wird. Viele Branchen und somit auch Berufe werden in der ... mehr lesen
Umzugsstress ist kein Trennungsgrund.
Publinews Für viele Schweizer Bürger sind die Monate März, Juni und September ganz besonders stressig - denn dann wird «gezügelt». Das bedeutet, dass zu ... mehr lesen
Social Media Illustration
Publinews Immer mit der Zeit gehen - Nachhaltige Werbeartikel für Unternehmen  Fair produzierte und umweltbewusste Produkte nehmen in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert ein. Der ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
03.10.2022
01.10.2022
01.10.2022
01.10.2022
01.10.2022
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 5°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 6°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 6°C 16°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 4°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 7°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 13°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten