Novartis mit zweistelligem Umsatzplus
publiziert: Montag, 20. Okt 2003 / 10:32 Uhr

Basel - Der Basler Pharmariese Novartis hat in den ersten neun Monaten 2003 kräftig zugelegt. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 18,1 Mrd. Dollar. Wegen den Milliardenverlusten von Roche im 2002 legte der Reingewinn aber nur um 3 Prozent auf 3,7 Mrd. Dollar zu.

Novartis St. Johann in Basel.
Novartis St. Johann in Basel.
In lokalen Währungen betrug das Umsatzwachstum 11 Prozent, wie Novartis bekannt gab. Das operative Ergebnis von Novartis wuchs um 15 Prozent auf 4,3 Mrd. Dollar. Novartis berichtet 2003 erstmals in Dollar, um den negativen Einfluss des starken Frankens zu vermindern.

Das Nettofinanzergebnis reduzierte sich in den ersten neun Monaten um 25 Prozent auf 395 Mio. Dollar. Die Beteiligung an der Konkurrentin Roche, die 2002 einen Verlust von 4 Mrd. Fr. ausgewiesen hatte, belastete das jetzige Ergebnis von Novartis mit 332 Mio. Dollar. Novartis hält an mit 32,7 Prozent fest.

Bei Pharma, dem Kerngeschäft von Novartis, erhöhten sich die Verkäufe um 18 Prozent in Dollar, beziehungsweise 11 Prozent in Lokalwährungen, auf 11,64 Mrd. Dollar.

Pharma eroberte am wichtigen US-Markt (Umsatz +15%), in Japan (+21%), dem zweitgrössten Einzelmarkt, sowie in Europa (+25%) neue Marktanteile. Den neuesten verfügbaren Daten zufolge (IMS, August) stieg der Anteil des Unternehmens am weltweiten Gesundheitsmarkt von 4,3 auf auf 4,4 Prozent.

Die Bereiche Herz-Kreislauf und Onkologie waren laut Novartis nach wie vor die wichtigsten Wachstumsträger. Verkaufsschlager sei immernoch das Bluthochdruckmittel Diovan, dessen Umsatz um fast 50 Prozent anstieg. Gleichzeitig legte aber auch das Leukämiemittel Glivec um satte 91 Prozent zu.

Das rasanteste Wachstum bei Consumer Health verzeichnete Novartis mit dem Generikageschäft, das unter dem Markennamen Sandoz läuft. Die Verkäufe mit Nachahmermedikamenten konnten den auch einen deutlichen Zuwachs von 67 Prozent verbuchen.

(fest/sda)

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