Pharmaindustrie

Novartis kauft für 5 Mrd. Dollar Aktien zurück

publiziert: Freitag, 22. Nov 2013 / 08:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Nov 2013 / 17:52 Uhr
Novartis startete ein Aktienrückkaufprogramm. (Archivbild)
Novartis startete ein Aktienrückkaufprogramm. (Archivbild)

Der Pharmakonzern Novartis wird in den nächsten zwei Jahren über ein Aktienrückkaufprogramm 5 Mrd. Dollar an die Aktionäre zurückgeben. Kapital an die Anteilseigner ausschütten will das Basler Unternehmen aber auch über «starke und wachsende» Dividenden.

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Anlässlich eines Investorentags äusserte sich die Novartis-Führung am Freitag aber auch zu den weiteren Wachstumsaussichten des Konzerns. Die Medikamentensparte werde aufgrund der Forschungserfolge der Novartis-Labors in eine neue Wachstumsphase eintreten, hiess es in einem Communiqué.

Das bereits erfolgreiche Geschäft mit Krebsmedikamenten werde mit Wirkstoffen für Haut-, Herz-und Atemwegskrankheiten sowie mit Zelltherapien ergänzt. Und selbst bei den Krebsmedikamenten glaubt Novartis trotz des Patent-Endes für den Kassenschlager Glivec an ein kontinuierliches Wachstum.

Für die Augenheilmittelsparte Alcon stellt Novartis schliesslich ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum in Aussicht. Die Rentabilität des Konzern soll ausserdem mit Produktivitätssteigerung gesichert werden. Solche, so Novartis, sollen zu Kosteneinsparungen von bis zu 4 Prozent des Umsatzes führen.

Wendepunkt für Unternehmen

Alles in allem beabsichtigt Novartis gemäss Mitteilung, den Aktienwert durch die Konzentration auf Innovationen in denjenigen Bereichen des Gesundheitsmarktes zu steigern, welche wachstumsträchtig sind und in denen Novartis bereits eine starke Position hat oder sich eine solche verspricht.

"Novartis hat einen Wendepunkt erreicht, nachdem Alcon vollständig integriert und die Verschuldung gesenkt worden ist", wurde Konzernchef Joseph Jimenez zitiert. Sprich: Es steht Kapital zur Rückgabe an die Aktionäre zur Verfügung. Aber auch die Akquisition von gut zu den bestehenden Geschäften passenden Unternehmen wird nicht ausgeschlossen.

Aktien kaufen oder abstossen

Dem Aktienkurs haben die Ankündigungen vom Freitag leicht geschadet. Bei Börsenschluss war die Novartis-Aktie 0,21 Prozent weniger wert als am Vorabend, während der Leitindex SMI (Swiss Market Index) um 0,22 Prozent tauchte. Zeitweise hatte der Novartis-Aktienkurs aber um bis zu 2,6 Prozent im Plus gelegen.

Gut angekommen bei den Investoren ist vor allem das Aktienrückkaufprogramm, das selbst von Branchenbeobachtern nicht erwartet worden war. Nicht einig waren sich die Analysten dagegen über die Bewertung der von Novartis gemachten Wachstumsperspektiven.

Einige Analysten stuften aufgrund deren die Aktie ab und empfahlen sie zum Verkauf. Andere wiederum rieten, nun Novartis-Anteilscheine zu erwerben.

Keine Ratingänderung bei S&P

Auch die Bonitätswächter von Standard & Poor's (S&P) sehen den Geldabfluss gelassen. "Das Rückkaufprogramm macht mich nicht nervös, weil Novartis ein Unternehmen ist, das nach oben wachsen kann", sagte S&P-Pharmaspezialist Olaf Toelke gleichentags vor den Medien in Zürich. Novartis habe eine gute Pipeline für neue Medikamente.

Wenn der Basler Konzern jedes Jahr 8 Mrd. Dollar freien Cash-flow erwirtschafte, sei ein auf zwei Jahre verteiltes Aktienrückkaufprogramm von 5 Mrd. Dollar gut verkraftbar. "Insofern sind die 5 Mrd. kein Thema, bei dem wir jetzt das Rating verändern müssten", sagte Toelke. Die Ratingagentur bewertet Novartis mit AA-.

Und die Aussichten scheinen gut. Gemäss der Branchenanalysefirma EvaluatePharma wird Novartis bis zum Jahr 2018 zum grössten Pharmakonzern der Welt aufsteigen. Im vergangenen Jahr lagen die Basler hinter Pfizer auf Platz 2. EvaluatePharma prognostiziert bis dann eine Umsatzzunahme bei Novartis auf 52,5 Mrd. Dollar nach 45,4 Mrd. Dollar im Jahr 2012.

Lokalkonkurrent Roche dürfte den Umsatz im gleichen Zeitraum von 37,5 Mrd. auf 47,3 Mrd. Dollar steigern. Damit würde sich Roche von Platz 5 auf Platz 3 verbessern. Dem bisherigen Branchenprimus Pfizer sagt EvaluatePharma dagegen einen Abstieg auf Platz 4 voraus.

(tafi/sda)

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