Merck stellt Diabetes-Entwicklungsprojekte ein
publiziert: Freitag, 30. Mai 2003 / 10:37 Uhr

Frankfurt - Der Deutsche Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat die Entwicklungsprojekte zweier Diabetes-Produkte abgebrochen. Das Unternehmen konzentriert sich vermehrt auf die Erforschung von Krebsmedikamenten.

Regelmässige Blutzuckerkontrolle gehört zum Alltag eines Diabetespatienten.
Regelmässige Blutzuckerkontrolle gehört zum Alltag eines Diabetespatienten.
Durch die Restrukturierung des Pharmabereichs sowie anhängiger Rechtsstreitigkeiten rechnet Merck für 2003 mit Sonderbelastungen zwischen 100 und 200 Mio. Euro. Analysten äusserten sich enttäuscht.

Die Entscheidung betreffe zum einen das Projekt EML 16336, ein Insulin-Mimetikum, das die Glukose-Aufnahme anrege. Darüber hinaus solle auch der Aldose-Reduktase-Inhibitor IDD 676 eingestellt werden. Beide Projekte befanden sich laut Angaben im frühen klinischen Stadium. Ihre weitere Entwicklung sei nach der Auswertung von Zwischenergebnissen im ersten Quartal dieses Jahres gestoppt worden.

Während der vergangenen Monate haben wir eine Menge guter Gründe gesehen, die uns beim Thema Onkologie zunehmend optimistisch stimmen. Gleichzeitig gab es Enttäuschungen bei Diabetes, sagte Konzernchef Bernhard Scheuble laut einer Medienmitteilung.

(fest/sda)

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