Mehrheit versteht Web-2.0-Begriffe nicht

publiziert: Dienstag, 29. Jan 2008 / 18:07 Uhr

Göttingen - Während sich neues Vokabular über Internetphänomene bei Experten schnell durchsetzt, sind einzelne Begriffe wie «Tagging» oder «Social Bookmarking» sechs von zehn Nutzern vollkommen unklar. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Usability-Spezialisten eResult.

Das Web 2.0 ist für die meisten Menschen noch ein Buch mit sieben Siegeln.
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Alles über das Web 2.0
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wikipedia.org

Demnach können 30 Prozent der befragten User nichts mit dem Begriff «Web 2.0» anfangen, Spezialausdrücke wie «Tagwolke» oder «Trackback» sind sogar für 60 Prozent ein Rätsel.

Auch Begriffe für etablierte Elemente und Funktionen aus dem E-Commerce-Bereich sind für viele missverständlich.

So konnten 45 Prozent der Befragten die oft bei Online-Shops angebotene Funktion «Direktbestellung» nicht richtig deuten. Rund die Hälfte der Studienteilnehmer brachte zudem die Begriffe «Filtern» und «Sortieren» durcheinander.

Kein einheitliches Begriffsverständnis

«Der Ausgangspunkt unserer Studie war die Frage, was sich Nutzer unter dem Web 2.0 vorstellen können», erklärt Alexander Magerhans, Research Consultant bei eResult. In diesem Bereich habe sich der Begriffsumfang durch neu hinzugekommene Wörter in den letzten Jahren sehr stark verändert.

«Die Web-2.0-Thematik ist für viele Menschen noch gänzlich neu», stellt Magerhans fest. Dieser Bereich gehöre für den Durchschnittsbürger nicht unbedingt zum Alltäglichen. «Wer mit diesen Begriffen nicht als Nutzer aktiv zu tun hat, kann damit in der Regel auch nichts anfangen», erläutert der Usability-Forscher.

Problematisch sei es für viele zudem, dass die grosse Mehrheit der Web-Begriffe ursprünglich aus dem angloamerikanischen Sprachraum stammt.

«Erschwerend kommt hinzu, dass auch bei den ursprünglichen Autoren mancher Bezeichnungen oft kein einheitliches Begriffsverständnis vorliegt», stellt Magerhans fest. All diese Faktoren seien schliesslich dafür verantwortlich, dass Nutzer im Umgang mit solchen Web-Begrifflichkeiten vielfach stark verunsichert sind.

Gefahr der Nutzlosigkeit

Dies gelte neben dem Web-2.0- genauso für den E-Commerce-Bereich. «Tendenziell sieht es mit dem Begriffsverständnis hier sogar noch schlimmer aus», meint Magerhans und verweist auf die dadurch resultierende Problematik für das Online-Geschäft.

«Werden wichtige Funktionen und Anwendungen nicht verstanden, weil der jeweilige Begriff für den Nutzer nicht nachvollziehbar ist, besteht die grosse Gefahr der Nutzlosigkeit», warnt der Forscher. Allein die Bezeichnung für Funktionen und Elemente könne entscheidenden Einfluss auf den Erfolg eines Angebots haben.

«Die Anbieter sollten die verwendeten Begriffe daher immer kritisch prüfen», rät Magerhans. Sind Begriffe unklar, gebe es verschiedene Möglichkeiten, diese für den User eindeutiger zu gestalten. So könne sich beispielsweise eine zusätzliche Beschreibung von Begriffen und Funktionen in vielen Fällen als hilfreich erweisen.

«User dürfen hier nicht mit einem Schlagwort als Erklärung alleine gelassen werden», betont Magerhans. Generell sei es für Online-Shop-Betreiber wichtig, ihr Angebot zielgruppenspezifisch zu gestalten. «Anbieter sollten versuchen in der Sprache ihrer Nutzer zu sprechen», so Magerhans abschliessend.

Bereits zum dritten Mal wurde bei eResult eine Studie zum Thema «wording» durchgeführt. Für die aktuelle Untersuchung hat das Unternehmen insgesamt 400 deutsche Internetnutzer befragt.

(rr/pte)

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