Ab in die Arbeitswelt

Konkretes Zukunftsbild maximiert Karrierechancen

publiziert: Dienstag, 28. Okt 2014 / 08:30 Uhr
67 Studenten haben sich im Rahmen eines Forschungsprojektes angemeldet. (Symbolbild)
67 Studenten haben sich im Rahmen eines Forschungsprojektes angemeldet. (Symbolbild)

Lima/Wien - Das, was Studierende wirklich dazu bewegt, ihren Traumberuf zu verfolgen, ist eine konkrete und bildliche Vorstellung vom zukünftigen Erfolg. Das Wissen um gute Noten und die nötigen Qualifikationen genügen somit nicht.

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Zu diesem Schluss kommen Forscher der Ohio State University. Studienautor Patrick Carroll ist davon überzeugt, dass Studenten, die zwar die nötigen Fähigkeiten, aber ein mangelndes Selbstvertrauen haben, einen zusätzlichen Anstoss benötigen, um ihre Träume zu verwirklichen.

Vorstellung durch Karriereberatung

67 Studenten haben sich im Rahmen eines Forschungsprojektes angemeldet, um mehr über einen inszenierten Masterstudiengang zu erfahren, der auf gut bezahlte Positionen vorbereiten soll. Sie lasen sich eine Broschüre durch. Anschliessend sollten sie ihr Selbstbewusstsein in Bezug auf die Karriere einschätzen.

Ausserdem sind sie gefragt worden, wie sie ihre Chancen sehen, in dem Studiengang aufgenommen zu werden. Schlussendlich sind die Studienteilnehmer noch zu ihrem «Grade Point Average» (GPA), was in etwa dem Notendurchschnitt entspricht, und ihrer Intention, sich zu bewerben, befragt worden.

Nicht von Karrierechancen überzeugt

Anschliessend sind die Studierenden von den Forschern in vier Gruppen eingeteilt worden. Der ersten wurde mitgeteilt, dass der GPA keine Rolle für die Bewerbung spielt, während den restlichen drei Gruppen gesagt wurde, dass ihr GPA über dem liegt, was vorausgesetzt wird. Ein Karriereberater versicherte einer der drei Gruppen, dass ihr GPA weit über den Vorgaben liegt.

Vor einer anderen Gruppe behauptete dieser, dass ihr Profil genau den Vorgaben entspricht und dass eine Absage sehr unwahrscheinlich ist. Der letzten Gruppe wurden sogar ein Stipendium und mehrere lukrative Jobangebote im diesem Berufsfeld zugesichert.

Beim erneuten Ausfüllen der gleichen Fragebögen zeigte sich, dass die Studenten, denen gesagt worden war, dass es keine Vorgaben in Bezug auf den GPA gibt und jene, denen versichert worden war, dass ihr GPA über den Anforderungen liegt, nicht von ihren Karrierechancen überzeugt waren.

Ausserdem waren diese auch nicht an dem Studiengang und weiterführenden Informationen interessiert. Jene Gruppen, denen vom Karriereberater positiv zugeredet worden ist, waren bereit, diese berufliche Karriere anzustreben und sich tatsächlich für den fingierten Studiengang zu bewerben.

Motivation durch Erfolgsaussichten

«Den Studenten unterschiedliche Levels von Bestätigung beziehungsweise Erfolgsaussichten zu vermitteln, sehe ich eher kritisch. Die letzte Gruppe hatte den Studienplatz mit Stipendium quasi in der Tasche», erklärt Psychologe Dominik Rosenauer gegenüber pressetext.

Das animiere wahrscheinlich dazu, sich Bilder von dieser Zukunft auszumalen und sich schon konkret mit einer genauen Zukunft auseinanderzusetzen. «Ich würde das so verstehen, dass die Studenten sich bewerben wollten, weil ein neues Studium mit interessanten Zukunftschancen in Aussicht stand, bei dem sie sicher waren, zugelassen zu werden», erläutert Rosenauer.

«Im Gegensatz dazu wurde den meisten anderen Studenten vermittelt, dass es da etwas gibt, von dem sie noch nie gehört haben, und wo sie möglicherweise einen Platz bekommen. Diese Information wird noch keine Motivation auslösen, sich damit auseinanderzusetzen», fasst Rosenauer zusammen. «Daraus schliesse ich, dass es hier nicht um Selbstbewusstsein, sondern um ein Gefühl von Passung der eigenen Leistungsfähigkeit und der geforderten Leistung geht», schildert der Psychologe. Ausserdem sei das Programm bei der letzten Gruppe offensichtlich sehr gut verkauft worden und habe so mehr Interesse ausgelöst.

(awe/pte)

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