Keine rechtlichen Schritte gegen Ospel-Manager
publiziert: Dienstag, 15. Dez 2009 / 11:41 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Dez 2009 / 12:03 Uhr

Zürich - Die Manager der «Ära Ospel» werden von der UBS wegen der US-Steueraffäre und den Milliardenverlusten in der Finanzkrise rechtlich nicht belangt. Der Verwaltungsrat verzichtet dabei nicht nur auf strafrechtliche, sondern auch auf zivilrechtliche Schritte.

Die Manager der «Ära Ospel» werden von der UBS wegen der US-Steueraffäre rechtlich nicht belangt. (Im Archivbild Marcel Ospel)
Die Manager der «Ära Ospel» werden von der UBS wegen der US-Steueraffäre rechtlich nicht belangt. (Im Archivbild Marcel Ospel)
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Das Aufsichtsgremium habe dies nach einer eingehenden Prüfung unter Beizug von externen Rechtsexperten entschieden. Die Untersuchungen zeigten, dass es keine Hinweise auf individuelle strafrechtliche Vergehen von ehemaligen Führungskräften gemäss Schweizer Recht gebe, teilte die UBS mit.

Hinweise fehlten

Ebenso fehlten Hinweise, dass die Manager zum Schaden der UBS persönliche Interessen verfolgt hätten. Daher unternimmt der Verwaltungsrat keine strafrechtlichen Schritte. Er beschloss zudem, auf zivilrechtliche Klagen auf Basis der Organhaftpflicht oder anderer Grundlagen zu verzichten.

Der Verwaltungsrat sei überzeugt, dass jahrelange Unsicherheit, verursacht durch Rechtsstreitigkeiten mit bestenfalls ungewissem Ausgang und die damit einhergehende negative Publizität «nicht im Interesse der UBS, ihrer Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre» sei.

Schlussstrich

Es solle ein Schlussstrich unter die Vergangenheit gezogen werden. Das neue Management habe bereits umfangreiche und tief greifende Massnahmen getroffen um sicherzustellen, dass «so etwas nie wieder geschehen kann».

(zel/sda)

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Tja, schon zu spät
Es trifft zu, dass viele Banken noch keine Steuern zahlen müssen.
Dummerweise gibt es da ein Gesetz, das verhindert, dass in so einem Fall schon wieder Steuern geschuldet werden.
Da müsste man schon dieses Gesetz ändern, was jedoch eine gewisse Zeit dauert. Um auf die derzeitige Kuriosität Einfluss zu haben, kommt diese Änderung, so sie denn kommt, zu spät.
Einverstanden, ob dieses Gesetz Sinn macht, darf mindestens teilweise bezweifelt werden.
und..
den Banken geht es wieder einigermassen gut, doch die folge der Finanzkrise in der Industrie bleibt unerwähnt und ohne Schadensersatz... stattdessen kommen die Banken demnächst noch steuerfrei davon..!
Selbst wenn ich nun auf den Boden spucke - was ich in diesem Zusammenhang sehr gerne tun würde - bekäme ich eine härtere Strafe!

Der Kreis beginnt von neuem. Bald geht es aufwärts, die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer und schlussendlich kommt die nächste Krise, nach der die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer werden.. die Bevölkerung lässt das wohl auch nur so lange mit sich machen, bis sie wieder herausfindet, wofür Mistgabeln und Fackeln noch so zu gebrauchen sind ;-)
und...
ungeschoren davon kommen. anderen hätte man in die kniescheiben geschossen. beim schwarz fahren wird man ja noch härter bestraft als bei diesem debakel!
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