Menschenrechte

Katar erlässt «Normen für das Wohlergehen der Arbeiter»

publiziert: Dienstag, 11. Feb 2014 / 23:51 Uhr
Nepals Botschaft meldete fast 200 Todesfälle von nepalesischen Gastarbeitern alleine im vergangenen Jahr.
Nepals Botschaft meldete fast 200 Todesfälle von nepalesischen Gastarbeitern alleine im vergangenen Jahr.

Doha - Nach der massiven Kritik an unzumutbaren Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen in Katar hat das Ausrichterland der Fussball-Weltmeisterschaft 2022 Besserung gelobt. Das WM-Organisationskomitee kündigte am Dienstag «Normen für das Wohlergehen der Arbeiter» an.

7 Meldungen im Zusammenhang
So sollen Arbeitgeber die Löhne direkt auf Konten überweisen und dem Komitee Einsicht gewähren, damit die Beschäftigten «gut und pünktlich bezahlt werden». Auch für die Gastarbeiterunterkünfte sollen Mindeststandards gelten, etwa bei der Bettenzahl pro Zimmer und Hygieneregeln. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) soll die Lebens- und Arbeitsbedingungen demnach überwachen dürfen.

Berichten zufolge kommen in dem Emirat am Persischen Golf immer wieder Bauarbeiter ums Leben, die offenbar unter unmenschlichen Bedingungen leben, damit Grossprojekte bis zur WM 2022 realisiert werden können. Zuletzt hatte der britische «Guardian» von mehr als 30 weiteren Todesopfern auf WM-Baustellen berichtet.

Nepals Botschaft meldete fast 200 Todesfälle von nepalesischen Gastarbeitern alleine im vergangenen Jahr, von denen viele an Herzversagen gestorben sein sollen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach von «alarmierenden» Zuständen und Arbeitern, die wie «Tiere» behandelt würden.

Nach den wiederholten Skandalberichten hatte der Fussball-Weltverband FIFA Ende Januar einen «detaillierten Lagebericht zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen» aus Katar angefordert und dafür eine Frist bis zum 12. Februar gesetzt. Tags darauf ist eine Anhörung vor dem Europäischen Parlament geplant.

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Doha - Katars Regierung hat einem ... mehr lesen
Die Berichte über tödliche Arbeitsunfälle entbehrten jeglicher Grundlage. (Symbolbild)
FIFA-Präsident Sepp Blatter ... mehr lesen
Laut Sepp Blatter machen alle im Leben ab und zu Fehler. (Archivbild)
Sepp Blatter bekommt sein Fett weg.
FIFA-Präsident Sepp Blatter ist nach seiner Kritik an europäischen Firmen wegen der Arbeitsbedingungen auf den ... mehr lesen
Doha - Katar, das Gastgeberland ... mehr lesen
In Katar sind die Arbeitsbedingungen für Hausangestellte oft miserabel.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Dschungelbuch Die deutsche WELT ist eigentlich nicht bekannt dafür, sich besonders links, kritisch und progressiv zu positionieren. Doch was die Berichterstattung zur blutigen Fussball WM in Katar betrifft, liegt sie ganz weit vorne und übertrifft jedes sozialkritische Blatt. Hochachtung, kann man hier nur sagen. mehr lesen 
Reaktion der FIFA auf Zeitungsberichte aus England.
Die FIFA hat von Katar mit deutlichen Worten bessere und sicherere Arbeitsbedingungen auf den Baustellen im Land des WM-Gastgebers 2022 gefordert. mehr lesen
Die Hausarbeiten machen mit 7,6 Milliarden Stunden gut drei Viertel des Gesamtvolumens an unbezahlter Arbeit aus.
Die Hausarbeiten machen mit 7,6 Milliarden Stunden gut ...
 Satellitenkonto Haushaltsproduktion 2020  9,8 Milliarden Stunden sind im Jahr 2020 in der Schweiz unbezahlt gearbeitet worden. Das ist mehr als für bezahlte Arbeit mit 7,6 Milliarden Stunden aufgewendet wurde. Die gesamte im Jahr 2020 geleistete unbezahlte Arbeit entspricht einem Geldwert von 434 Milliarden Franken. Dies zeigen die neuen Zahlen zum Satellitenkonto Haushaltsproduktion des Bundesamtes für Statistik (BFS). mehr lesen 
Europaweit absolviert in keinem anderen Land ein so hoher Anteil an Jugendlichen eine duale Berufsbildung wie in der Schweiz. Dieser ... mehr lesen  
Gehen Lernende mehr zur Schule, fehlen sie in den Unternehmen, wodurch sich das betriebliche Kosten-Nutzen-Verhältnis verschlechtert.
Es fehlt ausgebildetes Pflegefachpersonal in der Langzeitpflege.
In der Langzeitpflege wird der Personalbedarf besonders stark ansteigen. Doch viele Fachkräfte wandern in den ersten Berufsjahren in den ... mehr lesen  
Die Schweiz zählte 2020 rund 617'000 Unternehmen und knapp 5,3 Millionen Beschäftigte. Nachdem diese Zahlen seit Beginn der statistischen Reihe im Jahr 2011 stetig gestiegen ... mehr lesen
Die grössten Verluste verbuchten die Gastronomie und die Hotelerie.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Bewerbungsgespräch
Startup News So bewirbt man sich richtig Gute Bewerbungen öffnen Türen zu guten Positionen. Was ist bei der Bewerbung wichtig und welche Trends sind 2022 zu berücksichtigen?
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Wer will, kann beim Urlaub Geld sparen.
Publinews Da die Preise für Dinge, die man im Alltag benötigt, ständig zu steigen scheinen, bleibt bei den meisten immer weniger in der Urlaubskasse übrig. mehr lesen
Authentische Infomappen FLYERALARM
Publinews 6 Tipps für authentische Infomappen  Ob auf dem Hotelzimmer, am Messestand, am Empfangstresen im Foyer, im Konferenzraum oder im direkten Kundengespräch - Infomappen sind ein wichtiges ... mehr lesen
Berufe im Gesundheitswesen sind stressintensiv und gehen mit hoher physischer Belastung einher.
Publinews Dem Schweizer Gesundheitswesen mangelt es an Fachkräften. Es fehlt der Leitfaden für junge Absolventen und Menschen, die sich umorientieren ... mehr lesen
PostFinance
Publinews Aktuelle Studie zum Gründermarkt Schweiz  Als wichtige Partnerin von Firmengründern und Start-ups setzt sich PostFinance für die Interessen von Gründerinnen und Gründern ein. Deshalb hat ... mehr lesen
Aktienkurse
Publinews Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um an der Börse einzusteigen?  Der Aktienmarkt hat eine fantastische Langzeitbilanz. Trotz mehrerer grosser Crashs, Baissen und Rezessionen haben Investitionen ... mehr lesen
Augmented Reality
Publinews Ein Start-up mischt mit AR die Baubranche auf  Mixed-Reality-Anwendungen machen es möglich, deutlich produktiver zu arbeiten. Das Schweizer Start-up Builcon zeigt, wie es geht - und setzt ... mehr lesen
Wer keinen Online-Shop betreibt, hat heutzutage nicht nur weniger Umsatz, er verliert unter Umständen auch Kunden.
Publinews Konsumverhalten ist ein wichtiger Punkt in einem Land wie Deutschland, in dem das Wirtschaftssystem auf Angebot und Nachfrage basiert. ... mehr lesen
Elektroauto, Elektromobilität
Publinews Warum sich der Umstieg auf Elektromobilität nachhaltig lohnen kann  Der vollständige Umstieg auf Elektromobilität ist in einigen Ländern bereits auf den Weg gebracht und die meisten ... mehr lesen
Viele Arbeitnehmer bereiten ihr Essen für's Zmittag vor.
Publinews Immer mehr Firmenchefs erkennen die Notwendigkeit von gesunder Ernährung und dem Zusammenhang mit höherer Produktivität im Betrieb. Dass gesunde ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
REINIGUNG MEYER Logo
02.12.2022
CAMEL Logo
02.12.2022
01.12.2022
01.12.2022
01.12.2022
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Basel 3°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
St. Gallen 3°C 3°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bedeckt
Bern 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Luzern 3°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bedeckt
Genf 1°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Lugano 7°C 8°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten