Ex-UBS-Verwaltungsrat Spuhler: Verlust mit Boni
publiziert: Mittwoch, 29. Okt 2008 / 12:49 Uhr

Zürich - Die Tätigkeit als UBS-Verwaltungsrat hat dem SVP-Nationalrat Peter Spuhler einen - vorläufigen - Malus von 140'000 Franken eingetragen. Das sagte der Thurgauer Unternehmer in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

Peter Spuhler hofft auf einen Gewinn durch einen zukünftigen Kursanstieg.
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Über die vier Jahre verteilt habe er für seine Tätigkeit bei der UBS rund zwei Millionen Franken erhalten, sagte Spuhler - alles in Aktien zu einem Durchschnittspreis von 43 Franken.

Darauf habe er 840'000 Franken Steuern bezahlt. Heute sei das Paket noch 700'000 Franken wert.

«Unter dem Strich habe ich also - Stand heute - 140'000 Franken verloren», stellte der Thurgauer Unternehmer fest.

Das zeige, dass die Boni-Systeme gar nicht so schlecht seien. «Ich habe meinen Malus.»

Stimme gegen hohe Boni

Allerdings geht Spuhler davon aus, dass der UBS-Aktienkurs wieder steigen wird und ihm unter dem Strich ein Plus bescheren wird. In diesem Fall sei er gerne bereit, mit dem Kapital ein Start-up-Unternehmen im Thurgau zu finanzieren. «Es ging mir nie ums Geld.»

Als Mitglied des UBS-Vergütungsausschusses habe er im übrigen immer wieder gegen hohe Boni gestimmt. «Doch ich bin unterlegen, manchmal als Einziger.»

Dass man nun die Salär-Exzesse in den Griff bekommen müsse, sei klar. Dabei dürfe man aber das Kind nicht mit dem Bad ausschütten. «Die grosse Mehrheit der UBS-Mitarbeiter hat ihren Bonus sicher durch gute Leistungen verdient.» Nur bei etwa einigen Dutzend Mitarbeitern sei übertrieben worden.

(bert/sda)

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Lieber Magnus
Zitat Magnus: "Man muss sich schon recht gut im Griff haben, um den Versuchungen zu widerstehen, zumal ja noch der kollektive Druck dazu kommt, in dem man die Besten immer auszeichnet, die schlechteren moralisch unter Druck setzt usw."

Ich meine dazu:
Ich kenne diese Art zu arbeiten auch aus eigener Erfahrung ... Selbst habe ich dem Druck insofern standhalten können - eine gewisse Zeit -, als die Umsätze den Erwartungen entsprachen ... Es gab auch Phasen, wo die Erwartungen nicht erfüllt werden konnten ... Dann wächst ganz automatisch auch die "Angst", dass wenn man zu ehrlich wird, der Auftrag verloren gehen könnte ... So wird es auch den Bankern gegangen sein. Dazu kommt natürlich noch die Aussicht auf Provisionen, bei Bankern wohl Boni, die dazu verleiten kann, dass die Argumente GESCHÖNT werden, um zu einem Auftrag, Geschäft zu kommen ...

Zitat Magnus:
"Falls Sie das auch so sehen, Herr Spuhler, dann kann man nur hoffen, dass Sie die entsprechenden Vorkehrungen in ihrem Betrieb getroffen haben."

Ich meine dazu:
Herr Spuhler würde ich als Unternehmer dort einstufen, dass er ja eher der älteren Führungsgeneration angehört und einen sehr geradlinigen, klaren Führungsstil pflegt. Anzunehmen ist, dass er obige Taktik auch anwendet, anwenden lässt, also solche Mittel zum Zweck, wie oben skizziert, um zu erreichen, dass die Umsätze ohne Probleme den Erwartungen entsprechen werden!

Ich habe selbst erfahren, dass der Berater/Verkäufer manchmal fast etwas futuristisch denken muss, wobei er den Bezug zur Realität, resp. das technisch in naher Zukunft mögliche im Auge behalten und allenfalls kennen oder abschätzen können muss!
Geht diese Gratwanderung auf, so ist der Erfolg ohne Probleme zu erwarten - und damit auch die Boni bei der Bank, die Provision in z.B. technischen Projekten!

Etwas kompliziert, diese Erklärung. Ich hoffe aber, dass ich aufzeigen konnte damit, dass beraten/verkaufen bei komplexen Projekten nicht immer eine ganz so einfache Sache sein kann.

Jedenfalls, da bin ich heute überzeugt, ist es eine unabdingbare Voraussetzung bei solchen heiklen Projekten, dass die Vorgesetzten Manager genau Bescheid wissen müssen und ihre Berater tatkräftig unterstützen - auch bei allfällig auftauchenden Schwierigkeiten!

Unsaubere Drehs, wie bei der UBS offensichtlich praktiziert, gehören, trotz Boni-Anreizen, nicht in den Werkzeugkasten eines Berater/Verkäufers!
Glaube ich sogar
Alleine kann man nichts ausrichten. Glaube das sogar, was Herr Spuhler hier sagt. Leider ist er in der falschen Partei, aber auch das ist eher thurgauische Tradition als Überzeugung. Ich denke, dass wir es hier wirklich noch mit einem Menschen zu tun haben, der sagt, was er denkt und der nicht glücklich sein kann, was die Zentrale da so alles von Stapel lässt.
Aber doch noch etwas zu den Boni: Es geht gar nicht sehr um die Höhe als vielmehr um den Anreiz, für ein bisschen mehr Geld zu viel riskieren! Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei uns nannte man das Prämie, was hat man alles gemacht, um sie zu erhalten? Bis an die Grenze der Legalität ist man gegangen, ein grosser Anreiz kann auch kriminelle Energie freisetzen, alles erlebt. Man muss sich schon recht gut im Griff haben, um den Versuchungen zu widerstehen, zumal ja noch der kollektive Druck dazu kommt, in dem man die Besten immer auszeichnet, die schlechteren moralisch unter Druck setzt usw. Falls Sie das auch so sehen, Herr Spuhler, dann kann man nur hoffen, dass Sie die entsprechenden Vorkehrungen in ihrem Betrieb getroffen haben.
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