Empörung über Bonuszahlungen bei UBS

publiziert: Montag, 26. Jan 2009 / 16:31 Uhr / aktualisiert: Montag, 26. Jan 2009 / 23:34 Uhr

Bern - Sowohl Konsumentenschützer als auch die SP sind empört darüber, dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) der UBS Bonuszahlungen erlaubt. Deren Präsident, Eugen Haltiner, verteidigt den Entscheid.

Dire SP fordert den Rücktritt von Eugen Haltiner, Chef der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma).
Dire SP fordert den Rücktritt von Eugen Haltiner, Chef der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma).
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Wertvolle Mitarbeitende könnten das Unternehmen sonst verlassen, sagte er am Montagabend gegenüber dem Wirtschaftsmagazin «Eco» von Schweizer Fernsehen SF. Diese seien für eine Bank eigentlich das kostbarste Gut. Wenn sie den Arbeitgeber wechselten, werde der Wert eines Unternehmens nachhaltig zerstört.

Laut Haltiner hat es sich allerdings für die Finma um einen schwierigen Entscheid gehandelt. «Wir haben uns entsprechend Zeit genommen, um sachgerecht und verantwortungsbewusst den Entscheid zu fällen.»

SP fordert Rücktritt

Der SP genügt dies nicht. Sie hält den Finma-Chef für nicht mehr tragbar und fordert dessen Rücktritt. Wer gegenüber der UBS in der heutigen Situation keine Nullrunde durchsetze, dem fehle das notwendige politische Gespür. Entweder trete Finma-Chef Haltiner selbst zurück oder Bundesrat Merz müsse handeln, schrieb die SP in einem Communiqué.

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) bedauert es, dass die Neuorganisation der Bankenaufsicht nicht dazu geführt habe, dass auch die Interessen der Kunden vertreten werden. Dass der UBS trotz Verlusten und Staatshilfe Bonuszahlungen erlaubt würden, zeige, dass die Finma in erste Linie dem Wohl der Banken verpflichtet sei.

Kleinanleger zahlt

Die Boni, welche UBS-Angestellte erhalten sollen, müssten von den Bankkunden und Kleinanlegern berappt werden, schrieb die SKS in einem Communiqué. Für die SKS liegt die Wurzel des Problems in der Zusammensetzung des Finma-Verwaltungsrats.

Dieser bestehe einzig aus den Leitern der Vorgängerbehörden der Finma und aus einstigen Kadermitgliedern von Versicherungen und Banken.

(fest/sda)

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Zum Thema sagte ich hier im Forum an anderer Stelle ...
"... Ich befürchte, diese grosse Masse der "Kleinen" lässt sich nicht mehr so schnell zu neuen angeblich lohnenden Zielen verführen ....!! Was mich betrifft, so werden Namen, wie UBS, Credit Suisse und ähnliches bald nicht mehr zu den grossen Namen gehören - dies wird sich oder zeichnet sich ja bereits ab, dass offenbar das (wichtige) Vertrauen in diese arrogante Bande von Banker-Schnorris nicht mehr da ist!

Jetzt sind diejenigen an der Reihe, die gezeigt haben, dass sie etwas verstehen von einem seriösen Bankerhandwerk - zugunsten der Kunden und nicht zugunsten möglichst fetter Boni ... !!!! "

Mehr ist ja dazu nicht zu sagen - ausser:

Ich denke, dass der/die Fehler begangen wurden, als die rund 70 Milliarden ohne Bedingunen an die UBS gingen -

Erlauben Sie mir zu sagen, dass dies WIEDER ein BÜRGERLICHES HUSARENSTÜCK ist -

Bitte keine Geschrei: Bei solchen Gelegenheiten wird ersichtlich, über welche charakterlichen Qualifikationen die entscheidenden Leute verfügen!

Oder haben Sie erlebt, dass dies sozial denkende und handelnde Parteigänger wären ? Dies nur so als Gedankenblitz für Schlafende ....!
Bonuszahlungen
Die Quintessenz wird sein, dass noch mehr Leute ihr Geld von der UBS zur Raiffeisenbank oder einer Kantonalbank verschieben.
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