Martullo befürchtet Strompreisexplosion bei Atomausstieg

EMS-Chefin Martullo befürchtet Strompreisexplosion

publiziert: Sonntag, 26. Feb 2012 / 11:34 Uhr
Magdalena Martullo wirft dem Bundesrat, der vor knapp einem Jahr den Atomausstieg beschloss, Fehlinformation vor.
Magdalena Martullo wirft dem Bundesrat, der vor knapp einem Jahr den Atomausstieg beschloss, Fehlinformation vor.

Herrliberg - Für die Chefin des EMS-Industriegruppe Magdalena Martullo ist der Entscheid des Bundesrates zum Ausstieg aus der Atomenergie ein Schnellschuss. Ein massiver Preisanstieg beim Strom würde die Industrie vor schwere Probleme stellen, fürchtet sie.

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«Wenn sich die Stromkosten verdoppeln, wie dies der Bundesrat in seinem Konzept im günstigsten Fall vorgesehen hat, können wir an unserem Bündner Standort Domat/Ems und viele andere Betriebe international nicht mehr konkurrenzfähig produzieren», sagte die Chefin des Herstellers von Hochleistungskunststoffen und Spezialchemie im Gespräch mit der «Sonntagszeitung».

Die Tochter von SVP-Nationalrat Christoph Blocher wirft dem Bundesrat, der nach dem Atomdesaster im japanischen Fukushima vor knapp einem Jahr den Schweizer Ausstieg aus der Nuklearenergie beschloss, Fehlinformation vor. Die Landesregierung versorge Politiker «mit nur sehr oberflächlichen Informationen».

Schweizer Politikern ist nach Ansicht von Martullo die wirtschaftliche Bedeutung der Energiepolitik zu wenig bewusst. In den Schwellenländern sei dieser Punkt aber zentral.

Konzept fehlt

Zudem vermisst die Unternehmenschefin ein stringentes Konzept für die Zukunft. Der Bundesrat habe entschieden, auf jene 40 Prozent des Stroms zu verzichten, der von den Kernkraftwerken stamme, aber nicht aufgezeigt, wie die entstehende Lücke zu schliessen sei.

Martullo will weiterhin den Standpunkt der Unternehmen in der Öffentlichkeit vertreten, wie sie im Interview sagte. Die Frage, ob sie wie ihr Vater in die Politik gehen wolle, beantwortete sie nicht eindeutig: «Vorderhand versuche ich die Sicht der Industrie von aussen einzubringen.»

(asu/sda)

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by-the-way
Ich würde behaupten dass auch die EMS mit dem Mehrkosten immer noch Gewinn machen würde, aber halt ein bisschen weniger.... Wäre ja ein Grund die Produktion ins Ausland zu verlegen..

Grundsätzlich ist noch tzu sagen dass, O-Ton ENSI: "Die Schweiz kennt keine gesetzlich fixierten Laufzeitbeschränkungen für Kernkraftwerke. Sie können betrieben werden, solange sie sicher sind."
Geld spielt keine Rolle ...
oder doch? Nach dem der Atomausstieg beschlossene Sache ist, spielt doch Geld gar keine Rolle mehr - schliesslich will ja niemand im Dunkeln sitzen, ohne TV, Internet, usw.

Aber stimmt schon, die Politik hat sich für den Atomausstieg entschieden da das halt gerade "sexy" war. Weitere Entscheidungen und Bekenntnisse sind wohl nur wenig "sexy" ...
Was? . . .
. . . da wagt tatsächlich jemand die Auswirkungen auf die Industrie zu thematisieren. Davon war während den Wahlen nach Fukushima Nichts zu hören. CVP, SVP und FDP haben entweder geschwiegen oder gar neue (wahltaktische) Chancen gepredigt. Nun gibt es keinen Weg zurück und mit rumwinseln werden wir nicht eine neue Innovation umsetzen.
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