EDA muss Personalkosten senken

publiziert: Sonntag, 2. Mai 2010 / 14:01 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 2. Mai 2010 / 18:01 Uhr

Bern - Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ermuntert ältere Diplomaten zur Frühpensionierung. Das Personalbudget hat im letzten Jahr ein Millionenloch in die Kasse gerissen. Um ein noch grösseres Defizit zu verhindern, muss das EDA sparen. In einem Brief an alle EDA-Mitarbeitenden informiert das Departement über die Finanzprobleme.

Diese Massnahmen richten sich in erster Linie auf die Personalkosten. (Symbolbild)
Diese Massnahmen richten sich in erster Linie auf die Personalkosten. (Symbolbild)
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Bereits 2009 hatte das EDA das Personalbudget um 7,5 Mio. Franken überzogen, wie Sprecher Erik Reumann Berichte der «NZZ am Sonntag» und des Westschweizer Fernsehens TSR bestätigte. Ohne Gegenmassnahmen würde das Finanzloch bis 2013 auf 11 Mio. Franken anwachsen.

Diese Massnahmen richten sich in erster Linie auf die Personalkosten, die im EDA einen bedeutenden Budgetposten ausmachen, wie EDA-Personalchef Thomas Karlen im Interview mit der «NZZ am Sonntag» erklärt. Dies im Gegensatz zu anderen Departementen, wo vor allem hohe Sachausgaben zu Buche schlagen.

Frührente ohne Einbussen

Eine Möglichkeit seien Frühpensionierungen. Denn das EDA weise eine ungünstige Altersstruktur auf, erklärt Karlen. «Nur wenige unserer Angestellten werden in den nächsten Jahren das reguläre Rentenalter erreichen.»

Solche Abgänge von älteren Angestellten wären für das Departement wichtig, um das Wachstum der Lohnsumme zu begrenzen. Derzeit wachse diese pro Jahr um 3,3 bis 3,5 Mio. Franken.

Von den insgesamt rund 1100 diplomatischen und konsularischen Mitarbeitern des EDA sind nur rund 35 zwischen 62 und 65 Jahre alt. Zumindest ein Teil von ihnen soll jetzt frühzeitig in Pension gehen.

Versetzbares EDA-Personal, das gewisse Voraussetzungen erfülle, könne sich ab 62 ohne Renteneinbusse frühzeitig pensionieren lassen.

(bert/sda)

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