Detailhandel: Weniger Umsatz im Juni trotz Fussball-EM

publiziert: Montag, 18. Aug 2008 / 09:56 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Aug 2008 / 11:51 Uhr

Neuenburg - Die sinkende Konsumentenstimmung hinterlässt nun auch im Schweizer Detailhandel Spuren: Trotz EURO 2008 wuchsen im Juni die Umsätze nominal nur noch um 2 Prozent (real +0,7 Prozent) und damit markant schwächer als in den Vormonaten.

Die kleinen Unternehmen (weniger als 15 Vollzeitstellen) verzeichneten die beste Entwicklung.
Die kleinen Unternehmen (weniger als 15 Vollzeitstellen) verzeichneten die beste Entwicklung.
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Im ersten Halbjahr erzielte der Detailhandel nominal 4,4 Prozent mehr Umsatz, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Teuerungsbereinigt legten die Detailhandelsumsätze um 2,7 Prozent zu.

Die Abschwächung im Juni ist damit trotz dem Grossereignis Fussball-EM deutlich ausgefallen. Im Mai 2008 hatte der Detailhandel noch einen Rekordzuwachs von nominal 9,3 Prozent (real 7,4 Prozent) eingefahren. Vor einem Jahr lag der Umsatzzuwachs noch bei 4,1 Prozent.

KOF spricht von sehr guten Zahlen

Die Detailhandelszahlen deuteten noch nicht auf eine deutliche Verlangsamung hin, sagte KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Im Vergleich zum in der vergangenen Woche publizierten deutlichen Rückgang der Konsumentenstimmung sei die KOF positiv überrascht über die Halbjahreszahlen im Detailhandel.

«Die Konsumenten konsumieren nicht über Gebühr stark, aber die Zahlen liegen im Rahmen der Prognosen», sagte Sturm. Die Zahlen zeigten ausserdem, dass sich die Fussball-EM erwartungsgemäss kurzfristig nur sehr bescheiden ausgewirkt habe.

In den nächsten Monaten werde beim Konsum eine gewisse Beruhigung stattfinden, sagte Sturm. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass sich diese positiven Zahlen in Zukunft fortsetzen würden.

Auch die Credit Suisse bezeichnete das Wachstum des Detailhandels dank der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt immer noch als robust. Die CS rechnet ebenfalls für das zweite Halbjahr mit einer Abschwächung der privaten Konsumnachfrage.

Neben der Tatsache, dass der diesjährige Juni einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat aufgewiesen habe, seien die hohe Inflation, der schwächere Aktienmarkt und das regnerische Wetter negative Faktoren im Juni gewesen, heisst es in einem Kommentar der Credit Suisse.

Im Juni setzten die Händler von Nahrungsmitteln, Getränken, Tabak und Raucherwaren (+5,8 Prozent) sowie Bekleidung und Schuhe (+2,1 Prozent) mehr um. Die übrigen Gruppen mussen hingegen einen Umsatzverlust hinnehmen (-0,9 Prozent).

Starker Umsatzrückgang bei Kultur

Die stärkste Umsatzsteigerung gab es bei den Nahrungsmitteln (+6,6 Prozent), bei Getränken (+3,5 Prozent) und bei Gesundheit, Körperpflege und Schönheit (+3 Prozent). Die stärkste Umsatzeinbusse erlitt erwartungsgemäss der Bereich Kultur (-5,1 Prozent). Hier waren Angebot und Nachfrage aufgrund der Fussball-EM deutlich geringer. Vor einem Jahr lag der Umsatzzuwachs noch bei 7,8 Prozent.

Auch Reparaturen von Gebrauchsgütern und der Kauf von Antiquitäten und Gebrauchtwaren wurden im Juni hintangestellt. Die beiden Branchen erlitten einen Umsatzrückgang von 4,9 Prozent respektive 12,4 Prozent. Wenig gefragt waren auch im Gegensatz zum Vormonat Do-it-yourself-Artikel (Mai: +17,9 Prozent, Juni: -2,7 Prozent).

Nach Grösse der Betriebe aufgeschlüsselt, verbuchten die kleinen Unternehmen (weniger als 15 Vollzeitstellen) die beste Entwicklung. Hier stieg der Umsatz nominal um 3,6 Prozent. Die grossen Unternehmen (mehr als 45 Vollzeitstellen) erzielten eine Zunahme von 1,5 Prozent.

Die mitttleren Unternehmen (15 bis 45 Vollzeitstellen), die noch im Vormonat eine Umsatzsteigerung von 15 Prozent erzielt hatten, mussten nun im Juni 2008 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von 0,4 Prozent hinnehmen.

(fest/sda)

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