Ciba streicht 2500 Stellen

publiziert: Donnerstag, 17. Aug 2006 / 18:11 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Aug 2006 / 18:39 Uhr

Basel - Der Aderlass bei Ciba SC geht weiter: Bis 2009 will der Basler Spezialchemiekonzern 2500 Jobs streichen. Davon werden 350 in der Schweiz gestrichen.

In der Schweiz fallen 350 Jobs weg.
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Die Börse reagierte deshalb trotz eines Konzernverlusts von 202 Mio. Fr. im Halbjahr äusserst positiv. Mit dem Abbau jeder sechsten Stelle konkretisierte Ciba SC das im April angekündigte Restrukturierungsprogramm «Operative Agenda». Dieses soll bis 2009 zu jährlichen Einsparungen von 400 bis 500 Mio. Fr. führen - dies bei Kosten von 250 bis 300 Mio. Franken. In Europa sollen 1600 Stellen verschwinden, in Amerika 600 und in Asien 300.

Ciba SC beschäftigt derzeit weltweit noch 15 000 Personen. In der Schweiz stehen 2700 Angestellte auf der Lohnliste des Konzerns. Wo genau die Stellen gestrichen werden, war an einer Medienkonferenz von der Unternehmensleitung nicht zu erfahren. Der Abbau solle jedoch mehrheitlich über die natürliche Abgänge erfolgen, es werde aber auch Entlassungen geben.

Abbauprogramm gerade abgeschlossen

Der Konzern, der 1997 als Spin-off von Novartis mit 20 000 Beschäftigten gestartet war, hat eben erst sein Sparprogramm «Shape» abgeschlossen. Dieses beinhaltete den Abbau von 950 Stellen und führt ab 2007 zu unerwartet hohen Einsparungen von 120 Mio. Franken. 4000 Stellen wurden zudem dieses Jahr verschoben durch den Verkauf des Textilgeschäfts an den US-Konzern Huntsman.

Mit diesem Deal begründet Ciba SC denn auch den Konzernverlust im ersten Halbjahr 2006. Eine Abschreibung und Transaktionskosten belasteten das Ergebnis mit 297 Mio. Franken. Die fortgeführten Geschäfte erzielten indes einen Halbjahresgewinn von 95 Mio. Franken, was einem Rückgang um 4 Prozent entspricht. Umsatz gesteigert

< Den Umsatz konnte Ciba SC um 9 Prozent auf 3,29 Mrd. Fr. steigern. Das stärkste Wachstum verzeichnete Ciba SC in Asien, wo die Verkäufe auf Frankenbasis um 15 Prozent auf 860 Mio. Fr. stiegen.

In Europa, dem grössten Markt, wurde ein Wachstum um 6 Prozent auf 1,477 Mrd. Fr. verbucht, während in Amerika mit 948 Mio Fr. die Umsätze um 10 Prozent kletterten. 350 Stellen in der Schweiz

Der Abbau werde in erster Linie in Europa und in der Region Amerika realisiert werden, schreibt Ciba. In der Schweiz werden rund 350 Stellen betroffen sein. Ciba geht jedoch davon aus, dass die Reduktion mehrheitlich über natürliche Fluktuationen stattfinden kann.

Für das erste Halbjahr 2006 weist der Konzern einen tieferen Reingewinn von 95 Mio. Fr. aus nach einem Überschuss von 99 Mio. Fr. im Vorjahr. Wie der Konzern weiter mitteilte, nahm der Nettoumsatz in der Berichtsperiode um 9 Prozent auf 3,29 Mrd. Fr. zu. Dabei habe sich der Trend zu einer stärkeren Nachfrage bestätigt, die sich insbesondere vom ersten auf das zweite Quartal positiv entwickelt habe.

Ciba rechnet mit einem höheren Gewinn

Alleine im zweiten Quartal rutschte Ciba mit einem Verlust von 239 Mio. Fr. tief in die roten Zahlen. Im Vorjahresquartal konnte Ciba noch einen Gewinn von 79 Mio. Fr. verbuchen. Der Umsatz nahm wegen des Verkaufs der Sparte Textile Effects auf 1,64 (1,86) Mrd. Fr. ab.

Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2006 unverändert mit einem höheren Konzerngewinn aus fortgeführten Geschäften sowie mit einem verbesserten Betriebsgewinn bei einer etwa gleich bleibenden Marge - Restrukturierungskosten, Wertminderungen sowie eine weitere Verschlechterung der Währungssituation ausgeschlossen.

(Meldung aktualisiert)

(ht/sda)

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