Ultimatum für deutsche Bankkunden mit undeklarierten Geldern
CS und Julius Bär werfen deutsche Steuersünder raus
publiziert: Samstag, 6. Apr 2013 / 13:52 Uhr / aktualisiert: Samstag, 6. Apr 2013 / 19:24 Uhr
Credit Suisse: In verschiedenen Schreiben würden die deutschen Kunden aufgefordert, der Bank Belege vorzulegen, welche die Versteuerung ihrer Gelder beweisen.
Credit Suisse: In verschiedenen Schreiben würden die deutschen Kunden aufgefordert, der Bank Belege vorzulegen, welche die Versteuerung ihrer Gelder beweisen.

Bern - Die Schweizer Grossbank Credit Suisse und die Bank Julius Bär machen Ernst und wollen den Finanzplatz von deutschen Steuersündern säubern: Kunden, die in den nächsten Monaten keinen Steuerbeleg vorweisen oder ihre unversteuerten Gelder nicht anzeigen, fliegen raus.

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«Wir raten deutschen Kunden, ihre Situation individuell zu überprüfen und falls nötig zu bereinigen», sagte CS-Sprecher Marc Dosch am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Wenn das nicht passiert, werden wir uns von diesen Kunden trennen.» Dosch bestätigte damit Informationen der Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund».

In verschiedenen Schreiben würden die deutschen Kunden aufgefordert, der Bank Belege vorzulegen, welche die Versteuerung ihrer Gelder beweisen.

Das gilt nicht nur für Neugeld, sondern auch für Konten und Vermögenswerte, die seit Jahrzehnten bei den Banken liegen. Belege für die Steuerehrlichkeit können Zinsformulare oder Steuerbescheinigungen sein.

Dieselbe Praxis verfolgt die Bank Julius Bär. Wie Mediensprecher Jan Vonder Mühll auf Anfrage sagte, wurde dies bereits im Februar angekündigt, nachdem das Steuerabkommen mit Deutschland definitiv gescheitert war.

Die UBS teilte auf Anfrage der sda mit, dass sie ihre Kunden seit längerer Zeit auffordert, «bei Bedarf ihre steuerliche Situation zu regularisieren». Von verschickten Briefen und Fristen distanziert sich die UBS laut Mediensprecherin Dominique Scheiwiller aber.

Freiwillige Offensive

Nach viel Ärger mit Steuer-CDs, Filialdurchsuchungen und im Fall CS und Julius Bär einer Abschlagszahlung von insgesamt 200 Millionen Franken gehen die Finanzinstitute mit der Forderung an deutsche Bankkunden nun weiter, als es die Politik in den vergangenen Monaten verlangt hat.

Die Vorschläge des Bundesrats für einen sauberen Finanzplatz kamen im Februar auf den Tisch. Zwei Vorlagen befinden sich seither in der Vernehmlassung - sie sind heftig umstritten.

Ein zentrales Element der sogenannten Weissgeldstrategie ist die erweiterte Sorgfaltspflicht für Banken und andere Finanzintermediäre. Diese müssen die Annahme von Vermögenswerten verweigern, wenn der Verdacht besteht, dass ein Kunde seine Steuerpflicht nicht erfüllt hat.

Besteht bereits eine Kundenbeziehung, müssen die Vermögenswerte unter Umständen ebenfalls überprüft und das Verhältnis gegebenenfalls aufgelöst werden. Eine systematische Prüfung aller Konten will der Bundesrat aber nicht.

Bankiervereinigung unzufrieden

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) hat bereits klar gemacht, was sie von diesen Vorschlägen hält. Grundsätzlich unterstützten die Banken zwar die Weissgeldstrategie des Bundesrats. Laut SBVg-Präsident Patrick Odier sind sie auch bereit, künftig erhöhte Sorgfalt bei der Entgegennahme von Geldern walten zu lassen.

Gegen die nachträgliche Überprüfung von Vermögenswerten und die allfällige Auflösung von Geschäftsbeziehungen wehren sie sich aber «vehement», wie Odier in einem Interview sagte. Für den Fall einer «übertriebenen Regulierung» drohte der SBVg-Präsident gar damit, dass die Banken ihre Filialen künftig im Ausland eröffnen würden.

Grundsätzlich dürfte auf dem Finanzplatz aber die Erleichterung über die vorgeschlagene Selbstregulierung überwiegen: Der Bundesrat will es gemäss Entwurf nämlich den Banken überlassen, unversteuerte Gelder zu erkennen. Als Alternative stand zur Diskussion, dass die Kunden systematisch deklarieren müssen, ihr Geld versteuert zu haben.

(asu/sda)

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Oder so
Wenn Du ein kleiner Verbrecher bist, überfällst Du eine Bank.
Wenn Du aber ein grosser Verbrecher bist, dann gründest Du eine.

Die europäische Massenphobie von internationalem Weissgeld aufgrund von Steuerversklavung ist lächerlich! Früher bezeichnete man als Geldwäscherei nur Drogen- und Waffengelder. Das illegal erworbene Drogen- oder Waffengeld, meist in kleinen Noten, musste über eine legitime Geschäftsfront zur Bank gebracht werden. Das war Geldwaschen.

Heute geht es um Steuerdelikte und in einigen Ländern kriegt man dafür mehr Haftstrafe als für schwere Kapitalverbrechen. Man verdient also X und es wird auf die Bank A überwiesen. Von Bank A überweist man zum Beispiel zu Bank B und deklariert es nicht. Wer hat da irgendwo Geld gewaschen? Das Verbrechen ist die Nichtdeklaration von Steuern, wenn die Gelder nicht aus kriminellen Geschäften stammen. Steuerhinterziehung und Steuerbetrug haben rein gar nichts mit Geldwäscherei zu tun. Die Medien reden aber den ganzen Tag von Geldwäsche und lügen.

Die Regierungen haben das Geldwäscherei-Thema so pervertiert und mit Hilfe der Sozis und Propaganda-Medien so in die Hirne der verblödeten Massen gehämmert, dass diese den Schrott auch noch glauben.
Wie heisst es doch so schön?
Die Bank ist ein Institut, das Dir bei schönem Wetter einen Regenschirm andreht, den sie bei strömendem Regen wieder einsackt.

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