Bundesgericht wirft Kreml politische Interessen vor

publiziert: Donnerstag, 23. Aug 2007 / 17:14 Uhr

Lausanne - Russland erhält von der Schweiz definitiv keine Rechtshilfe in der Yukos-Affäre. Das Bundesgericht hat sechs Beschwerden gutgeheissen. Die Lausanner Richter werfen dem Kreml vor, aus politischen Gründen gegen die Angeschuldigten vorzugehen.

Das Bundesgericht bezeichnete den Sachverhalt als obskur.
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Das Bundesgericht hat insgesamt sechs Beschwerden gegen die von der Bundesanwaltschaft (BA) im vergangenen Dezember bewilligte Rechtshilfe gutgeheissen.

Beschwert hatten sich die mittlerweile verurteilten und in Sibirien inhaftierten Michail Chodorkowski und Platon Lebedew, sowie Leonid Nevzlin und zahlreiche Firmen.

Oligarchen in die Schranken verwiesen

Laut den Lausanner Richtern bestehen gewichtige Gründe für den Verdacht, dass die Strafverfahren gegen die Angeschuldigten in der Yukos-Affäre durch die russischen Machthaber instrumentalisiert werden, um die Klasse der reichen Oligarchen in die Schranken zu weisen und potentielle oder erklärte politische Gegner loszuwerden.

Es sei zwar nicht Sache der Schweizer Behörden, dieses Vorgehen zu bewerten.

Die rechtshilfeweise Zusammenarbeit müsse indessen verweigert werden, wenn das zu Grunde liegende Strafverfahren einen solchen Hintergrund aufweise. Die 2003 von Russland verlangte Rechtshilfe könne von der Schweiz deshalb nicht geleistet werden.

Menschen- und Verfahrensrechte verletzt

Auf den politischen und diskriminatorischen Charakter der Verfahren weist laut Bundesgericht weiter hin, dass die Menschen- und Verfahrensrechte der Angeschuldigten verletzt worden sind.

Auch die russische Darstellung des Sachverhalts sei bis zum Schluss ungenügend und obskur geblieben.

Russland hatte die Schweiz 2003 um Rechtshilfe gebeten und mehrfach ergänzt.

Hintergrund der Affäre bilden die Vorwürfe, die der russische Staat gegen die Ex-Oligarchen Michail Chodorkowski, Platon Lebedew und Leonid Nevzlin erhebt. Sie sollen Gewinne aus dem Handel mit dem Düngemittel Apatit zu Unrecht eingesteckt haben.

(rr/sda)

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    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
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    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
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