Um 4000

Arbeitslosenzahl erstmals seit sieben Monaten gesunken

publiziert: Freitag, 7. Mrz 2014 / 08:17 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Mrz 2014 / 12:06 Uhr
Die Jugendarbeitslosenquote sank im Februar von 3,6 auf 3,4 Prozent.(Symbolbild)
Die Jugendarbeitslosenquote sank im Februar von 3,6 auf 3,4 Prozent.(Symbolbild)

Bern - Die anziehende Konjunktur in der Schweiz wirkt sich nun auch auf den Arbeitsmarkt aus. Zum ersten Mal seit sieben Monaten ist die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz gesunken - um rund 4000.

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«Das ist ein stärkerer Rückgang als wir erwartet hatten», sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).

In den Monaten davor war die Wirtschaft ebenfalls gewachsen, trotzdem hatte es mehr Arbeitslose gegeben. Diese ungleiche Entwicklung hatte Zürcher im Januar damit erklärt, dass der Arbeitsmarkt immer mit gewisser Verzögerung auf die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts reagiert.

Nun scheint der Zeitpunkt gekommen, in dem auch die Stellensuchenden vom konjunkturellen Aufschwung profitieren können.

Der Rückgang bei der Arbeitslosigkeit könne zu 20 Prozent konjunkturell begründet werden, sagte Zürcher gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Das SECO rechnet gemäss aktuellen Prognosen für das laufende Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 2,3 Prozent. «Das höhere Wachstum führt zu einer Trendwende am Arbeitsmarkt», sagte Zürcher.

Die restlichen 80 Prozent zur Begründung der tieferen Arbeitslosigkeit liefern saisonale Faktoren, erklärte er. «Wir hatten im Februar eine milde Witterung, was sich positiv auf die Bautätigkeit auswirkte», sagte er. Die Zahl der Arbeitslosen mit Berufen im Baugewerbe reduzierte sich im Februar gegenüber dem Januar um rund 1300 Personen.

Auch die Wintersaison in den Skigebieten laufe leidlich, sagte Zürcher. Dies führe dazu, dass mehr Personen im Gastgewerbe benötigt würden.

Bisher sieht Zürcher keine Anzeichen dafür, dass die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative die aufkeimende Erholung am Arbeitsmarkt zunichte macht. «Es ist noch zu früh, um eine solche Beurteilung vorzunehmen», sagte Zürcher. Faktisch habe sich bisher nichts verändert. «Wir haben aber ein neues Unsicherheitselement», sagte er.

Arbeitslosenquote verharrt bei 3,5 Prozent

Insgesamt waren Ende Februar 149'259 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, wie das SECO am Freitag mitteilte. Dies entspricht gegenüber dem Januar einem deutlichen Rückgang, verglichen mit dem Vorjahr jedoch einem Anstieg. Im Februar des vergangenen Jahres waren noch rund 3000 Personen weniger arbeitslos gewesen.

Die Arbeitslosenquote betrug im Februar wie schon im Dezember und Januar 3,5 Prozent. In den Monaten davor war sie - vornehmlich aufgrund saisonaler Faktoren - von 2,9 Prozent im Juni kontinuierlich angestiegen.

Jugendarbeitslosigkeit stark gesunken

Im Februar stark gesunken ist die Jugendarbeitslosigkeit. Während Ende Januar noch 20'533 Jugendliche bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben waren, waren es Ende Februar nur noch 19'419. Die Zahl der als arbeitslos gemeldeten 15- bis 24-jährigen ist damit innerhalb eines Monats um mehr als 1000 zurückgegangen.

Dadurch sank die Jugendarbeitslosenquote im Februar von 3,6 auf 3,4 Prozent. Dies dürfte auch saisonale Gründe haben. Die Jugendarbeitslosigkeit wächst üblicherweise im Sommer, wenn die Jugendlichen die Schule beenden, um dann im Jahresverlauf wieder zurückzugehen.

Zahl der Langzeitarbeitslosen stabil

Die Zahl der Personen, die seit über einem Jahr arbeitslos sind, lag Ende Februar bei etwas weniger als 23'000. Rund ein halbes Prozent der Schweizer Erwerbsbevölkerung zählt damit zu den Langzeitarbeitslosen. Dieser Wert ist seit 2012 relativ stabil.

«Der Grossteil der Arbeitslosigkeit in der Schweiz kann als friktionelle Arbeitslosigkeit gesehen werden», sagte Boris Zürcher.

Friktionelle Arbeitslosigkeit entsteht, wenn eine Person beim Übergang von einer Arbeitsstelle zur nächsten für eine gewisse Zeit unbeschäftigt ist. Diese Form von Arbeitslosigkeit ist meist von kurzer Dauer und wäre selbst in einer Gesellschaft mit Vollbeschäftigung nicht zu vermeiden.

(awe/sda)

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