Aktivisten stoppen Zug mit Atommüll an deutscher Grenze

publiziert: Samstag, 8. Nov 2008 / 16:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Nov 2008 / 20:29 Uhr

Gorleben - Bei einer Demonstration haben rund 15'000 Menschen gegen den Atommüll-Transport nach Gorleben im deutschen Bundesland Niedersachsen demonstriert. Wegen einer Gleisblockade an der deutsch-französischen Grenze verzögerte sich die Ankunft des Atommüllzuges.

In Deutschland sollen rund 16'000 Polizisten den Transport schützen. (Archivbild)
In Deutschland sollen rund 16'000 Polizisten den Transport schützen. (Archivbild)
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Drei Demonstranten - zwei Männer und eine Frau - hatten sich auf den Gleisen angekettet, wie ein Sprecher der Bundespolizei in der Nähe des Ortes Berg sagte. Am frühen Abend gelang es den Beamten, einen Demonstranten von den Gleisen zu entfernen.

In Gorleben kamen nach Angaben der Polizei rund 14'500 Menschen zu einer Protestkundgebung zusammen. Die Anti-Atom-Initiative «X-tausendmal quer» sprach von 16'000 Demonstranten. Der Ansturm sei so gross gewesen wie zuletzt 2001, hiess es.

Angeheizt wird der Protest durch den politischen Streit um längere Laufzeiten für Atomkraftwerke und wegen der Pannen in dem einsturzgefährdeten Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel. «Das ist die stärkste Mobilisierung seit Jahren», teilten die Atomkraftgegner mit.

Die Demonstration in Gorleben mit Musik und rund 350 Traktoren wurde von einem grossen Polizeiaufgebot begleitet und blieb zunächst friedlich.

Sitzblockade in Gorleben

Vor dem Zwischenlager in Gorleben versammelten sich Demonstranten zu einer Sitzblockade. Darunter war auch Grünen-Chefin Claudia Roth. Auch die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Renate Künast, der designierte Parteichef Cem Özedmir und andere Politiker kamen ins Wendland.

In der Nacht zum Samstag hatten Unbekannte in Brandenburg drei Brände an Signalanlagen der Bahn gelegt. Einen Zusammenhang mit dem Atommülltransport schloss die Bundespolizei nicht aus.

(fest/sda)

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Guten Tag ASLoki
Ja, Ihnen auch ein dickes Lob.Hab bis vor 3 Jahren sogar ohne Fernseher oder Computer gelebt und mit dem Velo jeden Tag geradelt. Ja, der Footprint ist nicht gerade mieterfreundlich. Dass ich nachts mit der Strassenlaternenbeleuchtung auskomme, hat mich sogar in SF Fernsehen gebracht mit einer superkurzen Homestory. Sollten die Strompreise 56 % ansteigen, werde ich schauen, dass ich noch mehr machen kann. Dass sie dann in teure umweltbelastende Kohlekraftwerke im Ausland investieren können. Die haben wohl das Kyoto-Protokoll vergessen. Freundliche Grüsse.
Footprint
Jupp, ein vernünftiger Umgang mit Ressourcen - gleich welcher Art - ist ein ganz entscheidender Beitrag, den jeder Einzelne von uns leisten kann.

Der Footprinttest ist lustig, aber wohl nur sehr begrenzt aussagekräftig. Dennoch wirkt er immer motivierend auf mich.
Mit 1.5 Welten ( ich 1.7 ) sind Sie wirklich sehr gut dabei! Sie liegen damit um die Hälfte niedriger als der Durchschnittsschweizer. Da kann ich Ihnen nur ein dickes Kompliment ausprechen!
Guten Tag ASLoki
Ja, aber 20 Millionen Euro für diesen Protest zahlen, ist auch keine Lösung. Klar, gibt es Alternativen. Aber am besten macht man das mit Stromsparen selber. Beim WWF-Test ziemlich gut abschneiden, z.B. ich 1.5 Welten vernichten (Durchschnitt CH 2.9) und Amerika noch viel höher.
kein Strom
Wieso überhaupt keinen Strom? Kernspaltung ist nicht die einzige Methode der Stromerzeugung. Dafür aber eine recht kurzsichtige Methode. Es gibt keine 100 % sicheren Systeme, weder in der Natur und schon gar nicht von Menschen entwickelte. Auch die sichersten Atomkraftwerke beinhalten das Risiko eines Störungsfalls mit potenziell verheerenden Auswirkungen.

Die Entsorgung der radioaktiven Abfällen ist noch immer nicht befriedigend geklärt und birgt weiter grosse Risiken. So z. B. verfügen wir nur über theoretische Mutmassungen darüber wie sich die strahlungsdämmenden Materialien in denen wir diese Abfälle lagern über mehrere zehntausende Jahre verhalten wird. Die Praxis bietet normalerweise immer noch so einiges an mitwirkenden Faktoren, die in der Theorie nicht - oder falsch - bedacht wurden.

Keine der vielen Hochkulturen die es auf unserer Welt schon gab, hat auch nur annähernd solange überdauert, wie diese Abfälle gefährlich bleiben werden. Mit dem verschwinden von Kulturen gehen auch immer grosse Teile ihres Wissens und ihres Knowhows verloren. Insbesondere sehr spezifisches Wissen um bestimmte Techniken, welche nicht von Jedermann praktiziert werden konnten. Die mit Abstand wahrscheinlichste Zukunftsprognose ist also die, dass der Abfall noch gefährlich strahlen wird, wenn das Wissen darum längst verloren gegangen ist.

Aber was soll uns schon die Zukunft von noch nicht mal geborenen Menschen kümmern, wenn man sich doch jetzt und hier um viel wichtigere Dinge kümmern muss, wie z. B. schon bald den Weihnachtsbaum mit netten Lichterketten zu schmücken ( der Sicherheit wegen lieber keine Kerzen, es könnte ja einen Unfall geben ).

In einer Branche in der viel Geld verdient werden kann, weicht Vernunft und Verantwortungsbewusstsein oft der Gier nach mehr Gewinn. Ich sehe hier die unzähligen Aktivisten gegen die Atomkraft auch als eine kleine Rückversicherung. Sie helfen aktiv mit, dass die Bewirtschafter der Atomenergie etwas vorsichtiger bleiben, als es ohne sie vermutlich der Fall wäre.
Aktivisten stoppen Zug
Die Frage ist, ob diese 15'000 Personen überhaupt keinen Strom brauchen? Sich an die Geleise zu betonieren, ist doch echt krass.
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  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
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