Unübersichtliche IT-Sicherheitslage bedrückt europäische Unternehmen

79 Prozent wollen einheitlichen IT-Überblick

publiziert: Dienstag, 26. Sep 2006 / 07:15 Uhr

Neue Untersuchungsergebnisse von McAfee belegen, dass komplizierte Strategien beim Kauf von Security- Produkten den Wunsch der Unternehmen nach einer einfacheren Verwaltung ihrer IT-Sicherheit untergraben.

Die Komplexität der IT, verbunden mit den Weiten des World Wide Web, hat ein unerträgliches Mass erreicht.
Die Komplexität der IT, verbunden mit den Weiten des World Wide Web, hat ein unerträgliches Mass erreicht.
Obwohl IT-Manager einen einheitlichen Überblick über ihre Sicherheitsumgebung haben möchten, arbeiten Organisationen häufig mit zu vielen Sicherheitsanbietern, Lösungen und Managementkonsolen, was ihre Handlungsfähigkeit deutlich einschränkt.

Beispiel Deutschland

IT-Sicherheitslandschaften bieten in Deutschland ein buntes Bild. Der Bedarf, die unterschiedlichen bestehenden Lösungen in ihrem Zusammenspiel miteinander zu harmonisieren und gemeinsam zu verwalten, besteht auch hierzulande: Zu den wichtigsten Ergebnissen der aktuellen Untersuchung zählt, dass mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent, in Deutschland 79 Prozent) einen einheitlichen Überblick über den Sicherheitsstatus ihrer IT-Infrastruktur wünschen. Und nur 23 Prozent der Befragten sind mit dem aktuellen Sicherheitsniveau auf ihren Systemen beziehungsweise in ihren Netzwerken zufrieden.

600 Unternehmen befragt

Die Studie wurde von Ipsos MORI Research im Auftrag von McAfee durchgeführt, um Licht in die zunehmend komplexen Sicherheitsarrangements vieler europäischer Unternehmen zu bringen. Insgesamt 600 Unternehmen in sechs europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien) wurden befragt. Fast ein Drittel der angesprochenen Unternehmen (30 Prozent im Gesamtschnitt, in Deutschland 38 Prozent) setzen mindestens fünf Sicherheitslösungen ein. Bei einem Fünftel der Unternehmen mit über 1000 Angestellten (22 Prozent in allen Ländern – 14 Prozent in Deutschland) sind es sogar sieben oder mehr.

Die deutsche Sicherheitslage

Bei der Anzahl der eingesetzten Lösungen bestimmt eine zum Teil unübersichtliche Vielfalt das Bild. Nur 22 Prozent der deutschen Unternehmen setzen lediglich eine bzw. zwei Lösungen ein (Gesamtschnitt 36 Prozent). 58 Prozent verwenden aber drei bis fünf verschiedene Lösungen (im europäischen Schnitt nur 48 Prozent). Auch bei der Auswahl der Hersteller verlassen sich deutsche Administratoren tendenziell eher auf mehr Anwender. Produkte von nur einem oder zwei Anbietern nutzen in Deutschland nur 38 Prozent der Befragten, in allen sechs Ländern dagegen 51 Prozent. Umgekehrt beträgt der Wert für drei bis vier Hersteller in Deutschland mit 42 Prozent weit mehr als der Gesamtschnitt der sechs Länder von 28 Prozent. 14 Prozent (Gesamtschnitt 13 Prozent) der deutschen Unternehmen müssen fünf bis zehn Lösungen verwalten. Kein Wunder also, dass auch in Deutschland 79 Prozent der Befragten einen einheitlichen Überblick über ihre IT-Infrastruktur wünschen.

Nur bei grösseren Unternehmen tendieren deutsche Administratoren zu etwas mehr Homogenität als ihre westeuropäischen Kollegen. Bei Unternehmen mit mehr als 1000 Angestellten verlassen sich 48 Prozent auf einen oder zwei Hersteller, allein 29 Prozent nur auf einen einzigen Anbieter (europäische Werte 42 bzw. 23 Prozent). Mittelgrosse Unternehmen mit 250 bis 499 Mitarbeitern verlassen sich zu 64 Prozent auf ein bis zwei Lösungen – im Gesamtschnitt 56 Prozent.

Weitere Erkenntnisse

Ansonsten fand die Studie unter anderem noch folgende Fakten heraus: Unter den anderen Ländern scheinen niederländische Unternehmen die meisten Sicherheitsanbieter zu beschäftigen. Ein Drittel der befragten niederländischen Organisationen beauftragen fünf oder mehr Security-Lieferanten. Bei fast einem Fünftel der Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern sind es sogar über zehn (in Deutschland 5 Prozent). Britische Organisationen verwenden die meisten Sicherheitslösungen. 44 Prozent (in Deutschland 38 Prozent) haben mindestens fünf davon im Einsatz.

Kaufverhalten

Der Entscheidungsprozess für den Kauf neuer Sicherheitslösungen wird im Wesentlichen durch die Funktionen des Produkts beeinflusst. Über ein Viertel der befragten Unternehmen (26 Prozent) erklärten, dass sie ihre Kaufentscheidung von bestimmten Features abhängig machen. Nur 13 Prozent (insgesamt wie auch in Deutschland) sehen den Preis als wichtigstes Entscheidungskriterium an. Die Kosten sind für Einrichtungen in Grossbritannien am wichtigsten; hier gab etwas mehr als ein Fünftel der Unternehmen an, die billigste Option vorzuziehen.

Patchen, Patchen, Patchen

Eine der grössten Schwierigkeiten für Unternehmen, die mehrere Sicherheitsprodukte von unterschiedlichen Anwendern einsetzen, liegt in der Patch-Verwaltung. In Europa erklärten mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent), dass sie mindestens einmal täglich Patches einspielen. Italien liegt hier vorne: 67 Prozent der italienischen Unternehmen gaben an, täglich zu patchen. Deutschland folgt an zweiter Stelle mit 61 Prozent. Der Einsatz einer einzigen Managementkonsole kann bei der Patch-Verteilung enorm helfen.

Einheitliche Verwaltung nötig

Das Verwalten einer grossen Zahl unterschiedlicher Produkte von vielen Herstellern bringt einen grossen Aufwand mit sich. Da es oft nötig ist, Updates für Softwarelösungen einzuspielen und da regelmässig Bedarf nach neuen Lizenzen entsteht, gestaltet sich die Verwaltung unterschiedlicher Lösungen von mehreren Anbietern für IT-Administratoren also immer aufwändiger. Gleichzeitig wird der ganze Vorgang ineffizient und teuer. Deswegen müssen Unternehmen nach integrierten Sicherheitslösungen suchen, die von einer einzigen Konsole aus Schutz vor einer grossen Zahl unterschiedlicher Bedrohungen bieten. Idealerweise sind diese Produkte auch noch kostengünstig und lassen sich einfach verwalten.

(Isabell Unseld)

Eine breite Allianz konzernkritischer Organisationen erhöht den Druck auf Schweizer Unternehmen.
Eine breite Allianz konzernkritischer ...
Allianz erhöht den Druck  Bern - Eine breite Allianz konzernkritischer Organisationen erhöht den Druck auf Schweizer Unternehmen. Nachdem sie das Thema Konzernverantwortung mit der Kampagne «Recht ohne Grenzen» auf die politische Agenda gebracht haben, lancieren sie nun eine Volksinitiative. mehr lesen 1
Energiesparen  Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz. Hauptmotiv ... mehr lesen  
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
Spezialisten verdienen durchschnittlich 113.000 Franken.
Studie zur Vergütung von Fachkräften  Die Saläre von Spezialisten und Sachbearbeitern in der Schweiz steigen in diesem Jahr ähnlich moderat wie in den vergangenen Jahren: ... mehr lesen  
IT-Zufriedenheit  Besonders junge Berufstätige wollen ... mehr lesen
Mehr als die Hälfte der Berufstätigen würden gerne den Arbeitscomputer durch ein neues Gerät ersetzen.
AKTUELLE AUSGABE
AKTUELLE AUSGABE

» Hier abonnieren


Die Fachzeitschrift
für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat von Unternehmen mit 10 - 250 Beschäftigten.

» Hier abonnieren


Agenda
Wichtige Termine für Entscheider

» Termine anzeigen

Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wieso eigentlich? Brauchen wir doch gar nicht, die Menschenrechte, nicht mal in der ... So, 12.04.15 18:01
  • JasonBond aus Strengelbach 4115
    Zürich Weltmetropole Die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. In 10 Jahren ... Do, 24.02.11 11:02
  • jorian aus Dulliken 1754
    Rohstoffpreise A Wer keine Gold oder Silbermünzen hat ist selbst schuld! EU ... Fr, 04.02.11 03:57
  • Midas aus Dubai 3810
    Wir alle haben schuld Sehen Sie die Beiträge zur Waffeninitiative im Vergleich zu Ihrem ... Fr, 04.02.11 02:48
  • mriedl aus Aurolzmünster 1
    Schuld haben die Politker Ein Beispiel, der Heizölverbrauch sink jährlich um 5%, Tendenz weiter ... Do, 03.02.11 14:23
  • jorian aus Dulliken 1754
    Buchtipp ... Sa, 08.01.11 11:26
  • Betriebsrentner aus Wörthsee 1
    Die Versicherungswirtschaft läßt grüßen!! Wieder ein Versuch, diesmal auf europäischer Ebene, Menschen in die ... So, 06.06.10 16:59
  • ochgott aus Ramsen 695
    Eine Statistik die keinen Menschen weiterhilft. Mi, 26.05.10 16:26
Bewerbungsgespräch
Startup News So bewirbt man sich richtig Gute Bewerbungen öffnen Türen zu guten Positionen. Was ist bei ...
 
News
         
Jetzt steht die Kundenarbeit wieder ganz im Fokus.
Publinews Der heutige Tag markiert einen weiteren Meilenstein für die unabhängige Vermögensverwaltung Estoppey Value Investments aus ... mehr lesen
Cola enthält ungefähr halb soviel Koffein wie Filterkaffee.
Publinews Coca Cola ist eines der weltweit beliebtesten Getränke und wird aufgrund seines Koffeingehaltes häufig als Erfrischung oder zur Stärkung getrunken. ... mehr lesen
Bei den meisten Speditionen wird ein Festpreis für die vertraglich vereinbarten Leistungen angeboten.
Publinews Die neue Wohnung ist endlich gefunden und der Vertrag für die alte Unterkunft bereits gekündigt. Jetzt geht es in die Planungsphase für den ... mehr lesen
Elektrofahrzeug
Publinews HYRA: Das flexible Auto-Abo von Volvo  Für viele Unternehmen ist ein Geschäftswagen notwendig, doch besonders in der Anfangszeit ist ein Kauf oder ein Leasing oft nicht möglich. Volvo hat ... mehr lesen
Die G20-Staatschefs auf dem «Familienfoto» in Indonesien 2022.
Publinews Beim G20-Gipfel treffen sich die Staatsoberhäupter von insgesamt 19 Nationen sowie der EU, um gemeinsam über wichtige Themen wie ... mehr lesen
Maschinen können den Menschen (noch) nicht vollständig ersetzen.
Publinews Die Entwicklung ist weltweit zu beobachten: Roboter werden mehr und mehr in Industrien eingesetzt. Damit unterstützen sie die Produktion, ... mehr lesen
Unternehmensgründung geht sogar im Taxi: Man muss nur die Zügel in die Hand nehmen.
Publinews Heutzutage gibt es mindestens ein Smartphone in nahezu jedem Haushalt. Mit dem Gerät werden jedoch nicht nur Nachrichten verschickt, Filme oder Serien ... mehr lesen
Das Ausleihen von Filmen und Videospielen war vor knapp 20 Jahren noch sehr populär.
Publinews Die Welt steht in einem stetigen Wandel, welcher insbesondere durch das technologische Zeitalter beeinflusst wird. Viele Branchen und somit auch Berufe werden in der ... mehr lesen
Umzugsstress ist kein Trennungsgrund.
Publinews Für viele Schweizer Bürger sind die Monate März, Juni und September ganz besonders stressig - denn dann wird «gezügelt». Das bedeutet, dass zu ... mehr lesen
Social Media Illustration
Publinews Immer mit der Zeit gehen - Nachhaltige Werbeartikel für Unternehmen  Fair produzierte und umweltbewusste Produkte nehmen in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert ein. Der ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
Latupo GmbH Logo
29.09.2022
RAILALERT Logo
29.09.2022
Swiss Institutional Investor Logo
28.09.2022
28.09.2022
28.09.2022
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 8°C 14°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 9°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 7°C 12°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Bern 6°C 14°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern 9°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 6°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 13°C 18°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten