Geldpolitik
1000-Franken-Note gerät erneut unter Beschuss
publiziert: Montag, 9. Mai 2016 / 16:14 Uhr
Die SNB will an der grössten Schweizer Banknote festhalten.
Die SNB will an der grössten Schweizer Banknote festhalten.

Zürich - Mit der Abschaffung der 500-Euro-Note durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist erneut eine Diskussion um ein Aus für die 1000er-Note beim Schweizer Franken entbrannt. Beobachter sehen Herausforderungen auf den grössten Geldschein der Eidgenossenschaft zukommen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Der Kampf um die Schwächung der eigenen Währung ist nach der Meinung zahlreicher Beobachter in eine neue Runde gegangen. Zwar nannte die EZB am vergangenen Mittwoch als Hauptargumente für das Aus des 500-Euro-Scheins, dass Kriminellen die Finanzierung von Straftaten wie Terror oder Schwarzarbeit erschwert werden solle.

Allerdings vermuten nicht wenige Ökonomen hinter dem Entscheid des EZB-Gremiums um Präsident Mario Draghi, dass es mit dem Entschluss eigentlich zwei Dinge erreichen will.

Erstens versucht die EZB damit den Euro zu schwächen. Das könnte Draghi auch tatsächlich etwa dadurch gelingen, falls Verbrecher künftig in grossem Stil auf andere Währungen als den Euro setzen und somit die Nachfrage nach Euro-Geld bei der Terrorfinanzierung oder der Geldwäscherei zurückgeht.

Aufwendigere Bargeldhaltung

Zweitens unterstützt die Entscheidung zur Aufgabe der 500-Euro-Note die Geldpolitik der EZB indirekt, da sich die Bargeldhaltung grösserer Beträge verteuert. Somit könnten Sparer oder Profianleger angesichts vorherrschender Negativzinsen künftig gezwungen sein, Bargeld in kleineren Noten als in 500-Euro-Scheinen zu halten. Das macht eine sichere Aufbewahrung aber schon allein wegen des grösseren Volumens kostspieliger.

Und genau diese Entwicklungen dürften auch Auswirkungen auf die Schweiz haben. Zwar ist am Montag in einigen Medien wie dem «Tages-Anzeiger» zunächst erneut eine Diskussion um die Abschaffung der 1000-Franken-Note entbrannt, nachdem der Harvard-Professor und frühere US-Finanzminister Lawrence Summers genau dies zur Bekämpfung von kriminellen Machenschaften in der «Financial Times» vom Montag gefordert hatte. Schliesslich ist eine 1000-Franken-Note nunmehr einer der wenigen verbleibenden grossen Banknoten der Welt, mit dem höchsten Einzelwert.

Doch auch für die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die eigentlich eine Schwächung ihrer Heimwährung anstrebt, dürfte es mit der Abschaffung der 500-Euro-Note durch die EZB laut Marktbeobachtern insgesamt nicht einfacher werden.

Falls Kriminelle nämlich massiv auf den Franken umschwenkten, stiege die Nachfrage nach der Schweizer Währung und diese würde gestärkt statt geschwächt. Ausserdem sei es generell nicht im Interesse einer Notenbank, wenn sich Kriminelle flächendeckend mit ihren Banknoten eindeckten.

1000er-Nötli bleibt

Bei der SNB gibt man sich angesichts solcher Töne allerdings gelassen. Die Nationalbank erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur sda, dass sie an der 1000er-Note festhalte.

Ob der EZB-Entscheid, die Produktion der 500-Euro-Noten einzustellen, der Schweizer Geldpolitik zuwiderlaufe, will die Notenbank allerdings nicht direkt kommentieren. Die verfügbare Stückelung einer Währung sei aber nur ein Aspekt, der bei der Bargeldhaltung eine Rolle spiele, hiess es dazu lediglich aus SNB-Kreisen.

 

(fest/sda)

Machen Sie auch mit! Diese wirtschaft.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der 500-Euro-Schein wird abgeschafft, um die Finanzierung von Straftaten und Terror zu erschweren. Auch die ... mehr lesen 1
Nach Angaben des Bundesrats werden 1000-Franken-Noten vor allem als Zahlungsmittel verwendet.
Die grösste Euro-Banknote verabschiedet sich.
Frankfurt - Die 500-Euro-Note wird ... mehr lesen
Etschmayer «Nur Bares ist Wahres!» war lange Zeit ein durchaus gebräuchlicher Spruch - nicht nur im Gebrauchtwagenhandel. Doch diese ... mehr lesen 4
500-Euro-Schein: Bald ein Ding der Vergangenheit.
Wolfgang Schäuble will Bargeldgeschäfte beschränken.
Brüssel - Die EU-Finanzminister haben einen Aktionsplan der EU-Kommission gutgeheissen, mit dessen Hilfe Terroristen der Geldhahn zugedreht werden soll. Zudem soll Brüssel einen Bericht ... mehr lesen
Frankfurt - Die Europäische ... mehr lesen
Noch ist keine Entscheidung gefallen.
Wer glaubt denn
noch unserer Notenbank? Einen Monat bevor sie den Frankenkurs gegenüber dem Euro frei gab, stellte sie das völlig ausser Frage!
Es wir auch mit der tausender Note so gehen. Jetzt kommt das gar nicht infrage, morgen wird sie abgeschafft.
Wetten?
Das Bargeld wird zwar nicht so rasch verschwinden, aber es wird erheblich an Bedeutung verlieren, bei all den Schwindlern und "Briefkästen" und Abzockern und Diktatorengauner dieser Welt. Der Staat, der für den Wert des Geldes garantiert, kann gar nicht anders!
Aber dann werden Parellwährungen wie Gold und ander Edelmetalle, Bitcoin usw. das Geld ersetzen und den Staat ad absurdum führen. Die Finanzobergauner finden immer einen Weg, den Staat und somit auch den einfachen Bürger zu betrügen.
Solch ein Blödsinn!
Der wahre Grund, dass man die grossen Noten abschaffen will, ist der, dass die Grossanleger ihr Geld in den Safes bunkern. (Wegen der Minuszinsen!)

Gibt es nur noch 200 € Noten, braucht es mehr Kapazität! (In den Safes)

Man weiss jetzt schon zu viel von mir! Bei Bargeldverbot, wird jeder Schritt überwacht, kein Wochenende mehr in Zweisamkeit.

Ich habe nichts zu verstecken.

Nur wer etwas zu verbergen hat, ist gegen Videoüberwachung!

So ein Blödsinn. Da lässt man Kriminelle einreisen und beobachtet dann Hyronimus Füdlibürger!

So nicht!
DIe Globalisierung bietet zahllose Möglichkeiten für Beschäftigte und Unternehmen.
DIe Globalisierung bietet zahllose Möglichkeiten ...
Publinews Die Globalisierung ist längst Realität und wenn wir die Handelspartner betrachten, welche für einzelne Unternehmen für den Erfolg oder Misserfolg zuständig sind, dann stellen wir fest, wie weit verstreut jene in der Welt häufig sind. mehr lesen  
Produzenten- und Importpreisindex im Dezember und Jahresteuerung 2021  Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Dezember 2021 gegenüber dem Vormonat um 0,1% und erreichte den Stand von 105,1 Punkten (Dezember 2020 = 100). Im Vergleich zum Dezember ... mehr lesen
Die Importpreise erhöhten sich um 5,1%.
Wenn Sie Geld sparen möchten, ist es besser, zuhause ein Home Office einzurichten.
Publinews Möchten Sie sich als Buchhalter selbstständig machen? Dann sollten Sie weiterlesen. Buchhalter sind heute sehr gefragt. Ihre ... mehr lesen  
Am 25. November 2021 bringt die Schweizerische Post eine Briefmarke der ganz anderen Art, einen Meilenstein in der Schweizer Briefmarken-Geschichte ... mehr lesen  
Swiss Crypto Stamp: Es gibt verschiedene Sujets in unterschiedlicher Stückzahl.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Bewerbungsgespräch
Startup News So bewirbt man sich richtig Gute Bewerbungen öffnen Türen zu guten Positionen. Was ist bei der Bewerbung wichtig und welche Trends sind 2022 zu berücksichtigen?
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Solarenergie ist rentabel geworden, und zwar nicht nur auf dem eigenen Hausdach.
Publinews Weitreichende Veränderungen führen zu neuen Denkweisen. Weltweite Ereignisse haben in den letzten zwei Jahren unser Leben so nachhaltig verändert wie schon lange nicht mehr zuvor. mehr lesen
Luxusuhren
Publinews Gebrauchte Luxusuhren als Investment  Luxusuhren aus Schweizer Manufakturen eignen sich hervorragend als Anlageobjekte in Krisenzeiten. Was ist zu beachten? Jetzt lesen. mehr lesen
Nach 24 Stunden ist der Kleber fest. Eine Mutter wird anschliessend in die Platte geschoben und der Träger daran angeschraubt.
Publinews Plissees ohne Bohren lassen sich schnell und einfach ohne Löcher zu bohren anbringen. Eine tolle Alternative für Mietobjekte. Der Fensterrahmen wird nicht ... mehr lesen
Pexels
Publinews Wie Online-Shops durch Coupons profitieren  Kunden mögen Belohnungen und für diese zahlt der Anbieter. Trotzdem überwiegen für ihn meistens die Vorteile. Welche sind es und warum ist das so? ... mehr lesen
Unternehmen
Publinews Corporate Housekeeping für dein Unternehmen  Mindestens morgens und abends, manche auch am Mittag: Zähneputzen - wer tut es nicht? Aber was hat Zähneputzen mit Recht zu tun? Eigentlich gar ... mehr lesen
Bringt man genug Geld mit, ist das Auswandern gar kein Problem. Wenn nicht, wird es konpliziert.
Publinews Obwohl Deutschland viele schöne Seiten besitzt und über ein gutes Rechtssystem verfügt, ist es trotzdessen nicht für jedermann. Manche Leute können sich einfach nicht mit dem ... mehr lesen
Bildschirm, Game
Publinews Gespielt wird immer: Gamesbranche auf steigendem Kurs  Die Entertainmentbranche boomt! Während sich die Streamingportale einen erbitterten Wettstreit um die Abonnenten liefert, fristet die ... mehr lesen
Beim Hausbau lässt sich eine Menge Geld sparen.
Publinews Lebenssituationen sind unterschiedlich, dementsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten des Bauens. Da ein Keller für ... mehr lesen
Auszeiten sind wichtig.
Publinews Die Verbundenheit zur Natur scheint einigen Menschen deutlich eher gegeben zu sein, als es bei anderen Mitmenschen der Fall ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
13.05.2022
13.05.2022
13.05.2022
13.05.2022
13.05.2022
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 14°C 25°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 16°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
St. Gallen 15°C 23°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Bern 14°C 25°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 14°C 24°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 14°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 17°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten