venture kick: je 130‘000 Franken für Geroco und Climeworks
publiziert: Dienstag, 25. Mai 2010 / 09:53 Uhr

Ein handliches System zur Messung und Reduktion des Energieverbrauchs im eigenen Haushalt sowie ein Apparat, der aus der Luft CO2 ausscheidet und so das Wachstum von Pflanzen in Treibhäusern ohne Produktion von weiteren Schadstoffen beschleunigt. Für ihre innovativen Geschäftsideen erhalten die zwei Startups Climeworks (ZH) und Geroco (VS) je 130‘000 Franken Startkapital von venture kick.

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Weiterführende Links zur Meldung:

venture kick
Der Weg zu 130'000 Franken Startkapital
www.venturekick.ch

Die Welt von heute auf morgen verbessern, können auch Climeworks und Geroco nicht. Mit ihren Erfindungen leisten sie aber einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zu einem schonenderen Umgang mit der Umwelt.

Geroco: im eigenen Haushalt bis zu 15 Prozent Energie sparen
Das von Geroco entwickelte System ermöglicht es, mittels einer Web-Plattform seinen eigenen Energieverbrauch zu messen. Dazu werden Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschine oder Fernsehapparat an einen Plug-In-Stecker angeschlossen, der die gesammelten Daten via USB-Gerät an den hauseigenen Computer überträgt. Über ein Login erhalten die Benutzer Zugang zu einem Online-Portal, das nicht nur anzeigt, wie viel Energie die Geräte verbrauchen, sondern auch praktische Tipps zum Thema Energie sparen liefert. Zudem kann über die Webseite der Strom beliebig ein- und ausgeschaltet werden. Michael Dupertuis, Gründer von Geroco: «Das Umweltbewusstsein der Leute wächst stetig. Allerdings wissen die wenigsten wo anfangen. Mit unserer Lösung geben wir ihnen eine einfache und bequeme Möglichkeit, bis zu 15 Prozent Energie im eigenen Haushalt zu sparen.» Das Produkt von Geroco ist bereits auf dem Markt und stösst bei Endkonsumenten sowie B2B-Kunden auf grossen Anklang. Michael Dupertuis: «Beispielsweise konnten wir bereits mit Romande Energie einen Vertrag abschliessen. Sie werden ab dem Herbst unser System unter ihrem eigenen Namen verkaufen. Damit ermöglichen sie ihren Kunden, ihren Energieverbrauch besser zu verwalten und können sie so gleichzeitig auf die Thematik sensibilisieren.»

Climeworks: die Luft von CO2 reinigen
Grosse Visionen haben Christoph Gebald und Jan Wurzbacher, Gründer des ETH Spin-offs Climeworks. Mit ihrem am Professorship of Renewable Energy Carriers entwickelten Apparat, der CO2 aus der Luft einfangen und danach als Rohstoff ausscheiden kann, möchten sie CO2 mittels Solarenergie zu synthetischem Treibstoff umwandeln. Soweit ist ihr Projekt allerdings noch nicht. Im Moment fokussieren die beiden ETH-Doktoranden auf einen Einsatz ihrer Technik in Treibhäusern. Jan Wurzbacher: «Damit die Pflanzen schneller wachsen, brauchen sie CO2. Um dieses zu produzieren wird heutzutage in Gewächshäusern teils Erdgas verbrannt. Mit unserem System können wir ihnen zu einem günstigeren Preis CO2 in konzentrierter Form liefern, das bei der Gewinnung nicht noch zusätzlich die Umwelt belastet, sondern sie im Gegenteil verbessert, da das CO2 der Atmosphäre entzogen wird.» Während der Markt in der Schweiz dafür relativ begrenzt ist, zeigt sich anhand der Marktanalysen von Climeworks in Ländern wie Spanien und Holland ein riesiges Potential. Die erste Pilotanlage wird trotzdem in der Schweiz aufgebaut und soll 2012 in Betrieb genommen werden.

venture kick als Beschleuniger
Um ihre Projekte voranzutreiben, sind die Firmengründer von Climeworks und Geroco auch auf externe Finanzierungsmittel angewiesen. Die weiteren 100‘000 Franken von venture kick kommen ihnen dabei sehr gelegen. Jan Wurzbacher: «Gerade in der jetzigen Phase ist für uns finanzielle Unterstützung extrem wichtig. Denn damit können wir die Entwicklungsarbeit intensivieren und so unser Produkt schneller auf den Markt bringen, was uns wiederum gegenüber der Konkurrenz einen grossen Vorteil verschafft. venture kick leistet in dieser Hinsicht einen wertvollen Beitrag, nebst dem, dass wir während des ganzen Prozesses von zusätzlichem unternehmerischen Know-how durch die Experten profitieren konnten.»

Über vier Millionen Franken ausgeschüttet
Seit Start der Initiative im Herbst 2007 hat venture kick über vier Millionen Franken ausgeschüttet. Von der Finanzspritze haben unterdessen 115 Projektteams aus den unterschiedlichsten Bereichen profitiert: von der Medizinaltechnik über die Informations- oder Biotechnologie bis zur innovativen Sportgeräteentwicklung. Eine laufende Umfrage unter den geförderten Startups bestätigt, dass die Förderinitiative mit 80 effektiven Firmengründungen, mehr als 400 geschaffenen Arbeitsplätzen und gegen 40 Millionen Finanzierungsvolumen Wirkung zeigt.

Über venture kick
Ziel der Initiative ist es, die Zahl der Unternehmensgründungen an Universitäten, technischen Hochschulen und Fachhochschulen zu verdoppeln. Dazu wird ein Startkapital von bis zu 130‘000 Franken ausgerichtet. Monatlich erhalten jeweils acht Projektteams die Chance, sich vor einer Jury, bestehend aus erfolgreichen Unternehmern und Investoren, zu präsentieren. Die vier Gewinner erhalten je 10'000 Franken und qualifizieren sich automatisch für die zweite Runde drei Monate später. Dort geht es um 20'000 Franken, die wiederum an die «bessere Hälfte» der Projektteams ausgeschüttet werden. In der dritten Runde sind dann nach weiteren sechs Monaten die letzten 100'000 Franken zu gewinnen.

(es/venturelab)

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