venture kick: Je 130'000 Franken für zwei neue Startups
publiziert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 11:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 22. Mai 2008 / 14:14 Uhr

Poken SA und RouteRank SA: Die beiden Westschweizer Startups haben bei der Initiative venture kick die dritte Phase erfolgreich überstanden und erhalten 100'000 Franken Startkapital. Bereits in Phase 1 und 2 sind sie mit 10'000 und 20'000 Franken ausgezeichnet worden. Beide Projekte bieten innovative Lösungen im Kommunikationsbereich.

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Gründer der Poken SA ist Stéphane Doutrioux, MBA-Student am IMD in Lausanne. Sein «Poken» ist ein kleines trendiges Gerät, das die Welt der Internet-Communities und die persönliche, physische Kommunikation miteinander verlinken will: Der Kontakt über den Poken eröffnet den Partnern oder Partnerinnen den Zugang zum Kontaktprofil des Gegenübers in seinen social networks. Da über den Poken keine persönlichen Daten ausgetauscht werden, besteht auch kein Sicherheitsrisiko.

Neben dem Einsatz in den diversen Web-Communities sieht Gründer Stephane Doutrioux für seine «elektronisch angereicherte Visitenkarte» auch ein grosses Potenzial für den Einsatz in der modernen Multimedia-Werbung. Erst vor kurzen ist Doutrioux als einziger Europäer an einem grossen internationalen Wettbewerb in Hongkong ausgezeichnet worden. Besonders viel versprechend dabei: Der Poken kam besonders beim Publikum sehr gut an!

Die wirklich beste Route dank RouteRank

EPFL-Ingenieur Jochen Mundinger macht mit seiner Software RouteRank möglich, für Reisen zwischen zwei Orten die wirklich beste Route zu wählen. Dabei bietet sein klar und übersichtlich aufgebautes Tool die Auswahl zwischen verschiedenen Kriterien. Und vor allem: Es berücksichtigt alle möglichen Verkehrsmittel und bezieht auch die mit den heutigen Suchmethoden kaum entwirrbaren Umsteigeknoten zum Beispiel zwischen Flugzeug und Bahn mit ein.

RouteRank wird als unentgeltliche Dienstleistung angeboten werden. Das ist möglich, weil Hotellerie und Tourismusorganisationen bereits sehr grosses Interesses am neuen Werbeträger gezeigt haben, ermöglicht RouteRank doch punktgenaue Informationen dort, wo der Reisende sie effektiv auch braucht. Dabei ist die absolut rigide Trennung zwischen Information über die Route und zusätzlichen Werbeangeboten für den Firmengründer ein absoluter Schlüsselfaktor: «Die Unabhängigkeit wird neben der Leistung einer unserer Trümpfe sein», betont Mundinger.

Grosse Fortschritte dank dem Schub von venture kick

In knapp neun Monaten haben Poken und RouteRank den Schritt von der Idee zum Unternehmen geschafft. Und sie haben in dieser Zeit auch ihre Geschäfts- und Businessmodelle substanziell weiter entwickelt. Dieses Tempo hat der zusätzliche Schub von venture kick ermöglicht. Damit ist auch eines der Ziele der Initiative erreicht: Sie will die Zahl Unternehmensgründungen an den schweizerischen Hochschulen markant erhöhen und den Startup-Prozess beschleunigen.

Unterstützung in der Startphase

Zu diesem Zweck unterstützt venture kick Forscherinnen und Forscher, die die Ergebnisse ihrer Arbeit in marktreife Produkte und wettbewerbsfähige Unternehmen umsetzen wollen, bereits in der Startphase. Damit füllt die Initiative gleichzeitig eine Finanzierungslücke in der Innovationskette.

Über drei Stufen zu 130'000 Franken

venture kick legt auch selber ein beachtliches Tempo vor: Jeden Monat werden acht Bewerber zu einer Präsentation vor einer Expertenjury eingeladen. Die bessere Hälfte wird mit 10'000 Franken gefördert und qualifiziert sich automatisch für die zweite Stufe, bei der es um 20'000 Franken geht. Spätestens neun Monate später präsentieren sich die Besten in der Stufe drei, wo es dann um 100'000 Franken geht.

Bereit für den unternehmerischen Erfolg

Wer es so weit bringt, verfügt nicht nur über 130'000 Franken Startkapital, sondern auch über einen tragfähigen Businessplan, hervorragende Kontakte zu Investoren - die besten Voraussetzungen für den unternehmerischen Erfolg. Für Stéphane Doutrioux sagt es so: «venture kick war für uns en ausschlaggebender Impuls, der uns für die ersten Schritte in unser Abenteuer entscheidend motiviert hat.»

Bereits 810'000 Franken

venture kick ist im Sommer 2007 lanciert worden. Seither hat sie bereits insgesamt 810'000 Franken an 29 Projekte ausbezahlt. Und für das ganze Jahr 2008 stehen zwei Millionen bereit. Geldgeber der privaten Initiative sind drei namhafte Stiftungen: Die GEBERT RÜF STIFTUNG, die Ernst Göhner Stiftung und die OPO-Stiftung.

(ps/)

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