«venture Leaders»: Amerika-Ticket für die 20 Besten
publiziert: Mittwoch, 21. Mrz 2007 / 08:46 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Mrz 2007 / 10:07 Uhr

Die 20 innovativsten und talentiertesten Schweizer Jungunternehmer-Persönlichkeiten werden mit einem zehntägigen Förderprogramm in der Region Boston (USA) ausgezeichnet: Die Bundesinitiative «venturelab» der Förderagentur KTI hat im Parc Scientifique der EPFL und im Technopark Zürich die Preisträger des Programms «venture leaders» gewählt.

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Alle Gewinner/innen entwickeln weltweit einzigartige Technologien in den Bereichen Nanotech, Biotech, IT, Science und Drug Engineering. Sie arbeiten mehrheitlich als Wissenschaftler in Forschungslabors der Schweizer Universitäten und Fachhochschulen, stehen aber unmittelbar vor dem Sprung in die Selbständigkeit oder haben diesen bereits vollzogen.

Ausgezeichnet wird das Zukunftspotenzial

Für einmal werden die Preisträger/innen nicht für das ausgezeichnet, was sie bereits geleistet haben, sondern für das Marktpotenzial, welches ihre Technologien und Geschäftsideen in sich bergen. Dementsprechend gab es denn auch kein Preisgeld und auch keinen Pokal, sondern ein zehntägiges intensives Förderprogramm in Boston (USA) zu gewinnen. Um die Auszeichnung haben sich rund 140 Wissenschaftler beworben. Die Jury, bestehend aus hochkarätigen Vertretern der Schweizer Start-up Szene, hat 40 zur persönlichen Präsentation eingeladen. 20 von ihnen wurden ausgezeichnet.

Der Kurs der «Aktie Wissen» steht gut!

«Die Rohstoffreserve der Schweiz ist die Wissenschaft, unsere Aktien sind die Wissensunternehmer», sagt Jurymitglied Pascale Vonmont von der GEBERT RÜF STIFTUNG, welche das Förderprogramm anschubfinanziert: «Dass es gut steht um den Aktienkurs, zeigt venture leaders sehr eindrücklich. Nicht nur die Preisträger, sondern alle Finalisten stehen für eine neue Generation von risikobereiten, unternehmerischen Persönlichkeiten, die ihre Topausbildung in Innovation umsetzen.»

Hilfe auf dem Weg zu den globalen Märkten

Entscheidend für die Selektion waren der Innovationsgrad und das Marktpotenzial der Geschäftsidee, die Eignung der Bewerber/innen als Unternehmerpersönlichkeiten, sowie nicht zuletzt die Qualität und Überzeugungskraft der Projektpräsentation. Beat Schillig, Leiter von «venturelab» und Initiant von «venture leaders», zu den Zielen: «Wir wollen Studierende und Wissenschafter für das Thema Entrepreneurship sensibilisieren und den besten unter ihnen eine konkrete Hilfestellung bieten, damit sie ihre Innovationen auf den globalen Markt bringen können. Obwohl die Schweiz punkto Forschung zur Weltspitze gehört, dauert es oft zu lange, bis aus den Resultaten im Labor auch marktfähige Produkte werden.»

Igor Fisch, früherer Preisträger, CEO des Genfer Biotechunternehmens Selexis und Jurymitglied 2007, bestätigt denn auch: «In Boston konnte ich den ökonomischen Background stärken, der mir als Wissenschaftler gefehlt hat.»

Aus Forschern werden erfolgreiche Unternehmer

Was aus ausgezeichneten Start-up-Ideen werden kann, zeigt auch das Beispiel von Joël Jean-Mairet, Mitgründer der Glycart AG und Preisträger 2001: Sein im Jahr 2000 gegründetes Unternehmen ist 2005 für 235 Millionen Franken von der Roche übernommen worden. Sehr viel versprechender Nachwuchs ist auch in den jüngsten Auswahlen dabei. So haben sich erst vor kurzen vier Preisträger 2006 und 2007 an der «Swiss Tech Tour» vor internationalen Investoren präsentiert: Covalx und AXSionics gehörten 2006 dazu, SonicEmotion und Arktis Radiation Detectors dieses Jahr. Arktis Radiation Detectors ist zudem Gewinner des Businessplan-Wettbewerbs Venture 2006 an der ETH.

Ein Unternehmerkurs und viele Kontakte

Das Programm findet im Juni statt. Es beinhaltet unter anderem die Teilnahme am Entrepreneurship Course des renommierten Babson College, einen Networking-Apéro im SHARE Swiss House, der Schweizer Vertretung für Forschung und Innovation in Boston, und zahlreiche Kontaktmöglichkeiten zu lokalen Investoren und Besichtigungen von erfolgreichen Start-ups. Der Förderpreis «venture leaders» wird von «venturelab», einer Initiative der Förderagentur für Innovation KTI, in Zusammenarbeit mit der GEBERT RÜF STIFTUNG und dem von Ernst&Young international ausgeschriebenen Förderpreis «Entrepreneur Of The Year» ausgerichtet.

Die Preisträger von «venture leaders» 2007

  • Martin F. Bäuml (ETH Zürich)
    Weltweit einzigartige Zusätze für den Beton, der diesen schneller aushärten lässt und dem Anwender zusätzliche Kostenvorteile bringt, erprobt beispielsweise am Flughafen Kloten (concretum AG).
  • Herbert Bay (ETH Zürich)
    Innovation für die Werbebranche: Mit dem Handy einfach ein Foto einer Anzeige oder eines Plakats machen und per Knopfdruck Informationen anfordern (Kooaba GmbH).
  • Christian Broennimann (Paul Scherrer Institut)
    Next generation x-ray detectors: Weltweit einzigartige Röntgen-Detektoren für wissenschaftliche, industrielle oder medizinische Applikationen (Dectris).
  • Giovanna Davatz (ETH Zürich)
    Grenzkontrolle von radioaktiven Substanzen: Lastwagen und Schiffscontainer werden bei Grenzübertritt oder Entladung zuverlässig auf Radioaktivität überprüft.
  • Robert Grass (ETH Zürich)
    Magnetische Nanopartikel zur Gewinnung biologischer Moleküle z.B. für die Biotech Industrie, diagnostische Labors oder Proteinproduzenten.
  • Corinne John (ETH Zürich)
    Produktion von Proteinkomplexen für die Biotech und Pharmaindustrie. Proteinkomplexe werden eingesetzt bei der Entwicklung von neuen Medikamenten (Redbiotec AG).
  • Ulrich Kessler (ETH Zürich)
    Entwicklung von Medikamenten gegen Infektionskrankheiten basierend auf einer proprietären «Chemplexity»-Technologie-Plattform für die Synthese von hoch-diversen chemischen Substanzen (PiKe Pharma).
  • Dieter Naeher (Universität Basel)
    Diagnosetool für Patienten mit implantierten Organen (z.B. Nieren) zur Reduktion der Dosierung von Medikamenten, welche die Abstossungsreaktion durch den Körper unterdrücken.
  • Renato Pellegrini (ETH Zürich)
    Holophonie: Einzigartige Systeme (Lautsprecher und Kopfhörer), welches Sound in 3D-Qualität erlebbar machen und den Anspruch erheben, einen globalen Standard wie früher «Dolby» zu setzen (SonicEmotion).
  • Silvia Santini, (ETH Zürich)
    Wireless Sensor Networks – Mikro-Umweltmonitoring on demand, z.B. Monitoring von lokaler Lärmbelästigung oder Luftverschmutzung für Umweltbehörden.
  • Marc Thurner (HTI Biel)
    Herstellung und Vertrieb von speziellen Roboterzellen für das Handling von Micro-Komponenten in biologisch kontrollierter Umgebung, z.B. in der Medizinal-, Biotech oder Pharmaindustrie (Delta Robotics).
  • Federico Angiolini (EPF Lausanne)
    Network-on-Chip: Entwicklung einer neuen Generation von Chips für Telekommunikations-, Multimedia- und Wireless-Systeme.
  • Jason Brown (EPF Lausanne)
    Software Tools für das automatisierte Design komplexer Silikon-Chips für Geräte wie iPods oder 3G Mobiltelephone, welches den Chipherstellern Vorteile bez. Kosten und Time-to-market bringt (www.mimosys.com).
  • Pierre Bureau, Lausanne
    Roboter mit künstlicher Intelligenz als Spielzeug für Kinder mit edukativem Wert und zum Einsatz in Competitions (Social Robotic Companion).
  • Sylvain Lemofouet-Gatsi (EPF Lausanne)
    Revolutionäre pneumatische Energiespeichersysteme z.B. für Solaranlagen und Windkraftwerke, Spitäler, Telekommunikationsantennen oder militärische Anlagen.
  • Patrick Maillard (Universität Fribourg)
    Webbasierte Software für Immobilienhändler und -verwalter, inkl. Immmobilien-Plattform und Immobilien-Spider im Internet (MIG TECHNOLOGY).
  • André Mercanzini (EPF Lausanne)
    Implantierbare Mikroelektroden für die Stimulierung zur lokalen Therapie bei neurologischen Krankheiten (Aleva Neurotherapeutics).
  • Jochen Mundinger (EPF Lausanne)
    Internet-Service für optimale Reiseplanung bezüglich kürzester Reisedauer, tiefsten Kosten oder minimalstem CO2-Konsum.
  • Samuel Sonderegger, Lausanne (EPF Lausanne)
    Revolutionäre Mikroskopietechnologie für die Erforschung und Charakterisierung von Nanostrukturen (Picosecond time-resolved cathodoluminescence Microscope).
  • Marianne Starlander (Universität Genf)
    Sprachübersetzungssystem zwischen Arzt und fremdsprachigen Patienten, um den Diagnoseprozess bei der Notfallaufnahme sicherer und schneller zu machen (MedSLT).

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