Plädoyer für Umnutzung in Zweitwohnungen
hotelleriesuisse-Präsident rechnet mit beschleunigtem Hotelsterben
publiziert: Samstag, 18. Aug 2012 / 14:46 Uhr
hotelleriesuisse-Präsident Guglielmo Brentel. (Archivbild)
hotelleriesuisse-Präsident Guglielmo Brentel. (Archivbild)

Bern - Der Präsident von hotelleriesuisse rechnet in den kommenden Jahren mit einer Beschleunigung des Hotelsterbens. Die Umnutzung in Zweitwohnungen sei deshalb eine gute Lösung. Sie ist die zentrale Forderung der Branche an die Verordnung zur Zweitwohnungsinitiative.

Architekturfotografie, Immobilienfotografie, Luftbilder, Hochstativfotografie aus der Vogelperspektive
immopicture.ch
Pilatusstrasse 40
8203 Schaffhausen
3 Meldungen im Zusammenhang
Für die Hotellerie sei die vom Volk angenommene Initiative eine Chance - aber nur dann, «wenn weiterhin Ferienwohnungen in bestehende Häuser eingebaut werden dürfen», sagte hotelleriesuisse-Präsident Guglielmo Brentel in einem am Samstag erschienenen Interview mit «Tages-Anzeiger» und «Bund».

Er bekräftigte damit die Kritik der Branche in der Anhörung zum bundesrätlichen Verordnungsentwurf. Die Tourismusbranche wehrt sich dagegen, dass nur die Umnutzung von Erst- in Zweitwohnungen vorgesehen sei - aber nicht diejenige von Hotels in Zweitwohnungen. Diese Ungleichbehandlung von Wohnungs- und Hotelbesitzern komme einer «Diskriminierung» gleich, sagte Brentel im Interview.

Damit bestehende Hotels weiterentwickelt werden könnten, müssten «hybride» Geschäftskonzepte mit vermieteten Ferienwohnungen zulässig sein.

Bundesrat verschiebt Entscheid

Der Bundesrat hat die Verordnung letzten Mittwoch ein erstes Mal diskutiert, aber noch keinen Entscheid getroffen. Offen ist dabei insbesondere auch die Frage, ob die Ausführungsbestimmung - und der damit verbundene Baustopp für Zweitwohnungen - am 1. September in Kraft tritt.

Laut dem hotelleriesuisse-Präsidenten ist es für die Branche akzeptabel, dass beim Bau eines neuen Hotels keine Eigentumswohnungen eingebaut werden dürfen. «Man muss dann aber in Kauf nehmen, dass auch da keine neuen Hotels entstehen, wo man sie gerne hätte.»

Weil der Bau von Zweitwohnungen innerhalb eines Hotels nicht mehr möglich sei, entgehe der Branche immerhin ein jährliches Querfinanzierungspotenzial von 120 Millionen Franken. «Im Vordergrund steht für uns aber die Möglichkeit der kompletten Umnutzung von bestehenden Hotelbauten», betonte Brentel.

100 Hotels pro Jahr machen dicht

Laut dem Branchenverbands-Präsidenten schliessen jährlich schweizweit rund 100 Hotels ihre Türen. Das Hotelsterben werde sich in den kommenden Jahren beschleunigen. «Eine Wurstfabrik oder Schreinerei daraus zu machen, ist relativ schwierig - die Umnutzung in Zweitwohnungen ist hingegen eine gute Lösung.»

Dies mache auch deshalb Sinn, weil sonst eine enorme Entwertung oder sogar die Zerstörung der Immobilie drohe. «Hotelruinen dienen weder dem Ortsbild noch dem Tourismus.» Die Alternative wäre die Subventionierung von Hotels durch den Staat, «und das wollen wir nicht».

Die Hotelbranche müsse man nicht subventionieren, sondern den Hoteliers Möglichkeiten bieten, sich zu entwickeln. «Neues Spiel, neue Regeln - das ist in Ordnung.»

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der Bundesrat hat am Mittwoch keinen Entscheid über die Verordnung gefällt, welche die Umsetzung der ... mehr lesen 7
Noch kein Bundesratsentscheid über Zweitwohnungs-Verordnung.
Bern - Der späte Schneefall, die extreme Kälte und der starke Franken haben den Schweizer Skigebieten im vergangenen Winter ... mehr lesen
Vor allem Gäste aus der Schweiz haben ihren Feriengebieten die Treue gehalten.
Architekturfotografie, Immobilienfotografie, Luftbilder, Hochstativfotografie aus der Vogelperspektive
immopicture.ch
Pilatusstrasse 40
8203 Schaffhausen
Verkauf - Erst-/Wiedervermietung - Verwaltung+STWEG - Beratung
Confimo AG
Sandweg 52a
4123 Allschwil
3D-grundrisse.ch - Professionelle und günstige Visualisierungen für Ihre Immobilien
Immobilien Verkauf
Mietwohnungen kosten praktisch gleich viel.
Mietwohnungen kosten praktisch gleich viel.
Grösste Teuerung im Kanton St. Gallen  Zürich - Die Preise für die Mieten neu ausgeschriebener Wohnungen sind im Januar mit einem Plus von 0,18 Prozent nahezu konstant geblieben. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Mieten durchschnittlich um 0,88 Prozent. 
Zahlung von 470 Mio Dollar  Washington - Die britische Bank HSBC hat im Streit mit den US-Behörden über die Vergabe von Krediten an Hausbesitzer einen Vergleich ...  
Die HSBC begrüsste den Vergleich.
HSBC erwägt, den Konzernsitz von London nach Hongkong zu verlagern.
HSBC auf Sparkurs London - Europas grösste Bank HSBC plant in diesem Jahr einen Einstellungsstopp und eine Nullrunde bei den Gehältern. Eine entsprechende E-Mail mit ...
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3761
    Glaub ich nicht Na dazu müsste man das TTIP-Abkommen aber ja auch erst mal lesen ... So, 07.02.16 11:23
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3718
    Abkommen TTIP ist das Beste was Europa passieren kann. Es braucht strenge ... Do, 04.02.16 09:55
  • Pacino aus Brittnau 710
    Zu spät . . . Die atomare Verseuchung ist beispielsweise im Irak, aber auch in Japan, ... Di, 19.01.16 07:52
  • HeinrichFrei aus Zürich 407
    Davos: Wird auch über eine weltweite atomare Abrüstung diskutiert? Wird in Davos auch über eine weltweite atomare Abrüstung diskutiert? ... Mo, 18.01.16 14:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3718
    Seit... dem Anschlag durch den Islamisten Merah ist die Rate an antisemitischen ... Mo, 11.01.16 17:52
  • Pacino aus Brittnau 710
    Rosarote Brille . . . Wir wären schon längst in der Lage, intelligentere Energiesysteme (auch ... Mo, 04.01.16 18:38
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3718
    Dass... die Chinesen in der Rüstungstechnologie noch deutlich hinterherhinken ... Do, 31.12.15 16:45
  • Kassandra aus Frauenfeld 1664
    Wind und Sonne kann man auch durch Sanktionen und Kriege nicht lahmlegen! Die ... Mo, 28.12.15 17:53
Meister wechselt von der CS zu Implenia.
Green Investment Hans-Ulrich Meister soll Implenia-Präsident werden Zürich - Von der Bank- in die Baubranche: ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Real Estate Value Information Systems. Informations-, Workflow-Management
WB-Informatik AG
Schaffhauserstrasse 96
8222 Beringen
Mieterschutz: Hilfe bei mietrechtlichen Problemen
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
09.02.2016
09.02.2016
m MULTIWAVE Logo
08.02.2016
M MASTER CHRONOMETER Logo
08.02.2016
05.02.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich -3°C -2°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel -3°C -1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen 0°C 3°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 1°C 3°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 1°C 4°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 1°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 5°C 8°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten