Weitere Standardisierung von Euro-Kartenzahlungen nötig
Zahlungsverkehr wächst durch Kartentransaktionen
publiziert: Donnerstag, 25. Sep 2008 / 10:17 Uhr

Kartenzahlungen sind weltweit das am schnellsten wachsende bargeldlose Zahlungsmittel und machen mittlerweile 54 Prozent des globalen Zahlungsvolumens aus. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung bargeldloser Zahlungsmechanismen im Handel und bei Verbraucherausgaben in globalisierten Märkten.

Im Jahr 2006 wurden weltweit 233 Milliarden Zahlungen bargeldlos abgewickelt.
Im Jahr 2006 wurden weltweit 233 Milliarden Zahlungen bargeldlos abgewickelt.
2 Meldungen im Zusammenhang
Im Zeitraum 2001 bis 2006 stieg die Zahl der Kartentransaktionen jährlich weltweit um 16 Prozent. In Europa lag die Steigerungsrate bei elf Prozent jährlich. Das ist das Ergebnis des diesjährigen vierten World Payments Reports des Beratungsunternehmens Capgemini gemeinsam mit der Royal Bank of Scotland (RBS) und der European Financial Management & Marketing Association (EFMA).

Kernprobleme lösen

Gleichzeitig betont die Studie, dass Euro-Kartenzahlungen mit Blick auf das heterogene Kartennetzwerk in Europa standardisiert und für SEPA (Single Euro Payments Area) weiter zugänglich gemacht werden müssen. «Banken haben bis 2010 Zeit, von ihren vorhandenen inländischen Systemen auf ein SEPA-Kartensystem zu wechseln. Es müssen aber einige Kernprobleme gelöst werden, wie zum Beispiel gemeinsame technische Standards, Regeln für Interchange-Gebühren und eine neu aufgesetzte Governance-Struktur, um SEPA für Karten durchzusetzen. Mit Blick darauf, dass Kartenzahlungen das weltweite Wachstum bargeldloser Zahlungen voranbringen, muss hier mehr getan werden», sagt Dr. Hubertus von Poser, Zahlungsverkehrsexperte bei der Beratungsgesellschaft Capgemini Consulting.

China könnte Eurozone verdrängen

Im Jahr 2006 wurden weltweit 233 Milliarden Zahlungen bargeldlos abgewickelt. 80 Prozent dieser Zahlungen wurde in reifen Märkten verbucht, wobei allein Europa ein Drittel der Summe ausmachte. Laut dem World Payments Report 2008 werden diese Märkte ihre dominierende Position bis 2013 behaupten können. China zeichnet derzeit für rund sieben Prozent des globalen Volumens an bargeldlosen Zahlungen verantwortlich. Die Wachstumsrate beträgt dabei jedoch 46 Prozent pro Jahr im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006. China könnte demnach bis zum Jahr 2013 die Eurozone als zweitgrössten bargeldlosen Zahlungsmarkt überholen. «Die Zahlungen folgen dem Handel», sagt Brian Stevenson, Chief Executive, Global Transaction Services der RBS. «Unsere Studie zeigt eindeutig, dass Chinas grosses Potenzial eines Wachstumsmotors genutzt wird.»

SEPA bleibt eine Herausforderung

Der World Payments Report 2008 wertet die Einführung der einheitlichen Verfahrensregeln für SEPA-Überweisungen (SEPA Credit Transfers) im Januar dieses Jahres als bedeutenden Erfolg in der SEPA-Einführung. Gleichzeitig identifiziert die Studie verbleibende Herausforderungen. «Für Unternehmen gibt es bisher keinen Termin, bis wann sie spätestens auf die SEPA-Zahlungen umstellen müssen», sagt Hubertus von Poser. «Ob so ein kritisches Volumen erreicht und damit die SEPA erfolgreich umgesetzt werden kann, ist weiterhin unsicher. Für Banken besteht nunmehr die Aufgabe, insbesondere ihre Firmenkunden von den Vorteilen der neuen SEPA-Instrumente zu überzeugen.»

«SEPA bietet Banken die Möglichkeit, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, von denen vor allem Unternehmen profitieren, die im europäischen Markt tätig sind. Gleichzeitig sind Banken, die nach der SEPA-Einführung in Europa erfolgreich wachsen, auch für die globale Zahlungs-Arena gut gewappnet», so Hubertus von Poser. Laut WPR 2008 bleibt zu klären, ob ein Fristende für das Stilllegen der Altsysteme vonnöten ist, um den Migrationsprozess zu stimulieren und zu beschleunigen.

Über den World Payments Report

Der World Payments Report 2008 hat eine breitere globale Perspektive als in vorherigen Auflagen, aber behält seinen üblichen, detaillierten Fokus auf regionale Initiativen und potentielle Wachstumsbereiche im Zahlungsverkehr. Die Studie reflektiert mehrere europäische Entwicklungen, die weltweit auf anderen Märkten auch stattfinden und zeigt, dass viele Haupttrends universal sind. Detailanalysen zum globalen Kartenmarkt werden genauso herausgestellt wie die Themen Überweisungen, Trade Finance und Mobile Payments.

(bk/KMU Magazin)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Eine breite Allianz konzernkritischer Organisationen erhöht den Druck auf Schweizer Unternehmen.
Eine breite Allianz konzernkritischer ...
Allianz erhöht den Druck  Bern - Eine breite Allianz konzernkritischer Organisationen erhöht den Druck auf Schweizer Unternehmen. Nachdem sie das Thema Konzernverantwortung mit der Kampagne «Recht ohne Grenzen» auf die politische Agenda gebracht haben, lancieren sie nun eine Volksinitiative. mehr lesen 1
Energiesparen  Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz. Hauptmotiv ist die Einsparung von Energiekosten. Allerdings wird das Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Das zeigen die Zahlen zum Jahresende 2013 in Deutschland. In der Schweiz dürfte das Ergebnis ähnlich ausfallen. mehr lesen  
Studie zur Vergütung von Fachkräften  Die Saläre von Spezialisten und Sachbearbeitern in der Schweiz steigen in diesem Jahr ähnlich moderat wie in den vergangenen Jahren: ... mehr lesen  
Spezialisten verdienen durchschnittlich 113.000 Franken.
Mehr als die Hälfte der Berufstätigen würden gerne den Arbeitscomputer durch ein neues Gerät ersetzen.
IT-Zufriedenheit  Besonders junge Berufstätige wollen mit neuen IT-Geräten arbeiten. Fast die Hälfte ist mit dem PC unzufrieden und gibt schlechte Noten für die ... mehr lesen  
AKTUELLE AUSGABE
AKTUELLE AUSGABE

» Hier abonnieren


Die Fachzeitschrift
für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat von Unternehmen mit 10 - 250 Beschäftigten.

» Hier abonnieren


Agenda
Wichtige Termine für Entscheider

» Termine anzeigen

Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wieso eigentlich? Brauchen wir doch gar nicht, die Menschenrechte, nicht mal in der ... So, 12.04.15 18:01
  • JasonBond aus Strengelbach 4115
    Zürich Weltmetropole Die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. In 10 Jahren ... Do, 24.02.11 11:02
  • jorian aus Dulliken 1754
    Rohstoffpreise A Wer keine Gold oder Silbermünzen hat ist selbst schuld! EU ... Fr, 04.02.11 03:57
  • Midas aus Dubai 3810
    Wir alle haben schuld Sehen Sie die Beiträge zur Waffeninitiative im Vergleich zu Ihrem ... Fr, 04.02.11 02:48
  • mriedl aus Aurolzmünster 1
    Schuld haben die Politker Ein Beispiel, der Heizölverbrauch sink jährlich um 5%, Tendenz weiter ... Do, 03.02.11 14:23
  • jorian aus Dulliken 1754
    Buchtipp ... Sa, 08.01.11 11:26
  • Betriebsrentner aus Wörthsee 1
    Die Versicherungswirtschaft läßt grüßen!! Wieder ein Versuch, diesmal auf europäischer Ebene, Menschen in die ... So, 06.06.10 16:59
  • ochgott aus Ramsen 695
    Eine Statistik die keinen Menschen weiterhilft. Mi, 26.05.10 16:26
EasyGov am Laptop
Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die nötigen Behördengänge Das Staatssekretariat für Wirtschaft ...
 
News
         
Geräte im Homeoffice
Publinews In einigen Betrieben wurde die Arbeit im Homeoffice bereits teilweise als Option bereitgestellt. Spätestens seit der Corona-Krise musste ... mehr lesen
Mit dem neuen IFJ Mutationsservice können Handelsregistereinträge schnell und einfach geändert werden.
Publinews Das IFJ Institut für Jungunternehmen bietet seit kurzem einen praktischen Online-Mutationsservice an. Handelsregistereinträge können ganz einfach in wenigen Klicks geändert ... mehr lesen
Kryptowährung
Publinews Staaten in aller Welt diskutieren aktuell über die Einführung einer nationalen Kryptowährung der Schweiz. Hier soll mit einem E-Franken eine ... mehr lesen
Auf bewährte Mittel zurückgreifen.
Publinews Egal, ob es um die Reinigung der eigenen vier Wände oder auch des Unternehmens geht - Sauberkeit ist nur einer der vielen Punkte, der hier im Vordergrund ... mehr lesen
Interessenten das Gefühl geben, die richtige Wahl zu treffen.
Publinews Der Beruf des Immobilienmaklers ist eine vielfältige Tätigkeit, die in Zeiten wachsender Märkte lukrative Gehaltsaussichten bietet. ... mehr lesen
Der grosse Durchbruch.
Publinews Immer mehr Menschen wollen sich angesichts günstiger Zinsen ihren Wohntraum erfüllen. Das Eigenheim im Grünen erscheint dadurch erschwinglich zu sein. mehr lesen
Können Art und Weise der eigenen Lebensführung stark beeinflussen.
Publinews CBD Produkte werden mittlerweile in einer Vielzahl angeboten. Doch um was handelt es sich bei diesem pflanzlichen Produkt eigentlich genau? Welche Eigenschaften ... mehr lesen
Startup Forum Graubünden 2020
Publinews Trotz Corona Ausnahmezustand durften die Organisatoren des diesjährigen Startup Forum Graubünden am 02. Juni 2020 über 200 Gäste auf ... mehr lesen
Firma Acin
Publinews Der Schweizer Dienstleister Acin AG hat mitten in der Corona-Krise schnell reagiert und in seinem Betrieb kurzerhand eine vierte Packstrasse ... mehr lesen
Extrakte, die einen hohen Reinheitswert aufweisen, sind bei Konsumenten beliebt.
Publinews Heute bekommt man praktisch sämtliche CBD Produkte im Fachhandel. Im Internet hat der Trend begonnen und der Fachhandel ist schnell ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
31.07.2020
Guet's Fleisch von Natura-Food Logo
31.07.2020
PAI RUI DE Logo
31.07.2020
31.07.2020
W webinaria DAS INSTITUT FÜR WEBINAR DESIGN Logo
31.07.2020
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 18°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 13°C 20°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 11°C 15°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 12°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 13°C 17°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 13°C 22°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 18°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten