Zahl der Parkinson-Kranken wird sich verdoppeln
publiziert: Dienstag, 30. Jan 2007 / 16:24 Uhr

Washington - Wissenschafter warnen vor einer rapiden Zunahme von Parkinson-Erkrankungen. In den kommenden rund 25 Jahren sei mit einer Verdopplung der Erkrankungen in den 15 bevölkerungsreichsten Ländern zu rechnen.

Krankheiten wie das Nervenleiden Parkinson belasten auch die Wirtschaft und die Sozialsysteme.
Krankheiten wie das Nervenleiden Parkinson belasten auch die Wirtschaft und die Sozialsysteme.
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Die Forscher von der Universität Rochester im US-Bundesstaat New York warnten in der am Montag in der US-Fachzeitschrift «Neurology» veröffentlichten Studie vor allem vor einer starken Zunahme in den wirtschaftlich schnell wachsenden asiatischen Boomstaaten, in denen wachsender Wohlstand mit einer steigenden Lebenserwartung einhergehe. Insgesamt seien Entwicklungsländer besonders betroffen.

Die Wissenschafter gehen nach Berechnungen davon aus, dass die Zahl der Parkinsonkranken in den untersuchten 15 Ländern von heute 4,1 Millionen auf 8,7 Millionen bis 2030 steigen wird. Ein Grund sei, dass seit Jahren weniger Geld in die Erforschung chronischer Krankheiten flössen.

So sei die Erforschung von Infektionskrankheiten wie Aids, Tuberkulose und Malaria in der Vergangenheit finanziell weitaus besser ausgestattet gewesen, als die nicht-übertragbarer Krankheiten. Dabei belasteten Krankheiten wie das Nervenleiden Parkinson die Wirtschaft und die Sozialsysteme vor allem in Entwicklungsländern viel stärker.

Die Studie erfasst die fünf grössten europäischen Länder Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien und Spanien sowie die USA, China, Indien, Indonesien, Brasilien, Pakistan Bangladesch, Nigeria, Japan und Russland. Für China sagten die Experten für 2030 rund fünf Millionen Parkinsonkranke voraus.

(smw/sda)

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