Yahoo bekommt Rückendeckung
publiziert: Mittwoch, 9. Apr 2008 / 14:30 Uhr

New York/Sunnyvale/Redmond - Der Yahoo-Grossaktionär Legg Mason Capital Management hat bestätigt, den übernahmegefährdeten Internetkonzern bei seiner Unabhängigkeit gegenüber Microsoft zu unterstützen.

Der Kampf um Yahoo geht weiter.
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Wie das Wall Street Journal heute, Mittwoch, berichtet, weigert sich der rund sieben Prozent an Yahoo haltende Grossaktionär, seine Zustimmung zum Verkauf zu geben, wenn Microsoft nicht mehr bietet.

Mit der Androhung, dass sich Yahoo bis zum 26. April für eine Übernahme entscheiden muss und man sich sonst feindlich an die Aktionäre wenden will, hat sich Microsoft hinsichtlich der Yahoo-Anteilseigner eher ein Eigentor geschossen, meinen Brancheninsider.

«Die Haltung Legg Masons scheint mir mit dem Yahoo-Management abgestimmt zu sein. Diese Aussage ist zwar als Reaktion auf die jüngsten Drohungen Microsofts zu bewerten, dennoch glaube ich nicht, dass dies den Deal grundlegend gefährden wird», so RZB-Analyst Christian Hinterwallner. Laut dem Fachmann wird das «Säbelrasseln» von beiden Seiten noch weiter gehen. Eine Einigung hält er mittel- bis langfristig jedoch für möglich.

«Das Pokerspiel geht weiter und alles hängt von einer Erhöhung des Angebots ab. Da sich beide Seiten derzeit jedoch nicht in die Karten schauen lassen und Yahoo ohnehin bald seine Zahlen präsentieren wird, bleibt abzuwarten, ob der Kaufpreis noch aufgestockt wird», erläutert Hinterwallner weiter.

Zweitgrösster Yahoo-Aktionär

Obwohl wenig Alternativen zu einem potenziellen Käufer ausser Microsoft bestehen, wurden weitere Details über die Rückendeckung durch andere Yahoo-Aktionäre bislang jedoch nicht bekannt. Früheren Angaben zufolge sei Legg Mason Capital Management bislang der zweitgrösste Yahoo-Aktionär.

Da Microsoft-CEO Steve Ballmer bei seinem offenen Brief an den Yahoo-Aufsichtsrat hatte durchblicken lassen, bei einem längeren Zögern Yahoos den Preis drastisch zu senken, ist die Stimmung auf beiden Seiten eher verhalten.

Derzeit bieten die Redmonder rund 42 Mrd. Dollar für den wankenden Portalbetreiber, wobei Yahoo das jüngste Angebot als zu niedrig abgelehnt und die eingeschlagene Vorgangsweise Ballmers als «kontraproduktiv» bezeichnet hatte.

Balmer-Brief war Fehler

Da der Microsoft-CEO im Falle eines weiteren Widerstands durch die Aktionäre eine neue Führungsriege wählen lassen will, die einem Verkauf zustimmt, sind Grossaktionäre wie Legg Mason von Bedeutung. Legg-Mason-Portfoliomanager Bill H. Miller sagte gegenüber dem Wall Street Journal, dass das aktuelle Gebot Microsofts von 29,17 Dollar pro Aktie nichts ist, was einen zu Freudensprüngen veranlassen würde.

Auch das ursprünglich gemachte Angebot über 31 Dollar je Yahoo-Papier, das mittlerweile einem Microsoft-Wertverlust unterliegt, ist Miller zu wenig. Wenn Microsoft sein Angebot erhöhen würde, dann würde sich auch der Druck schnell in eine Verhandlungsatmosphäre auf Seiten Yahoos umwandeln, so Miller. «Das Problem ist, dass Microsoft mit dem Brief einen groben Fehler begangen hat», sagt der Portfoliomanager.

(fest/pte)

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