Wolfowitz erhält einen Aufschub
publiziert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 07:40 Uhr

Washington - Die Weltbank hat die Entscheidung über eine Ablösung ihres Chefs Paul Wolfowitz vertagt. Wolfowitz, der wegen mutmasslicher Vetternwirtschaft in die Kritik geraten war, erhielt eine Woche Aufschub, um sich zu den Vorwürfen zu äussern.

Paul Wolfowitz erhält die Möglichkeit, sich schriftlich zu den Vorwürfen äussern.
Paul Wolfowitz erhält die Möglichkeit, sich schriftlich zu den Vorwürfen äussern.
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Dies sei vom Direktorium der Weltbank beschlossen worden, erklärte die internationale Finanzinstitution in Washington. Wolfowitz könne sich bis zum Freitag schriftlich äussern und habe darüber hinaus die Möglichkeit, seine Sichtweise bei einer Sitzung des Direktoriums am kommenden Dienstag vorzutragen, hiess es weiter.

Der eigens gegründete Ethikausschuss der Weltbank hatte festgestellt, dass Wolfowitz sich nicht an die Vorschriften gehalten habe - und ihm zunächst eine Frist bis zum Dienstag dieser Woche für eine Stellungnahme gesetzt. Laut «New York Times» hatten die meisten Mitglieder des Ethikausschuss Wolfowitz' Rücktritt gefordert.

Die Fristverlängerung wurde von Wolfowitz beantragt. Der Weltbank-Chef war in die Kritik geraten, weil er seiner Lebensgefährtin Shaha Riza eine Gehaltserhöhung von 60 000 Dollar im Jahr sowie einen Beförderungsanspruch bewilligt hatte.

Um einen Interessenkonflikt zu vermeiden, wurde Riza ins US-Aussenministerium versetzt, nachdem Wolfowitz im Juni 2005 den Vorsitz der Weltbank übernommen hatte. Sie wurde aber weiterhin von der Weltbank bezahlt.

(bert/sda)

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