Trennungsgrundsatz in der Regel eingehalten
Wodka-Werbung betäubt CNN-Berichterstattung
publiziert: Montag, 27. Aug 2012 / 12:49 Uhr / aktualisiert: Montag, 27. Aug 2012 / 14:24 Uhr
Die Empörung über die Vodka-Werbung ist in den sozialen Medien gross.
Die Empörung über die Vodka-Werbung ist in den sozialen Medien gross.

New York/Klagenfurt - CNN hat vor einigen Wochen auf seiner Webseite eine ganzseitige Wodka-Werbung geschaltet und sorgt in den USA damit für eine Diskussion über die ethischen Grenzen eines Nachrichtensenders.

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Die Werbung überblendete die aktuelle Berichterstattung und vermittelte den Eindruck, dass die Nachrichten bei dem Sender eine zweitrangige Rolle spielen.

Grenze oft überschritten

Die Empörung in den sozialen Medien ist gross. «Unglaublich! CNN hat sich an die Wodka-Industrie verkauft. Ich kann keine Nachrichten mehr finden», schreibt Amy Hoover. Michael Durwin, ein weiterer Twitter-Nutzer, kommentiert die Situation mit den Worten: «Die subtile Botschaft ist, dass wir ein Gläschen Wodka trinken sollen, bevor wir die Nachrichten lesen.»

«Es ist ein generelles Merkmal von Qualitätsjournalismus, dass Werbung von redaktionellen Inhalten getrennt wird. Ich stelle aber fest, dass es immer wieder zu Übertretungen kommt. Vor allem bei Gratiszeitungen wird diese Grenze oft überschritten», sagt Matthias Karmasin, Ordinarius am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Klagenfurt, gegenüber pressetext.

Werbung nicht gekennzeichnet

CNN ist normalerweise zurückhaltender, wenn es um Werbung auf seiner Webseite geht. Anzeigen werden meistens auf zwei, drei kleine Flächen verteilt - deswegen ist die Wodka-Werbung, die die gesamte Webseite einhüllte, so aufgefallen. Anzeigen auf Webseiten sind eine gängige Methode für Medienhäuser, um Geld einzunehmen und dadurch Online-Redaktionen zu finanzieren. Kritiker sehen aber ein grosses Problem, wenn globale Medien, die für objektive Berichterstattung stehen, den Anschein erwecken, im Dienste ihrer Werbepartner zu stehen.

Schon öfters mussten sich angesehene Medien der Kritik ihrer Nutzer stellen. Im Vorjahr hatte die New York Times eine Coca-Cola-Werbung geschaltet, die sich über die ganze Seite zog und die echten Nachrichten mit Geschichten über Polarbären überdeckte. Darüber hinaus wurde die Anzeige nicht als Werbung gekennzeichnet. Nachdem sich unzählige Journalisten über die unübliche Praxis der renommierten Tageszeitung beschwert hatten, teilte die Konzernzentrale mit: «Bei der Einblendung handelt es sich eindeutig um Werbung und die Anzeige verschwindet innerhalb von wenigen Sekunden.»

Karmasin kann bei Qualitätsmedien keinen Trend feststellen - der Trennungsgrundsatz wird dem Experten nach in der Regel eingehalten. «Es kommt aber durchaus vor, dass gegen die Kennzeichnungspflicht verstossen wird. Meistens beobachten wir das bei PR-Texten, die als normale, redaktionelle Artikel abgedruckt werden. Es gibt in der Branche einen Konsens, dass das ein klarer Regelverstoss ist - niemand findet das in Ordnung.»

(knob/pte)

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