Wie Ärzte vielsprachig werden können
publiziert: Dienstag, 22. Mai 2007 / 07:00 Uhr

Marianne Starlander ist vom Nutzen und auch vom Potenzial ihres Projektes MedSLT (Medical Speech Translator) überzeugt: Die Doktorandin an der Ecole de traduction et d’interprétation (ETI) der Universität Genf hat mehrsprachige Software entwickelt, die Sprachprobleme bei Notfällen in Spitälern ausschalten soll. Die Forscherin konnte auch die Jury von «venture leaders» überzeugen: Sie nimmt im Juni am zehntägigen Workshop in Boston teil.

Abhilfe bei Sprachproblemen in medizinischen Notfällen: Marianne Starlander (Universität Genf)
Abhilfe bei Sprachproblemen in medizinischen Notfällen: Marianne Starlander (Universität Genf)
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«MedSLT ist das Ergebnis einer kollektiven Leistung eines ganzen Teams», betont Marianne Starlander. Die Software will Ärzten in Notfallstationen den Umgang mit fremdsprachigen Patienten auch dann ermöglichen, wenn innert nützlicher kein Übersetzer verfügbar ist – ein Problem, das viele Spitäler kennen.

Sprachprobleme, fehlerhafte Übersetzungen durch Laien wie etwa Verwandte oder auch kulturelle Tabus sind immer wieder Ursache von Fehlern oder Missverständnissen, die sich negativ auf die medizinische Behandlung auswirken können.

92 Prozent korrekte Übersetzungen

Das Projekt, aus dem schliesslich MedSLT hervorgegangen ist, läuft an der Uni Genf seit 2003. «Die seriöse linguistische Verankerung des Programms ist das besondere daran, und sie garantiert auch, dass das Programm zuverlässige Ergebnisse liefert», erklärt Marianne Starlander: «Wenn das Programm die Frage verstanden hat, sind nach unseren Test 92 Prozent der Übersetzungen korrekt!» Dieses Ergebnis soll nun noch durch eine Studie in Wisconsin USA abgesichert werden.

Neue Perspektiven dank «venture leaders»

«Mir war immer klar, dass dieses Projekt nicht einfach mit meiner Dissertation oder den Arbeiten meiner Kollegen abgeschlossen sein wird, sondern dass mehr daraus werden kann», erklärt Starlander. Dennoch: Der Schritt von der Wissenschaft in die Wirtschaft ist nicht einfach! Dank «venture leaders» sieht sie ganz neue Perspektiven für ihre Zukunft.

Untzernehmerin und Mutter – ist das möglich?

Marianne Starlander ist nicht nur die einzige Absolventin der Uni Genf unter den 20 Preisträgern, sondern (zusammen mit Giovanna Davatz, Corinne John und Silvia Santini) auch eine von vier Frauen, die nach Boston reisen werden. Diese geringe Quote hat nach Jordi Monserrat, dem Projektleiter von venturelab in der Romandie, mehrere Gründe: Der Anteil der Studentinnen an den ETH beträgt nach wie vor nur 15 Prozent, zudem befürchten viele Studentinnen/Forscherinnen, dass die Karriere als Unternehmerin nur schwer mit einer Familie vereinbar sei - eine Befürchtung, die auch Marianne Starlander, selber Mutter einer kleinen Tochter, nicht fremd ist.

Ein gesellschaftlich sinnvolles Projekt motiviert

Trotzdem will sie sich auf das Wagnis einlassen. Das nicht zuletzt, weil das Potenzial von MedSLT als sehr gross eingeschätzt wird. Zudem motiviert sie die Chance, mit einer innovativen Technologie einen auch gesellschaftlich wertvollen Beitrag an die Lösung eines Problems lösen zu können. Grundsätzlich funktioniert das Programm für alle 6000 gesprochenen Sprachen der Erde. Das nächste Ziel besteht darin, die technische Apparatur so «unsichtbar» wie möglich zu machen, damit sie zwar die Kommunikation verbessert, die menschliche Beziehung zwischen Arzt und Patient aber nicht beeinträchtigt.

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